Borlottibohnen
Die getrockneten Bohnen werden vor dem Kochen 8–12 Stunden eingeweicht und anschließend gegart, bis sie weich sind.
Minestra mit getrockneter Pasta
Diese dichte Triester Minestra verbindet kurze getrocknete Pasta mit cremigen Borlottibohnen und einem leicht gebräunten Disfrito aus Olivenöl und Mehl.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pasta e fagioli alla triestina ist ein löffelbares, sättigendes Gericht aus Friaul-Julisch Venetien. Ein Teil der Borlottibohnen wird fein püriert, während die kurze Pasta direkt in der Bohnenbasis gart. Das charakteristische Disfrito aus Olivenöl und Weizenmehl sorgt für Bindung und einen warmen Röstton.
Sämig und löffelbar, mit cremiger Bohnenbasis, weichen ganzen Bohnen und kurzer Pasta. Das Disfrito bringt einen milden, warmen Röstgeschmack ein; schwarzer Pfeffer setzt einen würzigen Akzent.
Schritt für Schritt
Die Borlottibohnen in reichlich kaltem Wasser 8–12 Stunden in einer großen Schüssel einweichen. Anschließend abgießen und kurz abspülen.
Die eingeweichten Bohnen mit 2,2 l frischem Wasser, der halbierten Zwiebel, dem angedrückten Knoblauch und dem Lorbeerblatt in den großen Topf geben. Aufkochen und anschließend bei kleiner Hitze 60–90 Minuten sanft garen, bis die Bohnen weich sind. Erst dann 5 g Salz einrühren. Zwiebel, Knoblauch und Lorbeerblatt entfernen und den Kochsud aufbewahren.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.
Wichtig: Topf und Kochsud sind heiß; beim Entfernen der Aromaten vorsichtig arbeiten.
Etwa ein Drittel der gegarten Bohnen, rund 200 g, mit der Schaumkelle herausheben und beiseitestellen. Die übrigen Bohnen mit etwa 400 ml Kochsud fein pürieren. Die Bohnencreme zurück in den großen Topf geben.
Daran erkennst du es: Die Bohnencreme ist fein und möglichst glatt püriert.
Wichtig: Beim Pürieren heißer Flüssigkeit Spritzer vermeiden.
Das Olivenöl im kleinen Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Den Topf kurz vom Herd nehmen, das Mehl mit dem Schneebesen einrühren und den Topf wieder auf die Herdplatte stellen. Unter ständigem Rühren 8–10 Minuten garen, bis die Mischung haselnussbraun duftet.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist haselnussbraun und duftet warm-röstig.
Wichtig: Das heiße Öl-Mehl-Gemisch kann spritzen; langsam und vorsichtig rühren.
Nach und nach 500 ml heißen Bohnenkochsud in das Disfrito rühren. Die Mischung aufkochen und etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen, bis eine glatte, leicht gebundene Sauce entsteht. Anschließend die Sauce in die Bohnencreme rühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und leicht gebunden.
Wichtig: Den heißen Kochsud langsam einrühren, um Spritzer zu vermeiden.
Die Pasta direkt in die heiße Bohnenbasis geben und nach Packungsangabe, meist 8–11 Minuten, garen. Häufig umrühren. Falls die Minestra zu dick wird, portionsweise bis zu 300 ml heißes Wasser einrühren. Die Konsistenz soll sämig und löffelbar bleiben.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist gar, aber nicht zerfallen; die Minestra bleibt sämig und löffelbar.
Wichtig: Beim Umrühren der heißen, gebundenen Minestra auf Spritzer achten.
Die beiseitegestellten ganzen Bohnen unterheben und die Minestra mit den übrigen 5 g Salz sowie frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken. Den Topf vom Herd nehmen und das Gericht 10 Minuten ruhen lassen. Heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Minestra ist sämig, löffelbar und gleichmäßig abgeschmeckt.
Gut zu wissen
Die getrockneten Bohnen werden vor dem Kochen 8–12 Stunden eingeweicht und anschließend gegart, bis sie weich sind.
Olivenöl und Weizenmehl werden zu einer leicht gebräunten Bindung verarbeitet. Das Disfrito gibt der Bohnenbasis Körper und einen warmen Röstton.
Ditalini oder Sedanini passen gut, weil sie sich gleichmäßig in der dicken Bohnenbasis garen lassen.
Die Pastaform verändert Mundgefühl und mögliche Garzeit leicht, die sämige Grundstruktur bleibt erhalten.
Eine der beiden kurzen Pastaformen in gleicher Menge verwenden und die Garzeit nach der Packungsangabe richten.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze arbeiten und während der gesamten Röstzeit rühren.
Wenn die Mischung bereits bitter riecht oder verbrannt ist, ein neues Disfrito ansetzen.
Häufig umrühren und bei Bedarf portionsweise heißes Wasser ergänzen.
Etwas heißes Wasser einrühren und die Minestra kurz wieder erwärmen.
Die Bohnen weich garen und erst danach 5 g Salz einrühren.
Die Bohnen in der Flüssigkeit weiter sanft garen, bis sie sich leicht zerdrücken lassen.
Den Kochsud nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten.
Die Sauce kräftig glatt rühren und bei Bedarf durch ein Sieb geben, bevor sie in die Bohnencreme kommt.
Häufig gefragt
Disfrito ist hier eine leicht gebräunte Bindung aus Olivenöl und Weizenmehl. Sie wird mit heißem Bohnenkochsud zu einer glatten Sauce verrührt und anschließend in die Bohnenbasis gegeben.
Das Pürieren eines Teils der Bohnen macht die Minestra cremig, während die beiseitegestellten ganzen Bohnen für Biss und Struktur sorgen.
Kurze getrocknete Pasta wie Ditalini oder Sedanini passt besonders gut. Die Pasta gart direkt in der Bohnenbasis und sollte nach Packungsangabe gegart werden.
Wird die Minestra während des Pastagarens zu dick, portionsweise bis zu 300 ml heißes Wasser einrühren. Sie soll sämig und löffelbar bleiben.
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