Agone einkaufen
Agonefilets in Öl findest du am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Fischgeschäften oder bei spezialisierten Onlinehändlern.
Süßwasserfisch · Gardasee
Zarter Hecht aus dem Gardasee-Gebiet mit warmer Agonen-Kapern-Sauce und Polenta. Der gegarte Fisch wird entgrätet, mit Olivenöl, Agone, Kapern, Knoblauch, Petersilie und Essig überzogen und im Kühlschrank durchziehen gelassen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Luccio alla gardesana ist ein eigenständiges Gericht der Gardasee-Küche im Veneto. Gegarter Hecht wird von Hand entgrätet, mit einer warmen Sauce aus Olivenöl, Agone, Kapern, Knoblauch und Petersilie überzogen und anschließend gekühlt, damit sich die Aromen verbinden. Dazu passt cremige weiche oder später geröstete Polenta.
Zartes, saftiges Hechtfleisch trifft auf eine aromatische, leicht salzige Sauce mit feiner Säure, Kräuterfrische und dem herzhaften Geschmack von Agone. Die Polenta bringt eine milde Maisnote und je nach Zubereitung cremige Weichheit oder geröstete Knusprigkeit.
Schritt für Schritt
Karotte, Zwiebel und Sellerie grob zerteilen. Den Hecht in drei große Stücke teilen; Kopf und Schwanz in den großen Topf geben, das Mittelstück beiseitelegen. Wasser, Karotte, Zwiebel, Sellerie, eine Knoblauchzehe, zwei Lorbeerblätter, die halbe Zitrone, Weißweinessig, Salz und Pfefferkörner hinzufügen.
Den Sud aufkochen und 20 Minuten sanft köcheln lassen. Durch ein feines Sieb gießen und die Flüssigkeit wieder aufkochen.
Daran erkennst du es: Der Sud ist aromatisch und klar von den festen Bestandteilen getrennt.
Die Hechtstücke in den kochenden Sud legen und je nach Größe 15 bis 20 Minuten knapp unter dem Siedepunkt garen. Der Fisch ist fertig, wenn sich das Fleisch leicht von der Mittelgräte lösen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch löst sich leicht von der Mittelgräte.
Wichtig: Fisch vollständig garen; das Fleisch muss sich leicht von der Mittelgräte lösen.
Die Stücke vorsichtig herausheben und etwas abkühlen lassen. Haut und sämtliche Gräten sorgfältig entfernen. Das Fleisch in große, saftige Stücke teilen und in eine flache Form legen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist handwarm genug zum sicheren Entgräten und bleibt in großen Stücken zusammen.
Wichtig: Vor dem Servieren sämtliche Gräten sorgfältig entfernen.
Das Olivenöl mit der gehackten Knoblauchzehe und dem Lorbeerblatt bei mittlerer Hitze erwärmen. Agonefilets und Kapern einrühren und 3 bis 4 Minuten sanft garen, bis sich die Fischfilets weitgehend auflösen.
Daran erkennst du es: Die Agonefilets sind weitgehend aufgelöst und die Kapern aromatisch.
Den Weißweinessig zugießen und die Sauce 1 Minute weiterköcheln lassen. Vom Herd nehmen, das Lorbeerblatt entfernen und Petersilie sowie schwarzen Pfeffer einrühren.
Daran erkennst du es: Der Essig ist eingebunden, die Petersilie bleibt frisch und grün.
Die warme Sauce über den entgräteten Hecht verteilen. Die Form abdecken und den Fisch mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Fisch ist vollständig durchgekühlt und die Sauce hat sich mit dem Fleisch verbunden.
Wichtig: Den Fisch nach dem Übergießen abdecken und im Kühlschrank durchziehen lassen.
Für die Polenta das Wasser mit dem Salz aufkochen. Das Maismehl unter ständigem Rühren einrieseln lassen und die Hitze reduzieren. Die Polenta 40 bis 45 Minuten sanft garen und regelmäßig umrühren, bis sie weich und cremig ist.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist weich, cremig und ohne harte Maiskörnchen.
Wichtig: Beim Einrühren vorsichtig arbeiten, da heiße Polenta spritzen kann.
Den Luccio alla gardesana mit der weichen Polenta servieren. Wer eine festere Kruste bevorzugt, streicht die fertige Polenta dünn aus, lässt sie etwas abkühlen und röstet sie anschließend in einer heißen, leicht geölten Pfanne.
Daran erkennst du es: Die geröstete Polenta ist außen fest und leicht gebräunt.
Gut zu wissen
Agonefilets in Öl findest du am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Fischgeschäften oder bei spezialisierten Onlinehändlern.
Wenn Agonefilets nicht erhältlich sind, kann die Sauce mit Sardellenfilets in Öl zubereitet werden. Dadurch wird sie kräftiger und salziger.
Grobes Maismehl ergibt nach der langen, sanften Garzeit eine weiche, cremige Polenta, die sich auch dünn ausstreichen und rösten lässt.
Die Sauce wird kräftiger und salziger als mit Agone.
Die Sardellenfilets fein hacken und anstelle der Agonefilets im Olivenöl mit den Kapern sanft erwärmen, bis sie sich weitgehend auflösen.
Den Fisch knapp unter dem Siedepunkt garen und nur so lange erhitzen, bis sich das Fleisch leicht von der Mittelgräte löst.
Zerfallene Stücke vorsichtig in der Form verteilen und mit der Sauce bedecken; die Textur bleibt dann dennoch saftig.
Haut und sämtliche Gräten bei gutem Licht sorgfältig entfernen und das Fleisch erst danach teilen.
Das Olivenöl nur bei mittlerer Hitze erwärmen und die Zutaten sanft garen.
Bei leichter Überhitzung sofort vom Herd nehmen und nur den nicht angebrannten Teil weiterverwenden.
Das Maismehl unter ständigem Rühren langsam einrieseln lassen.
Die Polenta kräftig weiterrühren und bei Bedarf durch ein grobes Sieb streichen.
Die Polenta wird nicht weich serviert, sondern dünn ausgestrichen, abgekühlt und in der Pfanne geröstet. So entsteht ein knuspriger Kontrast zum zarten Fisch und zur aromatischen Sauce.
Den gegarten, entgräteten Hecht mit der warmen Sauce übergießen, abdecken und mindestens zwei Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.
Häufig gefragt
Ja. Verwende 50 g Sardellenfilets in Öl. Die Sauce wird dadurch kräftiger und salziger.
Beides ist möglich. Weiche Polenta passt cremig zum Fisch; für eine knusprige Variante die fertige Polenta dünn ausstreichen, abkühlen lassen und in einer heißen, leicht geölten Pfanne rösten.
Mindestens zwei Stunden im Kühlschrank, besser über Nacht. Dadurch verbinden sich die Sauce und der gegarte Hecht besonders gut.
Nach dem Garen lässt sich das Fleisch vorsichtig von der Mittelgräte lösen und anschließend in große Stücke teilen. Trotzdem müssen alle feinen Gräten sorgfältig entfernt werden.
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