Piada dei morti

Süßes Hefegebäck aus Emilia-Romagna

Flaches, süßes Hefegebäck aus der Romagna mit Rosinen, Walnüssen, MandelnGeschälte Samen von Kiefern mit mildem, leicht harzigem Nussaroma. und Pinienkernen. Die Hausversion ergibt zwei goldbraune, außen leicht knusprige und innen weiche Brote.

Zum Rezept
Piada dei morti aus der Romagna
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 25 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Std. 10 Min.
Menge Stücke; 2 flache Brote mit insgesamt etwa 10–12 Stücken
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote, Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Ritueller oder religiöser Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der kombinierte Hefeteig aus Weizenmehl, Milch, Eiern und Butter bleibt nach dem Backen weich und brotig.
  • Das lange Gehen verbessert die lockere Krume und gibt dem Gebäck Zeit, deutlich aufzugehen.
  • Rosinen, Zitronenschale und Anissamen bringen fruchtige, würzige Aromen in den Teig, während die Nüsse beim Backen rösten.
  • Die flache Form sorgt für eine ausgewogene Verbindung aus goldbrauner Oberfläche und weichem Inneren.

Die Piada dei morti ist ein flaches, süßes Hefegebäck mit einer aromatischen Mischung aus Rosinen, Nüssen, Zitronenschale und Anis. Diese Fassung ist ausdrücklich als vereinfachte Hausversion formuliert und verbindet einen weichen Hefeteig mit einem reichhaltigen Belag aus Walnüssen, Mandeln und Pinienkernen.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich, elastisch und brotig. Rosinen sorgen für fruchtige Süße, Anis und Zitrone für Würze und Frische, während Walnüsse, Mandeln und Pinienkerne aromatisch rösten.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rosinen einweichen und Nüsse hacken

    Die Rosinen mit heißem Wasser bedecken und 20 Minuten einweichen. Danach gut abgießen und sorgfältig trocken tupfen. Walnüsse und Mandeln grob hacken.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Rosinen sind weich und gut abgetropft.

    • Die Rosinen vor dem Einkneten möglichst trocken tupfen, damit der Teig nicht unnötig feucht wird.
  2. Hefe anrühren

    Die Hefe in 50 ml von der lauwarmen Milch mit 1 TL Zucker verrühren und 5–10 Minuten stehen lassen. Die Mischung soll sich leicht trüben und schaumig werden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Hefemischung wirkt leicht schaumig und trüb.

    • Die Milch nur lauwarm verwenden, damit die Hefe aktiv bleibt.
  3. Teig ansetzen und kneten

    Beide Mehlsorten mit dem restlichen Zucker und dem Salz mischen. Hefemischung, übrige Milch und die Eier dazugeben. Den Teig 5 Minuten langsam, anschließend 3–5 Minuten kräftiger kneten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist zusammenhängend und beginnt elastisch zu werden.

    • Beim Kneten zunächst langsam arbeiten, damit Mehl und Flüssigkeit nicht aus der Schüssel spritzen.
  4. Butter und Aromen einarbeiten

    Die weiche Butter in mehreren Portionen einarbeiten. Zitronenschale und Anissamen hinzufügen und weiterkneten, bis ein glatter, elastischer und noch leicht klebriger Teig entsteht.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und bleibt leicht klebrig.

    • Die Butter erst vollständig einarbeiten, bevor die nächste Portion dazukommt.
  5. Teig gehen lassen

    Den Teig abdecken und bei Raumtemperatur etwa 90 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.

    • Die Schüssel zugedeckt an einen zugfreien Ort stellen.
  6. Rosinen einarbeiten und Brote formen

    Die trockenen Rosinen in den Teig kneten. Den Teig halbieren, zwei Kugeln formen und auf mit Backpapier belegte Bleche setzen. Jede Kugel mit leicht geölten Händen zu einer flachen Scheibe von etwa 24 cm Durchmesser drücken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Zwei gleichmäßig flache Teigscheiben liegen auf den Blechen.

    • Die Teigscheiben nicht zu dünn ausrollen; sie sollen nach dem zweiten Gehen noch weich und brotig bleiben.
  7. Zweites Gehen und Ofen vorheizen

    Die Teigscheiben abdecken und weitere 60–90 Minuten gehen lassen, bis sie sichtbar aufgepolstert sind. Währenddessen den Backofen rechtzeitig auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    75 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Teigscheiben sind sichtbar aufgepolstert.

    • Das Vorheizen gegen Ende der zweiten Gehzeit beginnen, damit der Teig nicht unnötig lange wartet.
  8. Bestreichen und belegen

    Eigelb und Milch verrühren und die Teigoberflächen dünn damit bestreichen. Walnüsse, Mandeln und Pinienkerne darauf verteilen und leicht andrücken.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberflächen sind gleichmäßig bestrichen und die Nüsse haften leicht.

    • Den Belag nur leicht andrücken, damit die Teigoberfläche nicht zusammengedrückt wird.
  9. Piade backen

    Die Piade dei morti 25–30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Bei zwei Blechen nacheinander backen, damit die Hitze gleichmäßig wirkt.

    30 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberflächen sind goldbraun und der Belag ist leicht geröstet.

    • Bei zwei Blechen die zweite Piada erst nach dem ersten Backdurchgang einschieben, wenn die Hitze nicht gleichmäßig auf beide Bleche verteilt wird.
  10. Abkühlen und schneiden

    Die Gebäcke 15–20 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, anschließend auf ein Kuchengitter legen. Erst vollständig ausgekühlt in Stücke schneiden.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gebäcke sind vollständig ausgekühlt und lassen sich sauber schneiden.

    • Das vollständige Auskühlen stabilisiert die weiche Krume und erleichtert das Schneiden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Hefemischung beobachten: Die Hefemischung soll sich nach dem Stehen leicht trüben und schaumig werden. Bleibt sie völlig unverändert, kann die Hefe inaktiv sein.
  • Leicht klebriger Teig ist richtig: Der fertige Teig soll glatt und elastisch, aber noch leicht klebrig sein. Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten.
  • Zwei Bleche nacheinander backen: Wenn der Backofen zwei Bleche nicht gleichmäßig beheizt, die Piade nacheinander backen. So erhalten beide Gebäcke eine gleichmäßige goldbraune Oberfläche und der Belag röstet kontrolliert.

Zutatenwissen

Manitoba-Mehl

Das Manitoba-Mehl ergänzt das Weizenmehl Type 550 und unterstützt einen elastischen Hefeteig.

Rosinen gut trocknen

Nach dem Einweichen die Rosinen sorgfältig trocken tupfen, damit sie beim Einkneten keine überschüssige Flüssigkeit in den Teig bringen.

Nüsse erst vor dem Backen auflegen

Die Nüsse werden auf die bestrichenen Teigoberflächen verteilt und leicht angedrückt. So rösten sie an der Oberfläche und bleiben aromatisch.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hefe entwickelt kaum Aktivität und der Teig geht schlecht auf.

Die Milch nur lauwarm verwenden und die Hefemischung vor dem Weiterverarbeiten kurz stehen lassen.

Wenn die Hefemischung noch nicht in den Teig eingearbeitet wurde, eine neue Hefemischung mit lauwarmer Milch ansetzen.

Das fertige Gebäck wird kompakt oder trocken.

Den Teig ausreichend kneten und die leichte Klebrigkeit als gewünschte Konsistenz akzeptieren.

Bei bereits gebackenem, trockenem Gebäck die Stücke kurz vor dem Servieren mit einer feuchten Beilage oder einem Getränk kombinieren.

Der Teig wird an den Stellen mit Rosinen weich und ungleichmäßig.

Die Rosinen nach dem Einweichen gründlich abgießen und sorgfältig trocken tupfen.

Den Teig nicht weiter mit zusätzlicher Flüssigkeit bearbeiten; beim Formen nur sparsam Mehl verwenden.

Die Piade bleiben flach und die Krume wird dicht.

Auf das sichtbare Aufgehen beziehungsweise Aufpolstern des Teigs achten, nicht ausschließlich auf die Uhr.

Vor dem Backen die zweite Gehzeit verlängern, solange der Teig noch nicht im Ofen ist.

Varianten

Kräftigere Anisnote

Eine aromatischere Hausversion mit deutlicherem Anischarakter.

Besonders nussige Piada

Eine Variante mit stärker betontem Nussbelag.

Servieren und kombinieren

  • Zu Kaffee oder Tee: Die abgekühlten Stücke passen als süßes Hefegebäck zu Kaffee oder schwarzem Tee.
  • Zum Gedenktag der Verstorbenen: Die Piada dei morti kann im angegebenen kulturellen Kontext rund um den Gedenktag der Verstorbenen am 2. November serviert werden.
  • In kleinen Stücken servieren: Die flachen Brote nach dem vollständigen Auskühlen in kleine Stücke schneiden und als süßes Gebäck zum Teilen anbieten.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl ist eine ausdrücklich aufgeführte Zutat.
  • Milch: enthält · Milch und Butter sind ausdrücklich aufgeführt.
  • Eier: enthält · Eier und Eigelb sind ausdrücklich aufgeführt.
  • Schalenfrüchte (Walnüsse): enthält · Walnusskerne sind ausdrücklich aufgeführt.
  • Schalenfrüchte (Mandeln): enthält · Mandeln sind ausdrücklich aufgeführt.
  • Pinienkerne: uncertain · Pinienkerne sind enthalten; die allergenrechtliche Einordnung kann je nach Rechtsraum abweichen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie klebrig soll der Teig sein?

Der Teig soll glatt und elastisch, aber noch leicht klebrig sein. Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten.

Warum müssen die Rosinen trocken getupft werden?

So gelangt möglichst wenig zusätzliches Wasser in den Hefeteig und die Rosinen lassen sich gleichmäßig einkneten.

Kann ich beide Bleche gleichzeitig backen?

Nur wenn der Backofen beide Bleche gleichmäßig beheizt. Andernfalls die Piade nacheinander backen, wie in der Zubereitung angegeben.

Wann soll die Piada geschnitten werden?

Erst vollständig auskühlen lassen. Nach der Abkühlzeit lässt sich die weiche Krume sauberer in Stücke schneiden.

Aus unserer Küche

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