Safran auswählen
Safranfäden oder Safranpulver verwenden, nicht beide Varianten gleichzeitig. Safranfäden duften meist klarer und wirken aromatischer; Safranpulver ist die praktische Alternative und färbt den Teig oft gleichmäßiger.
Sardisches Festtags-Hefebrot
Goldgelbes, süßes Hefebrot aus Mamoiada mit Semola, Weizenmehl und Safran. Der feste Teig wird zu zwei dekorierten Ringen geformt, gebacken und zum Schluss vorsichtig mit kochendem Wasser bepinselt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Su coccone ’in mele ist ein festliches sardisches Hefebrot aus Mamoiada. Safran färbt den festen, gut formbaren Teig goldgelb und verleiht ihm einen warmen Duft. In dieser unkomplizierten Hausversion entstehen zwei Ringbrote, die nach dem Backen in Scheiben geschnitten und vollständig ausgekühlt serviert werden.
Die Ringbrote schmecken mild süß und duften warm nach Safran. Die Kruste wird goldgelb und leicht glänzend, die Krume bleibt fest, feinporig und angenehm elastisch.
Schritt für Schritt
50 ml des Wassers im kleinen Topf erhitzen. Die gewählte Safranvariante darin auflösen und die Flüssigkeit auf lauwarm abkühlen lassen. Die frische Hefe in weiteren 80 ml Wasser verrühren. Semola, Weizenmehl und Zucker in der großen Schüssel mischen.
Daran erkennst du es: Safranwasser und Hefewasser sind lauwarm, nicht heiß.
Wichtig: Mit dem erhitzten Wasser vorsichtig umgehen und es vor dem Kontakt mit der Hefe auf lauwarme Temperatur abkühlen lassen.
Hefewasser, Safranwasser und das restliche Wasser zur Mehlmischung geben. Alles zunächst mit dem Kochlöffel vermengen, dann 8–10 Minuten kräftig kneten. Das Olivenöl nach und nach einarbeiten und weitere 5 Minuten kneten, bis ein glatter, fester und elastischer Teig entsteht.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und elastisch.
Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur etwa 90 Minuten gehen lassen. Er soll sichtbar aufgehen, muss sich aber nicht vollständig verdoppeln.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen, ohne zwingend das doppelte Volumen zu erreichen.
Den Teig halbieren und jedes Stück zu einem gleichmäßig dicken Strang von etwa 60–65 cm Länge rollen. Die Stränge zu Ringen legen und die Enden gut zusammendrücken. Beide Ringe auf das mit Backpapier belegte Blech setzen. Mit einer sauberen Küchenschere kleine Einschnitte in den äußeren Rand setzen oder die Oberfläche vorsichtig mit einem kleinen Messer dekorieren.
Daran erkennst du es: Beide Ringe sind geschlossen und gleichmäßig dick.
Wichtig: Beim Dekorieren mit Schere oder Messer vorsichtig arbeiten.
Die geformten Brote mit einem sauberen Tuch abdecken und weitere 45–60 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die zweite Gehzeit und das Vorheizen können gleichzeitig erfolgen.
Daran erkennst du es: Die Ringe sind erneut sichtbar aufgegangen und der Ofen vollständig vorgeheizt.
Wichtig: Das Backblech erst in den vollständig vorgeheizten Ofen geben.
Die Ringe auf der mittleren Schiene 25–30 Minuten backen, bis sie aufgegangen und goldgelb sind. In den letzten 3–5 Minuten die Oberfläche vorsichtig mit 1–2 Esslöffeln kochendem Wasser bepinseln und die Brote zum Trocknen zurück in den Ofen geben. So entsteht ein feiner Glanz.
Daran erkennst du es: Die Brote sind aufgegangen, goldgelb und nach dem kurzen Finish wieder trocken an der Oberfläche.
Wichtig: Beim Umgang mit kochendem Wasser und dem heißen Backblech vorsichtig arbeiten.
Die Brote 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen. Zum Servieren in Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Ringbrote sind vollständig ausgekühlt und lassen sich sauber in Scheiben schneiden.
Wichtig: Das Backblech und die Brote zunächst abkühlen lassen, bevor sie umgesetzt werden.
Gut zu wissen
Safranfäden oder Safranpulver verwenden, nicht beide Varianten gleichzeitig. Safranfäden duften meist klarer und wirken aromatischer; Safranpulver ist die praktische Alternative und färbt den Teig oft gleichmäßiger.
Die Kombination aus fein gemahlener Semola rimacinata und Weizenmehl Type 0 oder Type 405 bildet die feste, formbare Teigstruktur.
Praktische Alternative mit oft gleichmäßigerer Färbung und weniger nuanciertem Aroma.
Das Safranpulver in den vorgesehenen 50 ml Wasser auflösen und wie das Safranwasser verwenden.
Das Safranwasser ausdrücklich auf lauwarm abkühlen lassen und die Hefe nur in lauwarmem Wasser verrühren.
Wenn die Hefe noch nicht eingearbeitet ist, die Flüssigkeit abkühlen lassen. Bei bereits verarbeitetem Teig lässt sich die Hefewirkung nicht zuverlässig rückgängig machen.
Den Teig zunächst 8–10 Minuten kräftig kneten und das Olivenöl anschließend nach und nach einarbeiten.
Den Teig vor dem Formen noch einige Minuten weiterkneten und kurz entspannen lassen.
Die Enden sorgfältig verbinden und die Naht vor dem zweiten Gehen nach unten legen.
Eine aufgegangene Naht vorsichtig zusammendrücken, ohne den Ring stark zu entgasen.
Nur 1–2 Esslöffel verwenden und das Finish in den letzten 3–5 Minuten durchführen.
Die Brote einige Minuten länger im ausgeschalteten oder weiterhin warmen Ofen trocknen lassen, ohne sie zu stark nachzubräunen.
Häufig gefragt
Ja. Verwende entweder 0,3 g Safranfäden oder 0,4 g Safranpulver und löse die gewählte Variante in den vorgesehenen 50 ml Wasser auf.
Nein. Er soll nach etwa 90 Minuten sichtbar aufgegangen sein, muss sich aber nicht vollständig verdoppeln.
Das vorsichtige Bepinseln in den letzten 3–5 Minuten sorgt für einen feinen Glanz. Anschließend werden die Brote kurz zum Trocknen zurück in den Ofen gegeben.
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