Bruzzu finden
Bruzzu ist eine kräftig fermentierte Ricotta aus Schafmilch. Du findest ihn am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Käsegeschäften oder bei regionalen Spezialitätenhändlern.
Gefüllte Teigwaren aus dem Piemont
Große piemontesische Teigtaschen aus Ormea mit Kartoffel-Spinat- oder Mangoldfüllung, Lauch und kräftig fermentiertem Bruzzu. Der milchbasierte Teig wird ohne Ei zubereitet und auf der heißen Platte gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tultei con bruzzu verbinden einen elastischen Teig ohne Ei mit einer herzhaften Füllung aus Kartoffeln, Blattspinat oder Mangold und Lauch. Anders als gewöhnliche gefüllte Pasta werden die verschlossenen Teigtaschen nicht in Wasser gekocht, sondern portionsweise auf einer heißen Platte oder in einer schweren Pfanne gegart. Dazu passen eine cremige Lauchsauce mit Bruzzu und zusätzlicher Bruzzu zum Servieren.
Die Tultei haben eine elastische, an den Rändern leicht knusprige Teighülle und eine weiche, cremige Füllung. Die Kartoffeln wirken mild und erdig, das Blattgemüse bringt grüne Frische, während Lauch und Bruzzu für süßliche und kräftig fermentierte Aromen sorgen.
Schritt für Schritt
Mehl und das dafür vorgesehene Salz auf der Arbeitsfläche vermischen. Die Milch nach und nach zugießen, das Olivenöl dazugeben und alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch warm zerdrücken. Diese Arbeit kann während der Teigruhe erfolgen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich ohne Widerstand zerdrücken.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Wasserdampf achten.
Blattspinat oder Mangold gründlich waschen und in wenig Wasser 2 bis 3 Minuten zusammenfallen lassen. Das Gemüse sehr gut ausdrücken, fein hacken und unter die warmen Kartoffeln mischen.
Daran erkennst du es: Das Blattgemüse ist zusammengefallen und vollständig entwässert.
Den Lauch putzen, längs halbieren und fein schneiden. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, den Lauch bei mittlerer Hitze 5 Minuten weich dünsten und 150 ml Sahne angießen. Alles 8 Minuten sanft köcheln lassen. Zwei Drittel der Lauch-Sahne unter die Kartoffel-Gemüse-Mischung rühren und mit dem dafür vorgesehenen Salz abschmecken. Die Füllung 10 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Lauch ist weich, die Sauce sanft eingedickt und die Füllung formbar.
Wichtig: Die Lauch-Sahne nur sanft köcheln lassen und nicht stark sprudelnd kochen.
Den Teig portionsweise 2 bis 3 mm dünn ausrollen und in etwa 10 x 8 cm große Rechtecke schneiden. Jeweils einen gehäuften Esslöffel Füllung auf eine Hälfte setzen, die andere Teighälfte darüberlegen und die Ränder rundum fest andrücken. Die Tultei müssen vollständig verschlossen sein.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind rundum fest verbunden und enthalten keine offenen Stellen.
Die restliche Sahne-Lauch-Sauce erwärmen. 30 g Bruzzu darin unterrühren, ohne die Sauce stark kochen zu lassen. Den restlichen Bruzzu zum Servieren bereithalten.
Daran erkennst du es: Der Bruzzu ist in die warme Sauce eingearbeitet und die Sauce bleibt cremig.
Eine schwere gusseiserne Pfanne oder Grillplatte ohne zusätzliches Fett auf mittlere bis hohe Hitze bringen. Die Tultei portionsweise auflegen und pro Seite 3 bis 4 Minuten garen, bis der Teig goldbraune Stellen zeigt und fest ist. Die heißen Tultei mit der Bruzzu-Sauce und dem übrigen Bruzzu servieren.
Daran erkennst du es: Die Teighülle ist fest und zeigt auf beiden Seiten goldbraune Stellen.
Wichtig: Pfanne oder Grillplatte werden sehr heiß; beim Auflegen und Wenden vorsichtig arbeiten.
Gut zu wissen
Bruzzu ist eine kräftig fermentierte Ricotta aus Schafmilch. Du findest ihn am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Käsegeschäften oder bei regionalen Spezialitätenhändlern.
Von den 60 g Bruzzu kommen 30 g in die warme Lauch-Sahne-Sauce. Der restliche Bruzzu wird zum Servieren zurückgehalten.
Blattspinat oder Mangold nach dem Zusammenfallen sehr gründlich ausdrücken. Je weniger Wasser in der Füllung bleibt, desto leichter lassen sich die Tultei verschließen.
Die Sauce wird milder und weniger würzig als mit Bruzzu.
Bruzzu durch eine Mischung aus Ricotta und kräftigem Pecorino ersetzen. Die Mischung wie den Bruzzu auf Sauce und Servierportion aufteilen.
Blattgemüse sehr gut ausdrücken und die Füllung vor dem Formen 10 Minuten abkühlen lassen.
Etwas länger abkühlen lassen und die Füllung mit weniger Menge pro Teigrechteck verwenden.
Nur einen gehäuften Esslöffel Füllung verwenden und die Ränder rundum kräftig verschließen.
Offene Stellen vor dem Auflegen mit leicht angefeuchteten Fingern zusammendrücken.
Die Sauce nur erwärmen und den Bruzzu bei geringer Hitze unterrühren.
Die Sauce vom Herd nehmen und vorsichtig glatt rühren.
Die Tultei portionsweise mit etwas Abstand garen.
Die nächste Portion mit mehr Abstand auflegen und die Hitze bei Bedarf leicht anpassen.
Häufig gefragt
Bruzzu ist eine kräftig fermentierte Ricotta aus Schafmilch. Er gibt der Sauce und der fertigen Speise ein deutlich würziges, fermentiertes Aroma.
Eine Mischung aus Ricotta und kräftigem Pecorino eignet sich als Ersatz. Die Sauce wird dadurch milder und weniger würzig.
Ja. Die Zutatenliste sieht Blattspinat oder Mangold vor. Beide Varianten sollten nach dem Zusammenfallen sehr gründlich ausgedrückt und fein gehackt werden.
Sie werden auf einer heißen Platte oder in einer schweren Pfanne ohne zusätzliches Fett gegart. Dadurch erhält die Teighülle goldbraune Stellen und bleibt fest.
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