Pizza marinara

Neapolitanische Pizza ohne Käse

Puristische Pizza mit dünnem Hefeteig, passierten Tomaten, Knoblauch, Oregano und nativem Olivenöl extra – ganz ohne Käse.

Zum Rezept
Die klare Würze Kampaniens
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 21 Stunden
Gesamtzeit ca. 22 Stunden
Menge 2 Pizzen à 28–30 cm
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange kalte Teigführung entwickelt ein ausgewogenes Aroma und eine elastische, gut formbare Teigstruktur.
  • Das Ausziehen von Hand bewahrt die Luft im Rand und ergibt einen dünnen Boden mit lockerem Rand.
  • Der sparsame Belag verhindert, dass der Teig durch zu viel Flüssigkeit schwer wird.
  • Sehr starke Oberhitze und ein vorgeheizter Stein oder Stahl fördern einen aufgegangenen, gebräunten Rand.
  • Tomate, Knoblauch, Oregano und Olivenöl setzen klare aromatische Kontraste, ohne dass Käse die Würzung überdeckt.

Diese Pizza marinara lebt von wenigen, klaren Zutaten. Der lange, kühle Teigruheprozess sorgt für Aroma und einen luftigen Rand, während der dünne Tomatenbelag mit Knoblauch, Oregano und Olivenöl im sehr heißen Ofen intensiv duftet und saftig bleibt.

Dünner, leicht knuspriger Boden mit luftigem, gebräuntem Rand; darauf ein saftiger Tomatenfilm, aromatischer Knoblauch, würziger Oregano und fruchtiges Olivenöl.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig ansetzen

  1. Hefe und Mehl vermengen

    Die frische Hefe im kalten Wasser auflösen. Das Mehl dazugeben und alles vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Den Teig abgedeckt ruhen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig eingearbeitet; der Teig darf noch ungleichmäßig wirken.

    • Das Wasser bewusst kalt verwenden, damit die lange Teigführung kontrolliert bleibt.
  2. Salz einarbeiten und kneten

    Das Salz einarbeiten und den Teig 8–10 Minuten von Hand kneten, bis er glatt und elastisch ist. Zu einer Kugel formen und in eine leicht bemehlte Schüssel legen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zu einer straffen Kugel formen.

    • Nicht zusätzlich Mehl einarbeiten, solange der Teig nur leicht klebt.
  3. Teig reifen lassen

    Die Schüssel abdecken. Den Teig 1 Stunde bei Raumtemperatur anspringen lassen und anschließend für 16–18 Stunden in den Kühlschrank stellen.

    18 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der kalten Führung sichtbar aufgegangen und aromatisch gereift.

    • Die Schüssel gut abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.

Portionieren und vorbereiten

  1. Teiglinge formen

    Den Teig in 2 gleich große Portionen teilen und jeweils zu einer straffen Kugel formen. Die Teiglinge abgedeckt 2–3 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    2 Std. 30 Min.

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind entspannt und lassen sich ohne starkes Zurückspringen ausziehen.

    • Die Teiglinge mit ausreichend Abstand ablegen, damit sie nicht zusammenkleben.
  2. Belag und Ofen vorbereiten

    Während die Teiglinge ruhen, die Tomaten mit dem Salz verrühren. Den Knoblauch schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Den Backofen mit Pizzastahl oder Backstein mindestens 45 Minuten auf 250–280 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ohne Pizzastahl ein umgedrehtes Backblech mit aufheizen.

    45 Minuten 280 °C

    Daran erkennst du es: Backfläche und Ofen sind vollständig durchgeheizt.

    • Die Backfläche möglichst weit oben oder auf der stärksten vorgesehenen Position des Ofens platzieren.

    Wichtig: Pizzastahl, Backstein und Backblech werden sehr heiß; beim Einschieben vorsichtig arbeiten.

Formen und belegen

  1. Teig ausziehen

    Eine Teigkugel in Semola oder Mehl wenden und mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen drücken. Einen etwa 1,5 cm breiten Rand stehen lassen und den Teig auf 28–30 cm ausziehen. Nicht mit dem Nudelholz ausrollen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Boden ist dünn, der Rand bleibt deutlich dicker und luftig.

    • Den Rand nicht zusammendrücken, damit die eingeschlossene Luft erhalten bleibt.
  2. Pizzen belegen

    Die Hälfte der Tomaten dünn auf dem Teig verteilen. Knoblauchscheiben und die Hälfte des Oreganos daraufgeben, anschließend mit 15 ml Olivenöl beträufeln. Den zweiten Teigling ebenso ausziehen und belegen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Belag ist dünn und gleichmäßig verteilt; der Rand bleibt frei.

    • Den Belag nicht bis an den Rand streichen, damit die Kruste gut aufgehen kann.

Backen und servieren

  1. Pizzen backen

    Die erste Pizza auf den vorgeheizten Stein oder Stahl schieben und 7–10 Minuten backen. Bei Bedarf die Pizza nach der Hälfte der Backzeit drehen. Die zweite Pizza ebenso backen.

    10 Minuten 280 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist aufgegangen und gebräunt, der Boden durchgebacken und die Tomaten heiß.

    • Die zweite Pizza bis zum Einschieben auf dem Schieber oder einer bemehlten Fläche bereithalten.

    Wichtig: Beim Öffnen des sehr heißen Ofens und beim Herausnehmen der Pizza vorsichtig vorgehen.

  2. Sofort servieren

    Die Pizza marinara sofort in Stücke schneiden und heiß servieren.

    Daran erkennst du es: Die Pizza wird heiß und frisch aus dem Ofen serviert.

    • Für die zweite Pizza die gleiche Vorgehensweise wiederholen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kalte Teigführung: Die lange Kühlschrankgare ist ein zentraler Bestandteil des Rezepts. Sie verbessert Aroma und Teigstruktur, bevor die Teiglinge bei Raumtemperatur entspannt werden.
  • Rand erhalten: Beim Formen nur von der Mitte nach außen drücken und den Rand stehen lassen. So bleibt die Luft im Rand erhalten.
  • Backfläche vollständig vorheizen: Stein, Stahl oder umgedrehtes Backblech müssen mindestens 45 Minuten mit dem Ofen aufheizen, damit der dünne Boden beim Einschieben schnell backt.

Zutatenwissen

Mehlwahl

Type-00-Mehl oder backstarkes Weizenmehl eignet sich für den dünnen, elastischen Pizzateig.

Tomatenbasis

Passierte Tomaten oder fein zerdrückte geschälte Tomaten ergeben den dünnen, saftigen Belag.

Aromatischer Belag

Sehr dünn geschnittener Knoblauch und getrockneter Oregano verteilen ihr Aroma während der kurzen, heißen Backzeit gleichmäßig.

Sinnvolle Alternativen

Backstarkes Weizenmehl

Der Teig bleibt elastisch und eignet sich weiterhin zum dünnen Ausziehen.

Das Type-00-Mehl im gleichen Gewicht durch backstarkes Weizenmehl ersetzen.

Fein zerdrückte geschälte Tomaten

Der Belag kann etwas stückiger und saftiger ausfallen.

Die passierten Tomaten im gleichen Gewicht durch fein zerdrückte geschälte Tomaten ersetzen und mit dem Salz verrühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Boden wird dicht und schwer.

Den Teig nur leicht bemehlen und zum Formen Semola oder Mehl sparsam verwenden.

Überschüssiges Mehl vor dem Belegen vorsichtig abstreifen.

Der Rand geht kaum auf.

Nur mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen arbeiten und den Rand stehen lassen.

Der Boden bleibt blass oder weich.

Stein, Stahl oder umgedrehtes Backblech mindestens 45 Minuten bei 250–280 °C vorheizen.

Die Pizza bei Bedarf kurz weiterbacken, bis der Rand gebräunt und der Boden durchgebacken ist.

Die Pizza wird in der Mitte weich und schwer.

Die Tomaten nur dünn verteilen und den Rand frei lassen.

Die Pizza auf der heißen Backfläche weiterbacken, bis der Boden stabil ist.

Servieren und kombinieren

  • Heiß und frisch servieren: Die Pizza marinara direkt nach dem Backen in Stücke schneiden und heiß genießen, solange der Rand luftig und der Boden knusprig ist.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Teig bis zu etwa 21 Stunden vor dem Servieren ansetzen: zunächst bei Raumtemperatur anspringen lassen, anschließend kalt führen und vor dem Backen zu Teiglingen portionieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl und Semola rimacinata sind Bestandteile des Teigs.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Enthält die Pizza marinara Käse?

Nein. Der Belag besteht aus Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl und kommt ohne Käse aus.

Welche Ofentemperatur ist vorgesehen?

Die Pizza wird bei 250–280 °C Ober-/Unterhitze auf einem mindestens 45 Minuten vorgeheizten Pizzastahl, Backstein oder umgedrehten Backblech gebacken.

Kann der Teig mit dem Nudelholz ausgerollt werden?

Nein. Der Teig wird mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen gedrückt und von Hand auf 28–30 cm ausgezogen.

Wie lange wird jede Pizza gebacken?

Jede Pizza backt etwa 7–10 Minuten, bis der Rand aufgegangen und gebräunt ist.

Aus unserer Küche

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