Ravioli dolci con ricotta e cannella

Süße gefüllte Pasta aus Latium

Süße, halbmondförmige Ravioli aus mürbem Teig mit cremiger Schafsricotta, Zimt, Zitronat und kandierter Orangenschale. Die gefüllten Teigtaschen werden im Ofen goldgelb gebacken und mit Puderzucker serviert.

Zum Rezept
Ravioli dolci con ricotta e cannella aus Latium
Vorbereitung 55 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 100 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 25 Min.
Menge Ravioli
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen, Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die trockene, gut abgetropfte Ricotta hält die Füllung beim Backen kompakt und verhindert, dass sie aus den Ravioli läuft.
  • Mürbeteig, Schafsricotta und Zucker bilden einen ausgewogenen Kontrast aus buttriger Hülle und cremig-frischer Füllung.
  • Zimt, Zitronat und kandierte Orangenschale geben der süßen Füllung Wärme und fruchtige Akzente.
  • Das Backen sorgt für eine goldgelbe Oberfläche und eine angenehm mürbe Textur ohne Frittieren.

Ravioli dolci con ricotta e cannella sind süße, gefüllte Teigtaschen aus der römischen Küche des Latiums. Eine mürbe Hülle trifft auf cremige Schafsricotta, Zimt und kandierte Zitrusschale. Diese Fassung wird im Ofen goldbraun gebacken und anschließend mit Puderzucker bestäubt.

Außen mürbe und goldgelb, innen cremig und weich. Schafsricotta schmeckt voll und leicht würzig, während Zimt, Zitronat und kandierte Orange warme, fruchtige Noten ergänzen. Der Puderzucker setzt einen feinen, süßen Abschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten

  1. Ricotta abtropfen lassen

    Die Ricotta in ein Sieb geben und mindestens 1 Stunde abtropfen lassen. Sie soll möglichst trocken sein, damit die Füllung später nicht aus den Ravioli läuft.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Ricotta ist deutlich fester und gibt kaum noch Flüssigkeit ab.

    • Die Ricotta während des Abtropfens kalt stellen, wenn die Raumtemperatur warm ist.
  2. Mürbeteig herstellen

    Mehl, Zucker, gemahlenen Zimt und Salz in einer Schüssel mischen. Butter und Schweineschmalz in Stückchen dazugeben und mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse reiben. Eigelb und Wasser hinzufügen und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und zusammenhängend, ohne lange bearbeitet worden zu sein.

    • Den Teig nur so lange kneten, bis er zusammenhält, damit er mürbe bleibt.
  3. Teig ruhen lassen und Füllung mischen

    Den Teig flach drücken, in Folie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Währenddessen die abgetropfte Ricotta mit Zucker, Eiern und Zimt verrühren. Zitronat und kandierte Orangenschale unterheben.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der Ruhezeit fester und lässt sich ausrollen; die Füllung ist gleichmäßig vermischt.

    • Die Füllung nicht lange aufschlagen, sondern nur gleichmäßig verrühren.

Ravioli formen

  1. Teig ausrollen und füllen

    Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 2 mm dünn ausrollen. Mit dem Ausstecher oder Glas Kreise von etwa 8 cm Durchmesser ausstechen. Jeweils einen gut gefüllten Teelöffel Ricottafüllung in die Mitte setzen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigkreise sind gleichmäßig dünn und die Füllung sitzt mittig mit ausreichend Rand zum Verschließen.

    • Den Rand rundum frei von Füllung halten, damit die Ravioli sicher verschlossen werden können.
  2. Verschließen und vorbereiten

    Das Ei verquirlen. Die Teigränder dünn damit bestreichen, jeden Kreis zu einem Halbmond zusammenklappen und die Ränder zuerst mit den Fingern, anschließend mit einer Gabel fest andrücken. Das Backblech mit Butter einfetten, die Ravioli darauflegen und die Oberseite mit dem restlichen Ei bestreichen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind rundum geschlossen und zeigen deutliche Gabelabdrücke; die Oberseite ist dünn mit Ei bestrichen.

    • Nicht zu viel Ei auf die Schnittkante geben, sonst können die Ränder beim Backen schlechter haften.

Backen und Servieren

  1. Goldgelb backen und bestäuben

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Ravioli 20 bis 25 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Anschließend 10 Minuten abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

    25 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Ravioli sind goldgelb und die Teighülle wirkt fest und mürbe.

    • Bei mehreren Blechen die Ravioli nacheinander backen, damit sie gleichmäßig bräunen.

    Wichtig: Das Backblech und die Ravioli nach dem Backen vorsichtig handhaben; das Blech ist sehr heiß.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ricotta gründlich abtropfen: Je trockener die Ricotta ist, desto stabiler bleibt die Füllung beim Formen und Backen. Sehr feuchte Ricotta kann die Teigränder aufweichen.
  • Teig rasch verarbeiten: Mürbeteig wird zarter, wenn Butter und Schweineschmalz nur kurz eingearbeitet werden und der Teig anschließend ausreichend kühlt.
  • Rand sauber halten: Füllung auf der Mitte des Kreises platzieren und den Rand frei lassen. So können die Halbmonde dicht verschlossen werden.
  • Vor dem Bestäuben abkühlen: Die Ravioli nach dem Backen kurz abkühlen lassen, damit die Füllung sich setzt und der Puderzucker nicht sofort schmilzt.

Zutatenwissen

Ricotta Romana aus Schafsmilch

Diese Ricotta ist am ehesten in italienischen Feinkostläden, an gut sortierten Käsetheken oder auf größeren Wochenmärkten erhältlich. Gut abgetropfte Schafsricotta ist eine passende Alternative und schmeckt meist etwas kräftiger als Ricotta aus Kuhmilch.

Kandierte Zitrusschale

Zitronat und kandierte Orangenschale stehen meist im Backzutatenregal oder sind in italienischen Feinkostläden erhältlich. Notfalls können beide Zutaten durch fein gewürfelte kandierte Zitrusschale ersetzt werden.

Sinnvolle Alternativen

Gut abgetropfte Ricotta aus Kuhmilch

Die Füllung wird meist milder und etwas weniger kräftig im Geschmack.

Ricotta aus Kuhmilch ebenso gründlich abtropfen lassen wie die Schafsricotta und anschließend unverändert verwenden.

Fein gewürfelte kandierte Zitrusschale

Das Zitrusaroma wird etwas weniger differenziert, bleibt aber fruchtig.

Zitronat und kandierte Orangenschale im gleichen Gesamtgewicht durch eine Mischung oder eine einzelne Sorte kandierter Zitrusschale ersetzen.

Butter

Der Teig wird buttriger und kann etwas weniger mürbe ausfallen.

Das Schweineschmalz durch 75 g zusätzliche Butter ersetzen. Die Butter weiterhin kalt verwenden und den Teig rasch verkneten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Füllung tritt beim Formen oder Backen aus.

Ricotta mindestens 1 Stunde abtropfen lassen und den Teigrand rundum frei von Füllung halten.

Aufgeplatzte Ravioli vorsichtig aus dem Ofen nehmen; für die übrigen Ravioli die Füllungsmenge reduzieren und die Ränder sorgfältiger verschließen.

Die Teighülle wird hart oder zäh.

Den Teig nur rasch glatt verkneten und die 30-minütige Kühlzeit einhalten.

Den Teig erneut kurz zusammendrücken und nochmals kühlen; bei bereits gebackenen Ravioli hilft nur eine kürzere weitere Backzeit beim nächsten Blech.

Die Ravioli gehen an den Rändern auf.

Die Ränder sauber halten, dünn mit Ei bestreichen und zuerst mit den Fingern, dann mit der Gabel verschließen.

Vor dem Backen offene Stellen erneut andrücken und mit etwas Ei versiegeln.

Die Ravioli werden zu dunkel, bevor die Teighülle durchgebacken ist.

Bei 180 °C Ober-/Unterhitze backen und die Ravioli gegen Ende beobachten.

Das Blech eine Schiene tiefer setzen und die Ravioli gegebenenfalls locker mit Backpapier abdecken.

Varianten

Variante mit mehr Zitrusaroma

Eine fruchtigere Füllung mit stärkerem Zitrusakzent.

Vegetarische Teighülle

Eine vegetarische Fassung ohne Schweineschmalz.

Mildere Ricotta-Füllung

Eine geschmacklich mildere Füllung mit Ricotta aus Kuhmilch.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Puderzucker: Die lauwarmen Ravioli großzügig mit Puderzucker bestäuben und als süßes Gebäck servieren.
  • Zu Kaffee oder Espresso: Die Ravioli passen gut zu Kaffee oder Espresso, deren herbe Noten die süße Ricottafüllung ausgleichen.
  • Lauwarm servieren: Nach der kurzen Abkühlzeit sind die Ravioli besonders angenehm: Die Hülle bleibt mürbe, während die Füllung noch weich und cremig ist.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Teig kann bis zu 24 Stunden im Kühlschrank ruhen. Auch die Ricottafüllung lässt sich abgedeckt vorbereiten. Vor dem Formen den Teig kurz temperieren lassen, bis er wieder ausrollbar ist.

Aufbewahren

Gebackene Ravioli vollständig abkühlen lassen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren kurz erwärmen oder auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Wegen Ricotta und Ei nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.

Aufwärmen

  • Backofen: Die Ravioli auf ein Blech legen und bei 160 °C kurz erwärmen, bis sie durchgehend warm sind. Nicht zu lange backen, damit die Hülle nicht austrocknet.
  • Zimmertemperatur: Die Ravioli etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Mehl Type 00 stammt aus Weizen und enthält Gluten.
  • Milch: enthält · Butter und Ricotta sind Milchprodukte.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eigelb und ganze Eier.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Ricotta aus Kuhmilch verwenden?

Ja. Gut abgetropfte Ricotta aus Kuhmilch ist eine passende Alternative, schmeckt jedoch meist milder als Ricotta aus Schafsmilch.

Was kann ich verwenden, wenn ich Zitronat oder kandierte Orangenschale nicht finde?

Beide Zutaten können durch insgesamt 60 g fein gewürfelte kandierte Zitrusschale ersetzt werden.

Wie wird das Rezept vegetarisch?

Das Schweineschmalz durch 75 g zusätzliche Butter ersetzen. Die Teighülle wird dadurch etwas buttriger und kann geringfügig weniger mürbe werden.

Warum muss die Ricotta abtropfen?

Trockene Ricotta hält die Füllung kompakt und verhindert, dass überschüssige Flüssigkeit die Teigränder aufweicht oder beim Backen aus den Ravioli läuft.

Aus unserer Küche

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