Pizza alla modenese

Pizza, Emilia-Romagna

Runde Pizza aus der Emilia-Romagna mit cremigem Kürbis, Mozzarella, Pancetta, Parmigiano Reggiano und Balsamico-Glasur.

Zum Rezept
Pizza alla modenese
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 22 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 23 Stunden
Gesamtzeit ca. 1 Tag 1 Std.
Menge 2 runde Pizzen mit je etwa 28 cm Durchmesser
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Pürieren und Mixen, Rösten und Ofenbraten, Schmelzen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die im Ofen geröstete Kürbiscreme bringt natürliche Süße und eine samtige Grundlage auf die Pizza.
  • Pancetta und Parmigiano Reggiano setzen kräftige, salzige und würzige Akzente.
  • Mozzarella verbindet die Beläge beim Backen, während die Balsamico-Glasur am Ende für Frische und Kontrast sorgt.

Die Pizza alla modenese verbindet luftig gegangenen Pizzateig mit cremiger Kürbisbasis, geschmolzenem Mozzarella und würziger Pancetta. Eine glatte Parmigiano-Creme sorgt für zusätzliche Tiefe, während die Crema all’Aceto Balsamico di Modena nach dem Backen eine fein süß-säuerliche Note ergänzt.

Die Pizza duftet nach geröstetem Kürbis, geschmolzenem Käse und würziger Pancetta. Der Rand ist kräftig gebräunt und außen leicht knusprig, während der Belag cremig, herzhaft und durch die Balsamico-Glasur fein süß-säuerlich wirkt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig und Fermentation

  1. Hefewasser und Mehl verbinden

    Die frische Hefe im kalten Wasser auflösen. Das Weizenmehl in die große Rührschüssel geben, das Hefewasser dazugießen und alles vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Die Schüssel abdecken und den Teig 15 Minuten ruhen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig mit dem Wasser verbunden; trockene Stellen sind nicht mehr sichtbar.

    • Der Teig muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht glatt sein.
    • Kein zusätzliches Mehl einarbeiten.
  2. Salz und Öl einkneten

    Salz und Olivenöl hinzufügen. Den Teig 8–10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. Bei Bedarf die Hände leicht anfeuchten, aber kein zusätzliches Mehl einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich dehnen, ohne sofort zu reißen.

    • Leicht angefeuchtete Hände helfen bei einem klebrigen Teig besser als zusätzliches Mehl.
    • Die Teigkonsistenz verbessert sich während der langen kalten Gare weiter.
  3. Teig teilen und kalt gehen lassen

    Den Teig abgedeckt 1 Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen. Anschließend in zwei gleich große Stücke teilen, zu glatten Kugeln formen und jeweils in eine leicht mit Olivenöl geölte, verschließbare Dose legen. Die Teigkugeln 18–24 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Teigkugeln sind sichtbar aufgegangen und lassen sich später vorsichtig aus den Dosen lösen.

    • Die Dosen nicht luftdicht unter Druck verschließen; der Teig braucht Raum zum Aufgehen.
    • Die beiden Teigkugeln möglichst gleich groß portionieren.

Kürbiscreme und Parmigiano-Creme

  1. Kürbis und Knoblauch rösten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Hokkaido-Kürbis in Würfel schneiden, mit Olivenöl vermengen und zusammen mit der ungeschälten Knoblauchzehe auf ein Backblech geben. Etwa 25 Minuten rösten.

    25 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Kürbiswürfel sind weich und an den Kanten leicht gebräunt.

    • Die Kürbiswürfel möglichst gleich groß schneiden, damit sie gleichzeitig weich werden.
    • Die Knoblauchzehe bleibt während des Röstens in ihrer Schale.

    Wichtig: Das Backblech und die Knoblauchzehe nach dem Rösten vorsichtig handhaben; sie sind sehr heiß.

  2. Kürbiscreme mixen

    Kürbis und Knoblauch aus dem Ofen nehmen. Die Knoblauchzehe aus der Schale drücken und zusammen mit dem gerösteten Kürbis, Salz und Wasser fein pürieren. Die Kürbiscreme vollständig abkühlen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kürbiscreme ist glatt und streichfähig, ohne größere Stücke.

    • Nur so viel Wasser verwenden, dass eine cremige, nicht flüssige Konsistenz entsteht.
    • Die Creme vor dem Belegen vollständig abkühlen lassen.

    Wichtig: Heiße Zutaten können beim Pürieren spritzen. Den Behälter nicht überfüllen und bei einem Standmixer vorsichtig arbeiten.

  3. Parmigiano-Creme zubereiten

    Die Sahne in einem kleinen Topf erwärmen, aber nicht kochen lassen. 50 g des fein geriebenen Parmigiano Reggiano nach und nach einrühren, bis eine glatte Creme entsteht. Den Topf vom Herd nehmen und die Creme lauwarm abkühlen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Creme ist glatt und der Käse vollständig eingearbeitet.

    • Die Sahne nur erwärmen, damit der Käse glatt schmilzt und die Creme nicht gerinnt.
    • Den Käse portionsweise einrühren.

Formen, Backen und Servieren

  1. Teig temperieren und Backofen vorheizen

    Die Teigkugeln 2 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Haushaltsbackofen mit umgedrehtem Backblech oder Pizzastahl auf der untersten Schiene mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bei Umluft 230 °C verwenden.

    250 °C

    Daran erkennst du es: Die Backfläche ist vollständig durchgeheizt und der Teig lässt sich weich und elastisch formen.

    • Die lange Vorheizzeit ist entscheidend für einen kräftig gebräunten Boden.
    • Während der Backofen aufheizt, können die Teigkugeln bei Raumtemperatur entspannen.

    Wichtig: Beim Einschieben der Pizza nicht an die heiße Backfläche oder die Ofenwände kommen.

  2. Pizzaboden formen

    Eine Teigkugel vorsichtig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche setzen und mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen drücken. Einen etwas dickeren Rand stehen lassen. Den Teig auf etwa 28 cm Durchmesser ziehen oder drücken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Boden ist rund, etwa 28 cm groß und besitzt einen leicht dickeren Rand.

    • Den Teig nicht mit einem Nudelholz entgasen.
    • Wenn er sich stark zusammenzieht, einige Minuten entspannen lassen und danach weiterformen.
  3. Pizza belegen

    Die Hälfte der abgekühlten Kürbiscreme dünn auf dem Teig verteilen. Die Hälfte der Mozzarella und der Pancetta daraufgeben. Etwa die Hälfte der lauwarmen Parmigiano-Creme in kleinen Klecksen darüber verteilen. Anschließend die zweite Pizza auf dieselbe Weise belegen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Belag ist gleichmäßig verteilt und der Rand bleibt frei.

    • Die Kürbiscreme nur dünn auftragen, damit der Boden knusprig backen kann.
    • Die Zutaten möglichst bis an den inneren Rand verteilen, aber den Rand selbst frei lassen.
  4. Pizza backen

    Die Pizza auf das vorgeheizte Backblech oder den Pizzastahl schieben und 10–12 Minuten backen. Der Rand soll kräftig gebräunt und der Boden durchgebacken sein. Die zweite Pizza auf dieselbe Weise backen.

    12 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist kräftig gebräunt und der Boden durchgebacken.

    • Die Backzeit kann je nach Ofen und verwendeter Backfläche leicht variieren.
    • Die zweite Pizza erst kurz vor dem Backen belegen, damit der Teig nicht durchweicht.

    Wichtig: Beim Einschieben und Herausnehmen hitzebeständige Handschuhe verwenden.

  5. Pizza vollenden und servieren

    Die fertigen Pizzen mit dem restlichen Parmigiano Reggiano bestreuen und jeweils mit etwas Crema all’Aceto Balsamico di Modena beträufeln. Kurz ruhen lassen, in Stücke schneiden und warm servieren.

    Daran erkennst du es: Der Käse ist auf der heißen Pizza leicht angeschmolzen und die Glasur gleichmäßig verteilt.

    • Die Balsamico-Glasur erst nach dem Backen auftragen, damit ihr frisches Aroma erhalten bleibt.
    • Die Pizza vor dem Schneiden kurz ruhen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Die lange kalte Gare einplanen: Der Teig geht zunächst 1 Stunde bei Raumtemperatur und anschließend 18–24 Stunden im Kühlschrank. Zwei Stunden vor dem Backen sollte er wieder Raumtemperatur annehmen.
  • Kürbiscreme vollständig abkühlen lassen: Die Kürbiscreme erst vollständig abkühlen lassen, bevor sie auf den Teig kommt. So bleibt der Teig formbar und wird durch den Belag nicht unnötig weich.
  • Backfläche gründlich vorheizen: Das umgedrehte Backblech oder der Pizzastahl muss mindestens 45 Minuten vorheizen. Die gespeicherte Hitze unterstützt einen durchgebackenen Boden und einen kräftig gebräunten Rand.

Zutatenwissen

Parmigiano Reggiano aufteilen

Von den 70 g Parmigiano Reggiano kommen 50 g in die warme Sahne für die Creme. Der restliche Käse wird nach dem Backen über die Pizza gestreut.

Mozzarella gut abtropfen lassen

Gut abgetropfter Mozzarella gibt beim Backen weniger Flüssigkeit ab und unterstützt einen knusprigeren Pizzaboden.

Balsamico-Glasur nach dem Backen verwenden

Die Crema all’Aceto Balsamico di Modena wird erst auf die fertige Pizza geträufelt. So bleibt ihre süß-säuerliche Note klar erkennbar.

Sinnvolle Alternativen

Länger gereifter Hartkäse

Die Pizza bleibt würzig, schmeckt aber meist etwas weniger komplex als mit Parmigiano Reggiano.

Den Hartkäse fein reiben und wie den Parmigiano Reggiano verwenden: 50 g für die Creme einsetzen und den Rest zum Bestreuen zurückbehalten.

Kurz eingekochter Aceto Balsamico di Modena

Die Alternative wird dünnflüssiger und deutlich säuerlicher als die fertige Crema.

Aceto Balsamico di Modena kurz einkochen, abkühlen lassen und die fertige Pizza damit beträufeln.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Pizzaboden wird trocken und schwer.

Die Hände bei Bedarf leicht anfeuchten und den Teig auf einer nur leicht bemehlten Fläche formen.

Den Teig beim nächsten Formen nicht weiter bemehlen; ein bereits trockener Boden lässt sich nur begrenzt ausgleichen.

Der Boden bleibt weich oder wird in der Mitte nicht knusprig.

Mozzarella gut abtropfen lassen und die Kürbiscreme dünn verteilen.

Die Pizza bei Bedarf einige Minuten länger backen, bis der Rand kräftig gebräunt und der Boden durchgebacken ist.

Der Rand bräunt kaum und der Boden bleibt blass.

Das umgedrehte Backblech oder den Pizzastahl mindestens 45 Minuten bei voller Temperatur vorheizen.

Die nächste Pizza erst einschieben, wenn die Backfläche wieder vollständig aufgeheizt ist.

Der Teig wird beim Belegen weich und lässt sich schwer handhaben.

Die Kürbiscreme vollständig abkühlen lassen, bevor die Pizza belegt wird.

Den belegten Teig sofort backen und die restliche Kürbiscreme vor der zweiten Pizza weiter abkühlen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Warm in Stücke geschnitten servieren: Die Pizza kurz ruhen lassen, mit Parmigiano Reggiano und Balsamico-Glasur vollenden, in Stücke schneiden und warm servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Teigkugeln können im Rahmen der vorgesehenen kalten Gare 18–24 Stunden vor dem Backen vorbereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zwei Stunden vor dem Backen bei Raumtemperatur entspannen lassen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Mozzarella, Sahne und Parmigiano Reggiano sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann der Teig auch kürzer gehen?

Die Rezeptur ist auf 18–24 Stunden im Kühlschrank plus 2 Stunden bei Raumtemperatur ausgelegt. Eine kürzere Gare verändert die Teigentwicklung und ist hier nicht näher angegeben.

Welches Mehl eignet sich für die Pizza?

Verwende Weizenmehl Type 550 oder italienisches Mehl Tipo 00. Beide sind im Rezept vorgesehen.

Was kann ich verwenden, wenn ich keine Balsamico-Glasur finde?

Aceto Balsamico di Modena kann kurz eingekocht werden. Die daraus entstehende Alternative ist dünnflüssiger und deutlich säuerlicher als eine fertige Crema.

Warum muss der Mozzarella gut abgetropft sein?

Gut abgetropfter Mozzarella gibt weniger Flüssigkeit ab und hilft dabei, den Pizzaboden knusprig zu halten.

Wie wird die Pancetta auf der Pizza verteilt?

Die Pancetta wird dünn geschnitten oder fein gewürfelt und jeweils zur Hälfte auf den beiden Pizzen verteilt.

Aus unserer Küche

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