Focaccia di Susa

Süße Hefefocaccia aus dem Piemont

Süße, flache Hefefocaccia aus Susa im Piemont mit weicher, buttriger Krume und einer goldbraun karamellisierten Zuckerkruste.

Zum Rezept
Focaccia di Susa: süße Hefefocaccia aus dem Piemont
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 15 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Stunden
Menge Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Frühstück, Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die zweimalige Gehzeit entwickelt eine lockere, weiche Krume.
  • Butter und Ei machen den Hefeteig aromatisch und zart.
  • Der Zucker auf der Oberfläche karamellisiert beim Backen zu einer leicht knusprigen Kruste.
  • Das Backen in der Springform ergibt eine gleichmäßig runde, etwa 2 cm dicke Focaccia.

Focaccia di Susa ist ein regional verankertes süßes Hefebrot aus Susa im Piemont. Der weiche Teig geht zweimal auf und wird in einer 26-cm-Springform gebacken. So entsteht eine handliche Focaccia für Frühstück oder Merenda, die lauwarm ebenso gut schmeckt wie bei Raumtemperatur.

Innen weich und elastisch, buttrig und mild süß; außen goldbraun mit einer feinen, leicht knusprigen Zuckerkruste.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung und Backen

  1. Teig ansetzen

    Mehl und Trockenhefe in der großen Rührschüssel vermischen. Lauwarmes Wasser, Ei, 40 g Zucker und Salz dazugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten.

    Daran erkennst du es: Es soll ein weicher, zusammenhängender Teig entstehen.

  2. Butter einkneten

    Die weiche Butter in mehreren Portionen einarbeiten. Den Teig etwa 8 Minuten weiterkneten, bis er glatt, elastisch und noch leicht klebrig ist.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch, bleibt aber leicht klebrig.

    • Nicht zusätzlich viel Mehl einarbeiten; die weiche, leicht klebrige Teigkonsistenz ist beabsichtigt.
  3. Erste Gehzeit

    Die Schüssel abdecken und den Teig bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sich deutlich vergrößert.

    • Die Gehzeit kann je nach Raumtemperatur leicht variieren.
  4. Formen

    Die Springform mit 10 g Butter ausstreichen und mit 15 g Zucker ausstreuen. Den Teig in die Form geben und mit leicht eingefetteten Fingerspitzen zu einer etwa 2 cm dicken, runden Fläche drücken.

    Daran erkennst du es: Der Teig bedeckt den Boden der Form als gleichmäßige runde Fläche.

    • Den Teig vorsichtig ausbreiten, damit möglichst viel Luft aus der ersten Gehzeit erhalten bleibt.
  5. Zweite Gehzeit

    Die Form abdecken und den Teig nochmals etwa 1 Stunde ruhen lassen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig wirkt sichtbar aufgegangen und locker.

  6. Ofen vorheizen und bestreuen

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mit den Fingerspitzen flache Mulden in die Oberfläche drücken und den Zucker für die Oberfläche gleichmäßig darüberstreuen.

    200 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig eingedrückt und mit Zucker bedeckt.

    • Die Mulden nur flach eindrücken, damit die Oberfläche nicht zusammengedrückt wird.

    Wichtig: Beim Arbeiten mit dem vorgeheizten Backofen und der heißen Form vorsichtig vorgehen.

  7. Backen

    Die Focaccia 10 Minuten bei 200 °C backen. Die Temperatur auf 180 °C senken und weitere 15 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und der Zucker karamellisiert.

    25 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und der Zucker karamellisiert.

    • Die Temperatur nach den ersten 10 Minuten tatsächlich reduzieren, damit der Zucker nicht zu dunkel wird.

    Wichtig: Die Form und die Focaccia sind nach dem Backen sehr heiß.

  8. Abkühlen und servieren

    Die Focaccia 10 bis 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, vorsichtig lösen und lauwarm oder bei Raumtemperatur servieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Focaccia lässt sich vorsichtig aus der Form lösen und ist lauwarm oder vollständig abgekühlt servierbereit.

    • Die Focaccia erst nach der kurzen Abkühlzeit lösen, damit die karamellisierte Zuckerschicht nicht bricht.

    Wichtig: Vor dem Lösen kurz abkühlen lassen, da Form und Zuckerkruste heiß sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Weicher Teig: Der Teig bleibt nach dem Kneten leicht klebrig. Nicht mit zusätzlichem Mehl beschweren, sonst wird die Focaccia weniger weich.
  • Gehzeiten nach Teigentwicklung beurteilen: Die angegebenen Gehzeiten sind Richtwerte. Entscheidend ist, dass sich der Teig bei der ersten Gehzeit deutlich vergrößert und bei der zweiten Gehzeit sichtbar lockert.
  • Zuckerkruste beobachten: Die Oberfläche soll goldbraun werden und karamellisieren, aber nicht verbrennen. Deshalb wird die Temperatur nach den ersten 10 Minuten reduziert.

Zutatenwissen

Mehlwahl

Weizenmehl Type 0 oder Type 550 eignet sich für den weichen Hefeteig. Beide Varianten werden im Rezept gleich verwendet.

Buttertemperatur

Die Butter für den Teig soll weich, aber nicht geschmolzen sein. So lässt sie sich portionsweise einarbeiten und unterstützt die elastische Teigstruktur.

Zucker getrennt verwenden

Die drei Zuckerportionen haben unterschiedliche Aufgaben: 40 g kommen in den Teig, 15 g in die Form und 30 g auf die Oberfläche.

Sinnvolle Alternativen

Frische Hefe

Die Focaccia kann etwas hefiger und aromatisch runder schmecken; die Gehzeiten bleiben abhängig von der Teigentwicklung.

Die frische Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend mit den übrigen Teigzutaten vermischen.

Pflanzliche Backmargarine

Die Focaccia wird etwas weniger milchig-aromatisch; die Teigkonsistenz kann je nach Produkt leicht abweichen.

Eine feste, backgeeignete pflanzliche Margarine verwenden und in derselben Menge einsetzen. Die Zutatenliste der Margarine auf Milchbestandteile prüfen.

Weizenmehl Type 550

Die Focaccia bleibt weich und erhält eine etwas kräftigere Teigstruktur.

Das Mehl direkt in gleicher Menge verwenden und den Teig wie beschrieben zubereiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig wird fest und die fertige Focaccia trocken.

Die leichte Klebrigkeit des Teigs akzeptieren und zum Formen nur leicht eingefettete Fingerspitzen verwenden.

Wenn der Teig noch nicht gebacken ist, ihn mit leicht gefetteten Händen vorsichtig weiterverarbeiten und nicht weiter bemehlen.

Die Focaccia bleibt kompakt und geht im Ofen nur wenig auf.

Auf die sichtbare Vergrößerung und Lockerung des Teigs achten, nicht ausschließlich auf die Uhr.

Vor dem Backen eine zusätzliche kurze Gehzeit einplanen, bis der Teig sichtbar lockerer ist.

Die Zuckerkruste wird sehr dunkel oder bitter.

Nach 10 Minuten auf 180 °C senken und die Oberfläche gegen Ende beobachten.

Bei bereits dunkler Oberfläche die Focaccia sofort aus dem Ofen nehmen; eine verbrannte Zuckerkruste lässt sich nicht vollständig korrigieren.

Die Focaccia lässt sich schwer aus der Form lösen.

Die Form vollständig ausstreichen, mit Zucker ausstreuen und 10 bis 15 Minuten abkühlen lassen.

Den Rand vorsichtig mit einem dünnen Messer lösen und die Form langsam öffnen.

Varianten

Zitrusnote

Eine fein aromatisierte Variante mit Zitrusschale für ein frisches Aroma.

Weniger süße Oberfläche

Eine mildere Variante mit reduzierter Zuckerkruste.

Servieren und kombinieren

  • Zum Frühstück: Die Focaccia lauwarm oder bei Raumtemperatur in sechs Stücke teilen und als süßes Hefebrot zum Frühstück servieren.
  • Für die Merenda: Die Stücke eignen sich als handliche süße Zwischenmahlzeit am Nachmittag.
  • Lauwarm oder bei Raumtemperatur: Lauwarm ist die Butter besonders deutlich wahrnehmbar; bei Raumtemperatur tritt die karamellisierte Zuckerkruste stärker hervor.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Focaccia kann am selben Tag bis zu etwa 4 Stunden vor dem Servieren vollständig gebacken werden. Vor dem Servieren bei Bedarf kurz im warmen Ofen auffrischen.

Aufbewahren

Nach dem vollständigen Abkühlen luftdicht verpacken. Bei Raumtemperatur aufbewahren; für eine längere Aufbewahrung in den Kühlschrank geben.

Einfrieren

Die vollständig ausgekühlte Focaccia in Stücke teilen, gut verpacken und einfrieren.

Im geschlossenen Behälter bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen erwärmen.

Die Zuckerkruste kann nach dem Auftauen etwas weniger knusprig sein.

Aufwärmen

  • Backofen: Bei 160 °C Ober-/Unterhitze kurz erwärmen, bis die Focaccia lauwarm ist.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält ein Ei.
  • Milch: enthält · Die Butter ist ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Form eignet sich für die Focaccia di Susa?

Vorgesehen ist eine Springform mit 26 cm Durchmesser. Eine runde Backform ähnlicher Größe ist ebenfalls möglich, sofern sie ausreichend hoch für den aufgehenden Teig ist.

Kann die Focaccia di Susa bei Raumtemperatur serviert werden?

Ja. Sie schmeckt lauwarm ebenso wie bei Raumtemperatur.

Wie wird die Zuckerkruste gleichmäßig karamellisiert?

Den Zucker gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen und die Focaccia zunächst bei 200 °C, danach bei 180 °C backen. So bräunt die Kruste, ohne zu schnell zu verbrennen.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar