Cipolle ripiene di magro

Gefülltes Gemüse aus dem Piemont

Weich vorgegarte Zwiebeln werden mit Mangold, eingeweichtem Weißbrot, Ei und Parmesan gefüllt und im Ofen goldbraun gratiniert.

Zum Rezept
Cipolle ripiene di magro aus dem Piemont
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 43 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 80 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gefüllte Einzel- und Hohlstücke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Getreide, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Binden, Gelieren und Stocken, Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kurze Vorkochen macht die Zwiebeln weich genug zum Aushöhlen, ohne dass ihre Hüllen zerfallen.
  • Mangold, eingeweichtes Brot und Ei ergeben eine saftige, schnittfeste Füllung.
  • Parmesan und Butter sorgen für Würze, Fettigkeit und eine goldbraune Oberfläche.
  • Die milden Zwiebeln geben beim Backen Süße an die herzhafte Füllung ab.

Cipolle ripiene di magro sind gefüllte Zwiebeln aus dem Piemont. Die milden Zwiebelhüllen werden vorgegart, ausgehöhlt und mit einer herzhaften Masse aus Mangold, Brot, Ei und Parmesan gefüllt. Heiß aus der Form serviert, ergibt das fleischlose Gericht ein eigenständiges, aromatisches Gemüsegericht.

Die Zwiebeln werden weich und saftig, während die Füllung im Inneren fest, locker und würzig wird. Oben schmilzt der Parmesan zu einer goldbraunen Kruste; Muskat und Petersilie setzen feine, warme Kräuternoten.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Brot einweichen und Zwiebeln vorbereiten

    Das Brot in die große Schüssel geben, mit der Milch übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Inzwischen die Zwiebeln schälen sowie Wurzelansatz und obere Spitze knapp abschneiden.

    10 Minuten
    • Die Zwiebeln erst nach dem Schälen weiter vorbereiten, damit die äußeren Schichten intakt bleiben.
  2. Zwiebeln vorgaren

    Einen großen Topf mit reichlich Wasser und 8 g Salz zum Kochen bringen. Die Zwiebeln hineingeben und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Mit dem Schaumlöffel herausheben und kurz abkühlen lassen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die äußere Schicht ist weich genug zum Abnehmen, die Zwiebeln behalten aber ihre Form.

    • Die Zwiebeln nicht länger als angegeben kochen, damit sie beim Aushöhlen nicht zerfallen.

    Wichtig: Beim Herausheben vorsichtig arbeiten, da Zwiebeln und Kochwasser sehr heiß sind.

  3. Zwiebeln aushöhlen

    Von jeder Zwiebel einen dünnen Deckel abschneiden. Das Innere mit dem kleinen Löffel herauslösen, dabei zwei bis drei äußere Schichten als stabile Hülle stehen lassen. Die ausgelöste Zwiebel und die abgeschnittenen Deckel fein hacken.

    Daran erkennst du es: Jede Zwiebelhülle steht stabil und ist innen weit genug für die Füllung ausgehöhlt.

    • Nicht bis zur äußersten Schicht auskratzen; eine stabile Zwiebelhülle verhindert, dass die Füllung ausläuft.
  4. Mangold und Butter vorbereiten

    Den Mangold waschen, die dicken Stiele fein schneiden und die Blätter in schmale Streifen teilen. 25 g Butter im kleinen Topf schmelzen und lauwarm abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig geschmolzen, aber nur noch lauwarm.

  5. Füllung mischen

    Eier, Mangold, gehackte Zwiebel, eingeweichtes Brot samt aufgesogener Milch, Petersilie, Muskatnuss, Pfeffer, 60 g Parmesan, 4 g Salz und die geschmolzene Butter gründlich vermengen.

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind gleichmäßig verteilt und die Masse ist feucht, aber zusammenhängend.

    • Die Milch nicht abgießen; das eingeweichte Brot samt aufgesogener Milch bindet die Füllung und hält sie saftig.
  6. Formen und füllen

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen. Eine ofenfeste Form mit 10 g Butter ausstreichen. Die Zwiebelhüllen hineinsetzen und mit der Füllung ausstreichen. Den restlichen Parmesan darübergeben und die übrigen 10 g Butter in kleinen Flöckchen darauf verteilen.

    180 °C
    • Die Füllung bis knapp unter den Rand verteilen, damit sie beim Backen nicht über die Zwiebelhüllen steigt.
  7. Backen und servieren

    Die Zwiebeln auf der mittleren Schiene 40 Minuten backen. Heiß aus der Form servieren.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Füllung ist fest und die Oberfläche goldbraun.

    • Während die Zwiebeln backen, kann die Servierfläche vorbereitet werden.

    Wichtig: Die Form vorsichtig aus dem Backofen nehmen und vor dem Servieren auf eine hitzefeste Unterlage stellen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zwiebeln nicht zu dünn aushöhlen: Zwei bis drei äußere Schichten als stabile Hülle stehen lassen. So behalten die Zwiebeln beim Füllen und Backen ihre Form.
  • Nur kurz vorkochen: Die Zwiebeln werden nur drei Minuten sprudelnd gekocht. Eine längere Kochzeit kann die äußeren Schichten zu weich machen.
  • Direkt aus der Form servieren: Die Zwiebeln schmecken am besten heiß, wenn die Füllung fest und die Parmesanoberfläche frisch gratiniert ist.

Zutatenwissen

Geeignete Zwiebelform

Flache gelbe Zwiebeln lassen sich besonders gleichmäßig füllen. Große milde gelbe Zwiebeln sind ebenfalls geeignet, ergeben aber etwas höhere Zwiebelhüllen.

Altbackenes Brot

Altbackenes Weißbrot ohne Rinde nimmt die Milch gut auf und verbindet sich mit Ei und Mangold zu einer formbaren Füllung.

Butter in drei Portionen

Die Butter wird getrennt für die Füllung, zum Ausstreichen der Form und als kleine Flöckchen auf der Oberfläche verwendet.

Sinnvolle Alternativen

Große milde gelbe Zwiebeln

Die Zwiebelhüllen werden etwas höher und runder; Geschmack und Zubereitungsprinzip bleiben erhalten.

Flache gelbe Zwiebeln durch große milde gelbe Zwiebeln ersetzen und beim Aushöhlen besonders auf stabile äußere Schichten achten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Zwiebelhüllen reißen beim Aushöhlen oder Füllen.

Die Kochzeit auf drei Minuten begrenzen und zwei bis drei äußere Schichten stehen lassen.

Gerissene Hüllen vorsichtig in der Form zusammensetzen und die Füllung kompakter einfüllen.

Die Füllung bleibt weich und läuft aus den Zwiebeln.

Das Brot zehn Minuten in der Milch quellen lassen und es samt aufgesogener Milch gründlich mit den übrigen Zutaten vermengen.

Die Zwiebeln etwas länger backen, bis die Füllung sichtbar fest ist.

Die Parmesanoberfläche wird dunkel, bevor die Füllung fest ist.

Die Zwiebeln auf der mittleren Schiene backen und die Temperaturangabe beachten.

Die Form locker mit Backpapier oder Aluminiumfolie abdecken und bis zum Festwerden weiterbacken.

Servieren und kombinieren

  • Heiß aus der Form: Die gefüllten Zwiebeln direkt nach dem Backen heiß aus der ofenfesten Form servieren, damit die Füllung fest und die Parmesanoberfläche goldbraun bleibt.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das verwendete Weißbrot ist ein glutenhaltiges Getreideprodukt.
  • Eier: enthält · Die Füllung enthält zwei Eier.
  • Milch: enthält · Milch, Butter und Parmesan sind Bestandteile des Rezepts.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Zwiebeln eignen sich für Cipolle ripiene di magro?

Am besten eignen sich große, flache gelbe Zwiebeln. Große milde gelbe Zwiebeln sind eine passende Alternative, ergeben aber etwas höhere Zwiebelhüllen.

Warum wird das Brot mit Milch eingeweicht?

Das altbackene Brot nimmt die Milch auf und verbindet sich später mit Ei, Mangold und Parmesan zu einer saftigen, festen Füllung.

Wie werden die gefüllten Zwiebeln serviert?

Die Zwiebeln werden heiß aus der Form serviert, sobald die Füllung fest und die Oberfläche goldbraun ist.

Aus unserer Küche

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