Su coccone ’in mele

Sardisches Festtags-Hefebrot

Goldgelbes, süßes Hefebrot aus Mamoiada mit Semola, Weizenmehl und Safran. Der feste Teig wird zu zwei dekorierten Ringen geformt, gebacken und zum Schluss vorsichtig mit kochendem Wasser bepinselt.

Zum Rezept
Su coccone ’in mele aus Mamoiada
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 40 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 50 Min.
Menge 2 Ringbrote von je etwa 400–450 g
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass, Ritueller oder religiöser Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Kombination aus Semola rimacinata und Weizenmehl ergibt einen festen, elastischen Teig, der sich gut zu langen Strängen und Ringen formen lässt.
  • Safran wird in einem Teil des Wassers aufgelöst und verteilt sich dadurch gleichmäßig im Teig.
  • Die doppelte Gehzeit lockert das Hefebrot, während das kurze Bepinseln mit kochendem Wasser für einen feinen Glanz sorgt.

Su coccone ’in mele ist ein festliches sardisches Hefebrot aus Mamoiada. Safran färbt den festen, gut formbaren Teig goldgelb und verleiht ihm einen warmen Duft. In dieser unkomplizierten Hausversion entstehen zwei Ringbrote, die nach dem Backen in Scheiben geschnitten und vollständig ausgekühlt serviert werden.

Die Ringbrote schmecken mild süß und duften warm nach Safran. Die Kruste wird goldgelb und leicht glänzend, die Krume bleibt fest, feinporig und angenehm elastisch.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Safran und Hefe vorbereiten

    50 ml des Wassers im kleinen Topf erhitzen. Die gewählte Safranvariante darin auflösen und die Flüssigkeit auf lauwarm abkühlen lassen. Die frische Hefe in weiteren 80 ml Wasser verrühren. Semola, Weizenmehl und Zucker in der großen Schüssel mischen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Safranwasser und Hefewasser sind lauwarm, nicht heiß.

    • Nur eine der beiden Safranvarianten verwenden.
    • Das Safranwasser vor der Zugabe abkühlen lassen, damit die Hefe nicht durch Hitze beeinträchtigt wird.

    Wichtig: Mit dem erhitzten Wasser vorsichtig umgehen und es vor dem Kontakt mit der Hefe auf lauwarme Temperatur abkühlen lassen.

  2. Teig kneten

    Hefewasser, Safranwasser und das restliche Wasser zur Mehlmischung geben. Alles zunächst mit dem Kochlöffel vermengen, dann 8–10 Minuten kräftig kneten. Das Olivenöl nach und nach einarbeiten und weitere 5 Minuten kneten, bis ein glatter, fester und elastischer Teig entsteht.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und elastisch.

    • Das Öl erst nach und nach einarbeiten, damit es sich vollständig mit dem Teig verbindet.
    • Der Teig bleibt bewusst fester als ein weicher Kuchen- oder Pizzateig.
  3. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur etwa 90 Minuten gehen lassen. Er soll sichtbar aufgehen, muss sich aber nicht vollständig verdoppeln.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen, ohne zwingend das doppelte Volumen zu erreichen.

    • Die Schüssel zugfrei und bei gleichmäßiger Zimmertemperatur stehen lassen.
  4. Ringe formen und dekorieren

    Den Teig halbieren und jedes Stück zu einem gleichmäßig dicken Strang von etwa 60–65 cm Länge rollen. Die Stränge zu Ringen legen und die Enden gut zusammendrücken. Beide Ringe auf das mit Backpapier belegte Blech setzen. Mit einer sauberen Küchenschere kleine Einschnitte in den äußeren Rand setzen oder die Oberfläche vorsichtig mit einem kleinen Messer dekorieren.

    Daran erkennst du es: Beide Ringe sind geschlossen und gleichmäßig dick.

    • Die Enden gründlich zusammendrücken, damit sich die Ringe beim Gehen und Backen nicht öffnen.
    • Die Ringe mit Abstand auf dem Blech platzieren.

    Wichtig: Beim Dekorieren mit Schere oder Messer vorsichtig arbeiten.

  5. Zweite Gehzeit und Vorheizen

    Die geformten Brote mit einem sauberen Tuch abdecken und weitere 45–60 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die zweite Gehzeit und das Vorheizen können gleichzeitig erfolgen.

    60 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind erneut sichtbar aufgegangen und der Ofen vollständig vorgeheizt.

    • Den Ofen während der zweiten Gehzeit vorheizen, damit die Brote direkt gebacken werden können.

    Wichtig: Das Backblech erst in den vollständig vorgeheizten Ofen geben.

  6. Backen und bepinseln

    Die Ringe auf der mittleren Schiene 25–30 Minuten backen, bis sie aufgegangen und goldgelb sind. In den letzten 3–5 Minuten die Oberfläche vorsichtig mit 1–2 Esslöffeln kochendem Wasser bepinseln und die Brote zum Trocknen zurück in den Ofen geben. So entsteht ein feiner Glanz.

    30 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Brote sind aufgegangen, goldgelb und nach dem kurzen Finish wieder trocken an der Oberfläche.

    • Das Wasser nur dünn und vorsichtig auftragen.
    • Die traditionelle Technik des kurzen Eintauchens wird in dieser Hausversion durch das vorsichtigere Bepinseln ersetzt.

    Wichtig: Beim Umgang mit kochendem Wasser und dem heißen Backblech vorsichtig arbeiten.

  7. Abkühlen und servieren

    Die Brote 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen. Zum Servieren in Scheiben schneiden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Ringbrote sind vollständig ausgekühlt und lassen sich sauber in Scheiben schneiden.

    • Das vollständige Auskühlen auf dem Kuchengitter verhindert, dass die Krume durch eingeschlossene Wärme weich wird.

    Wichtig: Das Backblech und die Brote zunächst abkühlen lassen, bevor sie umgesetzt werden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Fester Teig ist beabsichtigt: Der Teig wird glatt, fest und elastisch geknetet. Er muss nicht weich oder klebrig wirken, damit er sich zu gleichmäßigen Strängen rollen lässt.
  • Sichtbares Aufgehen genügt: Bei der ersten Gehzeit muss sich der Teig nicht vollständig verdoppeln. Entscheidend ist, dass er sichtbar aufgeht.
  • Vorsichtiges Glanzfinish: Das Bepinseln mit kochendem Wasser erfolgt erst in den letzten 3–5 Minuten und ersetzt in dieser Hausversion das kurze Eintauchen der Oberfläche in heißes Wasser.

Zutatenwissen

Safran auswählen

Safranfäden oder Safranpulver verwenden, nicht beide Varianten gleichzeitig. Safranfäden duften meist klarer und wirken aromatischer; Safranpulver ist die praktische Alternative und färbt den Teig oft gleichmäßiger.

Mehlbasis

Die Kombination aus fein gemahlener Semola rimacinata und Weizenmehl Type 0 oder Type 405 bildet die feste, formbare Teigstruktur.

Sinnvolle Alternativen

Safranpulver

Praktische Alternative mit oft gleichmäßigerer Färbung und weniger nuanciertem Aroma.

Das Safranpulver in den vorgesehenen 50 ml Wasser auflösen und wie das Safranwasser verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig geht kaum auf.

Das Safranwasser ausdrücklich auf lauwarm abkühlen lassen und die Hefe nur in lauwarmem Wasser verrühren.

Wenn die Hefe noch nicht eingearbeitet ist, die Flüssigkeit abkühlen lassen. Bei bereits verarbeitetem Teig lässt sich die Hefewirkung nicht zuverlässig rückgängig machen.

Der Teig reißt beim Rollen oder wirkt ungleichmäßig.

Den Teig zunächst 8–10 Minuten kräftig kneten und das Olivenöl anschließend nach und nach einarbeiten.

Den Teig vor dem Formen noch einige Minuten weiterkneten und kurz entspannen lassen.

Die Ringform öffnet sich beim Gehen oder Backen.

Die Enden sorgfältig verbinden und die Naht vor dem zweiten Gehen nach unten legen.

Eine aufgegangene Naht vorsichtig zusammendrücken, ohne den Ring stark zu entgasen.

Die Oberfläche bleibt nach dem Backen feucht.

Nur 1–2 Esslöffel verwenden und das Finish in den letzten 3–5 Minuten durchführen.

Die Brote einige Minuten länger im ausgeschalteten oder weiterhin warmen Ofen trocknen lassen, ohne sie zu stark nachzubräunen.

Servieren und kombinieren

  • In Scheiben servieren: Das vollständig ausgekühlte Ringbrot in Scheiben schneiden und frisch servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Semola rimacinata und Weizenmehl stammen aus Weizen und enthalten Gluten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Safranfäden durch Safranpulver ersetzen?

Ja. Verwende entweder 0,3 g Safranfäden oder 0,4 g Safranpulver und löse die gewählte Variante in den vorgesehenen 50 ml Wasser auf.

Muss sich der Teig bei der ersten Gehzeit verdoppeln?

Nein. Er soll nach etwa 90 Minuten sichtbar aufgegangen sein, muss sich aber nicht vollständig verdoppeln.

Wozu wird die Oberfläche mit kochendem Wasser bepinselt?

Das vorsichtige Bepinseln in den letzten 3–5 Minuten sorgt für einen feinen Glanz. Anschließend werden die Brote kurz zum Trocknen zurück in den Ofen gegeben.

Aus unserer Küche

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