Pasta chjina

Kalabresische Pasta al forno

Reichhaltige kalabresische Pasta al forno aus Rigatoni, Tomatensugo, kleinen Schweinefleischbällchen, Soppressata, hart gekochtem Ei und Provola.

Zum Rezept
Pasta chjina aus Kalabrien
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 100 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte, Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Rigatoni werden leicht unter al dente gegart und behalten dadurch auch nach dem Überbacken Struktur.
  • Tomatensugo, gebräunte Fleischbällchen und Soppressata verbinden fruchtige, würzige und herzhafte Aromen.
  • Provola und Pecorino sorgen für einen schmelzenden Kern und eine goldbraune, kräftige Käsekruste.
  • Die Ruhezeit stabilisiert die Schichten und erleichtert das Portionieren.

Pasta chjina ist eine festliche kalabresische Ofenpasta mit mehreren herzhaften Schichten. Al dente vorgekochte Rigatoni treffen auf würzigen Tomatensugo, kleine Fleischbällchen, Soppressata, Ei und schmelzende Provola. Im Ofen verbinden sich die Zutaten zu einer goldbraunen Oberfläche und einem saftigen, aromatischen Kern.

Außen goldbraun und gratiniert, innen saftig und weich, aber nicht breiig. Der Sugo bringt fruchtige Würze, die kleinen Fleischbällchen und Soppressata kräftige herzhafte Noten, während Provola mild schmilzt und Pecorino salzige Tiefe ergänzt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Eier hart kochen

    Die beiden Eier in einem kleinen Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und 9 bis 10 Minuten hart kochen. Kalt abschrecken, vollständig abkühlen lassen, schälen und in dünne Scheiben schneiden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist fest und das Eigelb vollständig gestockt.

    • Die Eier nach dem Kochen sofort kalt abschrecken, damit sie sich leichter schälen lassen.
  2. Tomatensugo zubereiten

    Die Zwiebel fein würfeln. 20 ml Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich dünsten. Die passierten Tomaten und 5 g Salz einrühren und den Sugo 25 Minuten offen sanft köcheln lassen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und der Sugo leicht eingekocht, aber noch gut fließfähig.

    • Während der Sugo köchelt, können die Fleischbällchen vorbereitet werden.
  3. Fleischbällchen formen

    Schweinehackfleisch, Semmelbrösel, das rohe Ei, 25 g Pecorino, 3 g Salz und den Pfeffer vermengen. Aus der Masse etwa 20 bis 24 kleine Bällchen formen.

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und lässt sich zu kleinen, kompakten Bällchen formen.

    • Die Bällchen möglichst gleich groß formen, damit sie gleichmäßig bräunen und später durchgaren.

    Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Hackfleisch Hände, Arbeitsfläche und Utensilien gründlich reinigen.

  4. Fleischbällchen anbraten

    Das restliche Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Die Fleischbällchen rundherum 6 bis 8 Minuten anbraten, bis sie außen gebräunt sind. Sie garen später im Ofen vollständig durch.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundherum gebräunt; die vollständige Garung erfolgt später im Ofen.

    • Die Pfanne nicht überfüllen, damit die Bällchen bräunen statt zu dämpfen.

    Wichtig: Die Fleischbällchen erst nach vollständigem Durchgaren verzehren.

  5. Pasta und Einlagen vorbereiten

    Die Soppressata in schmale Streifen schneiden und die Provola würfeln. Einen großen Topf mit etwa 3 Litern Wasser und 12 g Salz zum Kochen bringen. Die Rigatoni 2 Minuten kürzer als auf der Packung angegeben kochen, abgießen und mit zwei Dritteln des Tomatensugos vermengen.

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist außen weich, im Kern aber noch deutlich bissfest.

    • Die Pasta nicht vollständig weich kochen, weil sie im Ofen weitergart.
  6. Form vorbereiten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine etwa 24 x 24 cm große Auflaufform dünn mit etwas Sugo ausstreichen.

    200 °C
    • Die Form nur dünn mit Sugo ausstreichen, damit die erste Pastaschicht nicht anhaftet.
  7. Erste Schicht einfüllen

    Die Hälfte der Pasta in die Form geben. Darauf die Hälfte der Fleischbällchen, Soppressata, Ei und Provola verteilen. Mit 20 g Pecorino bestreuen und die zweite Hälfte der Pasta darübergeben.

    Daran erkennst du es: Die Einlagen sind gleichmäßig über die erste Pastaschicht verteilt.

    • Die Zutaten bis an die Ränder verteilen, damit jede Portion mehrere Einlagen enthält.
  8. Pasta chjina backen

    Mit dem übrigen Sugo, den restlichen Fleischbällchen, Soppressata, Ei und Provola abschließen. Den restlichen Pecorino darüberstreuen und die Pasta chjina 25 bis 30 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und die Oberfläche goldbraun ist.

    30 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Der Käse ist vollständig geschmolzen und die Oberfläche goldbraun; die Fleischbällchen sind im Inneren vollständig durchgegart.

    • Bei sehr schneller Bräunung die Form locker abdecken und gegen Ende wieder öffnen.

    Wichtig: Die Fleischbällchen müssen im Inneren vollständig durchgegart sein, bevor das Gericht serviert wird.

  9. Ruhen lassen und portionieren

    Die Auflaufform 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch lässt sich die geschichtete Pasta besser portionieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schichten sind etwas stabiler und lassen sich sauber portionieren.

    • Die Ruhezeit nicht überspringen, wenn möglichst klar erkennbare Schichten gewünscht sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Pasta bewusst knapp garen: Die Rigatoni werden zwei Minuten kürzer als auf der Packung angegeben gekocht, weil sie im heißen Sugo und während des Backens weitergaren.
  • Sugo nicht zu stark einkochen: Der Sugo sollte nach dem Köcheln noch gut fließen können. Er hält die Pasta während des Backens saftig und verbindet die Schichten.
  • Einlagen gleichmäßig verteilen: Soppressata, Ei, Provola und Fleischbällchen bis an die Ränder verteilen, damit die Portionen gleichmäßig gefüllt sind.
  • Vor dem Anschneiden ruhen lassen: Die zehnminütige Ruhezeit sorgt dafür, dass sich die Schichten setzen und die Pasta besser portioniert werden kann.

Zutatenwissen

Provola Silana

Provola Silana ist ein kalabrischer Pasta-Filata-Käse mit guter Schmelze. Milde Scamorza passt als zurückhaltende Alternative.

Kalabrische Soppressata

Kalabrische Soppressata ist eine kräftig gewürzte, schnittfeste Salami. Milde Salami macht die Ofenpasta weniger würzig.

Pecorino aufteilen

Der Pecorino wird auf drei Anwendungen verteilt: in die Fleischbällchen, zwischen die Schichten und auf die Oberfläche.

Sinnvolle Alternativen

milde Scamorza

Die Pasta bleibt schmelzend, schmeckt aber etwas milder und zurückhaltender.

Die milde Scamorza wie die Provola würfeln und in denselben Schichten verwenden.

milde Salami

Die Pasta wird weniger würzig und weniger kräftig im Salamiaroma.

Die milde Salami in schmale Streifen schneiden und wie die Soppressata auf die Schichten verteilen.

Penne rigate

Die Form verändert sich leicht, die gerillte Pasta hält den Sugo weiterhin gut.

Penne rigate verwenden und ebenfalls zwei Minuten kürzer als auf der Packung angegeben kochen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pasta wird nach dem Backen weich oder zerfällt.

Die Pasta zwei Minuten kürzer als auf der Packung angegeben kochen und erst danach mit dem Sugo vermengen.

Wenn die Pasta bereits sehr weich ist, die Backzeit möglichst kurz halten und die Form nur so lange gratinieren, bis der Käse geschmolzen und die Oberfläche gebräunt ist.

Die Ofenpasta wirkt trocken.

Den Sugo fließfähig lassen und die obere Pastaschicht vollständig mit Sugo bedecken.

Vor dem Servieren etwas warmen Tomatensugo darumgeben, falls vorhanden.

Die Schichten fallen beim Portionieren auseinander.

Die Pasta chjina zehn Minuten in der Form ruhen lassen.

Die Stücke vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender heben und beim Servieren als rustikale Portionen anrichten.

Die Fleischbällchen sind im Inneren noch nicht vollständig gegart.

Etwa 20 bis 24 kleine Bällchen formen und die Oberfläche erst nach 25 bis 30 Minuten Backzeit beurteilen.

Die Form weiterbacken, bis die Fleischbällchen vollständig durchgegart sind.

Servieren und kombinieren

  • Als festliche Ofenpasta servieren: Die Pasta chjina direkt aus der Auflaufform in großzügigen Schichten portionieren und nach der Ruhezeit servieren.
  • Würze der Soppressata wählen: Für ein kräftigeres Ergebnis kalabrische Soppressata verwenden; mit milder Salami wird die Pasta zurückhaltender und familienfreundlicher.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Rigatoni beziehungsweise Penne rigate und Semmelbrösel werden aus glutenhaltigem Getreide hergestellt.
  • Weizen: enthält · Die Pasta und die Semmelbrösel sind als Weizenprodukte naheliegend beziehungsweise ausdrücklich als solche eingeordnet.
  • Ei: enthält · Ei wird sowohl für die Fleischbällchen als auch hart gekocht in den Schichten verwendet.
  • Milch: enthält · Pecorino und Provola beziehungsweise Scamorza sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich statt Rigatoni auch Penne rigate verwenden?

Ja. Penne rigate ist im gleichen Gewicht eine passende Alternative. Auch sie sollte zwei Minuten kürzer als auf der Packung angegeben gekocht werden.

Was kann ich statt Provola Silana verwenden?

Milde Scamorza ist eine passende Alternative. Sie schmilzt gut und schmeckt etwas zurückhaltender als Provola Silana.

Kann ich die Soppressata ersetzen?

Milde Salami funktioniert ebenfalls. Das Gericht wird dadurch weniger würzig, behält aber seine herzhafte Schichtung.

Warum muss die Pasta chjina ruhen?

Die zehnminütige Ruhezeit lässt die Schichten etwas stabiler werden, sodass sich die Ofenpasta sauberer portionieren lässt.

Wie viele Fleischbällchen soll ich formen?

Aus der Masse entstehen etwa 20 bis 24 kleine Fleischbällchen. Eine möglichst gleichmäßige Größe unterstützt das gleichmäßige Bräunen und Durchgaren.

Aus unserer Küche

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