Gelato alla ricotta

Cremiges Gelato aus Latium

Cremiges italienisches Gelato aus dem Latium mit gut abgetropfter RicottaItalienisches Molkenprodukt mit feinkörniger, weicher Konsistenz und mildem Geschmack. Romana, Eigelb, Zucker und Rum. Die gekühlte Creme wird in der Eismaschine oder unter regelmäßigem Durchrühren im Gefrierfach gefroren.

Zum Rezept
Gelato alla ricotta aus Latium
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 18 Stunden
Gesamtzeit ca. 19 Std. 15 Min.
Menge Portionen Gelato
Gerichtsform und Gerichtsart Gefrorene Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Gefrieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das lange Abtropfen und zweimalige Durchstreichen macht die Ricotta besonders glatt und verhindert eine wässrige Creme.
  • Die pasteurisierte Eigelb-Zucker-Masse sorgt für Bindung, Cremigkeit und eine stabile Gelato-Struktur.
  • Das abschließende Nachfrieren festigt die Masse, während das Temperieren vor dem Servieren sie wieder gut portionierbar macht.

Gelato alla ricotta ist ein römisches Dessert aus dem Latium: mild, cremig und ganz von der frischen Ricotta geprägt. In dieser Fassung verbinden sich Ricotta Romana, Eigelb, Zucker und etwas Rum zu einer kühlen Spezialität zwischen klassischem Gelato und Semifreddo. Die Zubereitung gelingt mit Eismaschine ebenso wie im Gefrierfach; entscheidend ist, die Ricotta vorher gründlich abtropfen zu lassen.

Mild, sahnig und leicht körnig-fein von der Schafsricotta, mit einer kühlen, dichten Gelato-Konsistenz und einer dezenten Rumwärme.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ricotta abtropfen lassen

    Die Ricotta in ein feinmaschiges Sieb über eine Schüssel geben, abdecken und 6–12 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen. Danach die Ricotta mindestens zweimal durch das Sieb streichen, damit sie glatt und cremig wird.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Ricotta soll deutlich fester und frei von überschüssiger Flüssigkeit sein.

    • Das Abtropfen ist für eine cremige, nicht wässrige Gelato-Struktur entscheidend.

    Wichtig: Die Ricotta während des Abtropfens durchgehend gekühlt halten.

  2. Eigelbmasse erhitzen

    Eigelb und Zucker in der hitzefesten Schüssel verrühren. Die Schüssel über ein sanft siedendes Wasserbad setzen und die Masse unter ständigem Rühren auf 72–75 °C erhitzen. Sie soll hell, dicklich und leicht schaumig werden.

    10 Minuten 73.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Masse ist hell, dicklich und leicht schaumig.

    • Die Schüssel darf den Topfboden nicht berühren.
    • Ständig rühren, damit das Eigelb nicht an den Schüsselrändern stockt.

    Wichtig: Die Eigelbmasse kontrolliert erhitzen und nicht unbeaufsichtigt lassen.

  3. Rum einrühren und abkühlen

    Den Rum in die noch warme Eigelbmasse rühren. Anschließend 10–15 Minuten abkühlen lassen, bis die Masse nur noch lauwarm ist.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist nur noch lauwarm und nicht mehr heiß.

  4. Creme mischen und kühlen

    Die abgetropfte Ricotta in eine große Schüssel geben. Die Eigelbmasse portionsweise unterheben, bis eine gleichmäßige Creme entstanden ist. Die Creme abdecken und 2 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Creme ist vollständig durchgekühlt und gleichmäßig fest-cremig.

    • Die Eigelbmasse portionsweise einarbeiten, damit die Ricotta glatt bleibt.

    Wichtig: Die Creme bis zum Gefrieren gekühlt halten.

  5. Mit Eismaschine gefrieren

    Die kalte Masse in die laufende Eismaschine geben und je nach Gerät 25–30 Minuten gefrieren lassen. Das Gelato in einen flachen, gefriergeeigneten Behälter füllen und bei etwa -18 °C noch 1 Stunde nachfrieren lassen.

    90 Minuten -18 °C

    Daran erkennst du es: Das Gelato ist deutlich verdickt und lässt sich als weiche Masse in den Behälter füllen.

    • Die Eismaschine entsprechend den Herstellerangaben vorkühlen und befüllen.
  6. Ohne Eismaschine gefrieren

    Die kalte Masse in eine flache Metallschale füllen und bei etwa -18 °C einfrieren. Nach 45 Minuten kräftig durchrühren und die Masse wieder glattstreichen. Dies insgesamt viermal im Abstand von 45 Minuten wiederholen. Danach noch 1 Stunde fest werden lassen.

    5 Stunden -18 °C

    Daran erkennst du es: Die Masse wird nach jedem Durchrühren gleichmäßiger und am Ende fest, aber portionierbar.

    • Die Schale möglichst flach wählen, damit die Masse gleichmäßig gefriert.
  7. Temperieren und servieren

    Das Gelato vor dem Servieren 10–15 Minuten im Kühlschrank temperieren lassen. Mit einem stabilen Löffel oder Eisportionierer in sechs Portionen teilen und sofort servieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gelato lässt sich ohne starke Kraft portionieren, bleibt aber fest und kalt.

    • Kleine Schalen vor dem Portionieren vorkühlen, wenn das Gelato besonders fest gefroren ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ricotta gründlich abtropfen: Die Ricotta muss vor der Weiterverarbeitung deutlich Flüssigkeit verlieren. Eine zu feuchte Ricotta macht die Creme weicher und kann die Gelato-Struktur beeinträchtigen.
  • Zwei Gefriermethoden: Die Eismaschine liefert die gleichmäßigste Struktur. Ohne Eismaschine ist regelmäßiges kräftiges Durchrühren notwendig, damit sich weniger grobe Eiskristalle bilden.
  • Vor dem Servieren temperieren: Das kurze Temperieren im Kühlschrank erleichtert das Portionieren und verbessert die cremige Wahrnehmung beim Essen.

Zutatenwissen

Ricotta Romana DOP

Die frische Schafsricotta prägt den Geschmack des Desserts. Gut abgetropfte Ricotta aus Schafsmilch ist die naheliegendste Alternative, schmeckt meist kräftiger und verändert die regionale Anmutung leicht.

Rum dosieren

Der Rum wird in die noch warme Eigelbmasse eingerührt und gibt dem Gelato eine dezente aromatische Wärme.

Sinnvolle Alternativen

Gut abgetropfte Ricotta aus Schafsmilch

Der Geschmack wird meist etwas kräftiger; die regionale Anmutung verändert sich leicht.

Die Ricotta genauso 6–12 Stunden abtropfen lassen und anschließend mindestens zweimal durch ein Sieb streichen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Gelato bleibt weich oder wirkt wässrig.

Die Ricotta 6–12 Stunden gekühlt abtropfen lassen und mindestens zweimal durch das Sieb streichen.

Die fertige Masse länger nachfrieren lassen; eine wässrige Grundmasse lässt sich jedoch nur begrenzt korrigieren.

Die Eigelbmasse enthält feste Flocken.

Die Temperatur auf 72–75 °C begrenzen und während des gesamten Wasserbadschritts rühren.

Die Masse sofort durch ein feines Sieb geben; vollständig glatte Creme ist danach nicht garantiert.

Das Gelato wird grobkristallin.

Die Masse viermal im Abstand von 45 Minuten gründlich durchrühren und jeweils glattstreichen.

Vor dem Servieren kurz temperieren und kräftig durchrühren, sofern die Konsistenz dies zulässt.

Varianten

Gefrierfach-Variante ohne Eismaschine

Die gekühlte Creme wird in einer flachen Metallschale eingefroren und während des Gefrierens regelmäßig durchgerührt.

Servieren und kombinieren

  • Pur servieren: Das Gelato in kleinen gekühlten Schalen als eigenständiges Dessert servieren, damit die milde Ricotta und die feine Rum-Note im Mittelpunkt bleiben.
  • Mit Espresso kombinieren: Eine kleine Kugel oder Portion Gelato mit einem Espresso servieren. Die kräftige Röstnote des Kaffees setzt einen aromatischen Kontrast zur kühlen Ricotta-Creme.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Ricotta kann während der vorgesehenen 6–12 Stunden im Kühlschrank abtropfen. Auch die Creme sollte vor dem Gefrieren die vorgesehenen 2 Stunden gekühlt werden.

Einfrieren

Die Eismaschine liefert die gleichmäßigste Struktur. Bei der Gefrierfach-Variante verringert regelmäßiges kräftiges Durchrühren die Bildung grober Eiskristalle.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Ricotta ist ein Milchprodukt aus Schafsmilch.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält frische Eigelb.

Lebensmittelsicherheit

  • Eigelbmasse kontrolliert erhitzen: Die Eigelb-Zucker-Masse im Wasserbad unter ständigem Rühren auf 72–75 °C erhitzen und anschließend zügig weiterverarbeiten beziehungsweise kühlen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich gewöhnliche Ricotta statt Ricotta Romana verwenden?

Ja. Am besten eignet sich gut abgetropfte Ricotta aus Schafsmilch. Sie schmeckt meist etwas kräftiger und verändert die regionale Anmutung leicht.

Brauche ich eine Eismaschine?

Nein. Die Creme kann auch in einer flachen Metallschale bei etwa -18 °C gefroren werden. Dafür muss sie nach 45 Minuten und anschließend insgesamt viermal im Abstand von 45 Minuten kräftig durchgerührt werden.

Warum muss die Ricotta so lange abtropfen?

Durch das Abtropfen wird überschüssige Flüssigkeit entfernt. Dadurch wird die Creme dichter, glatter und weniger wässrig.

Wann lässt sich das Gelato am besten portionieren?

Vor dem Servieren 10–15 Minuten im Kühlschrank temperieren lassen. Dann bleibt es fest, lässt sich aber leichter mit einem stabilen Löffel oder Eisportionierer teilen.

Aus unserer Küche

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