Trofie al pesto

Ligurische Frischpastaspezialität

Trofie al pesto sind kleine, gedrehte Hartweizennudeln aus Ligurien, die mit frisch im Mörser zubereitetem Basilikumpesto vermengt werden.

Zum Rezept
Ligurische Pasta, von Hand geformt
Vorbereitung 60 Minuten
Kochen / Backen 7 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 100 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Nüsse und Samen, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der feste Teig aus Semola ergibt eine charaktervolle, bissfeste Pasta.
  • Die gedrehte Form hält das frisch gemörserte Pesto an jeder Nudel besonders gut fest.
  • Käse, Pinienkerne, Basilikum und mildes Olivenöl verbinden sich zu einem aromatischen, ausgewogenen Pesto.

Trofie al pesto verbinden handgeformte ligurische Pasta mit dem Duft von Basilikum, Pinienkernen und geriebenem Käse. Die kurzen, gedrehten Nudeln nehmen das cremige Pesto besonders gut auf.

Die Trofie sind kompakt, leicht elastisch und angenehm bissfest. Das Pesto duftet intensiv nach frischem Basilikum und schmeckt würzig, nussig und cremig, mit einer milden Fruchtigkeit vom Olivenöl.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig herstellen und Trofie formen

  1. Teig kneten

    Hartweizenmehl und 4 g Salz auf der Arbeitsfläche mischen und zu einem kleinen Hügel formen. Das lauwarme Wasser nach und nach zugeben und einarbeiten. Den Teig etwa 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und eher fest ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und eher fest.

    • Das Wasser portionsweise einarbeiten, damit der Teig fest bleibt.
  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei Raumtemperatur 30 Minuten ruhen lassen. Während dieser Zeit lässt sich das Pesto zubereiten.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist nach der Ruhezeit entspannter und lässt sich leichter ausrollen.

    • Das Pesto kann während der Teigruhe zubereitet werden.
  3. Trofie formen

    Die Arbeitsfläche leicht mit Semola bestäuben. Den Teig in Portionen teilen und die gerade nicht benötigten Stücke abdecken. Jede Portion zu einem dünnen Strang von etwa 5 mm rollen und in kleine Stücke schneiden. Ein Stück unter dem Handballen schräg über die Fläche rollen, sodass eine kurze, gedrehte Nudel entsteht. Die fertigen Trofie locker auf der bestäubten Fläche ablegen.

    Daran erkennst du es: Die Nudeln sind kurz, gedreht und locker auf der bestäubten Fläche abgelegt.

    • Nicht benötigte Teigstücke abdecken, damit sie während des Formens nicht austrocknen.

Pesto zubereiten

  1. Pesto im Mörser herstellen

    Basilikumblätter kurz kalt abspülen und vollständig trocken tupfen. Knoblauch und grobes Salz im Mörser zerreiben, dann die Pinienkerne einarbeiten. Basilikum portionsweise zugeben und mit kreisenden Bewegungen zu einer Paste zerstoßen. Beide geriebenen Käse untermischen und das Olivenöl nach und nach einarbeiten.

    Daran erkennst du es: Das Pesto ist zu einer zusammenhängenden Paste verarbeitet.

    • Basilikum vor dem Mörsern vollständig trocken tupfen.

Pasta kochen und vermengen

  1. Trofie kochen

    Das Wasser in einem großen Topf aufkochen, 25 g Salz zugeben und die Trofie hineingeben. 5–7 Minuten kochen; ab Minute 5 probieren, denn die genaue Zeit hängt von Dicke und Feuchtigkeit der Nudeln ab. Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser zurückbehalten.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Trofie sind gar und bleiben angenehm bissfest.

    • Die Kochzeit an Dicke und Feuchtigkeit der handgeformten Nudeln anpassen.
  2. Mit Pesto vermengen

    Das Pesto in eine große Schüssel geben und zunächst 2 Esslöffel Kochwasser einrühren. Die abgetropften Trofie hinzufügen und gründlich vermengen. Falls das Pesto noch zu fest ist, schluckweise weiteres Kochwasser einarbeiten und sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Die Trofie sind gleichmäßig mit einer geschmeidigen Pestoschicht überzogen.

    • Das Kochwasser nach und nach zugeben, damit das Pesto cremig bleibt und nicht zu dünn wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kochwasser zurückbehalten: Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser sichern. Es macht das Pesto beim Vermengen geschmeidiger, falls es zunächst zu fest ist.
  • Zeitgleich arbeiten: Die Pesto-Zubereitung lässt sich während der 30-minütigen Teigruhe erledigen.
  • Sofort servieren: Die fertig vermengten Trofie direkt servieren, damit das Pesto seine cremige Konsistenz behält.

Zutatenwissen

Semola rimacinata

Fein gemahlenes Hartweizenmehl ist in italienischen Feinkostläden und teils in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Gröberer Hartweizengrieß ergibt einen etwas weniger glatten Teig.

Basilikum

Basilico Genovese DOP ist am ehesten in italienischen Feinkostläden oder auf gut sortierten Wochenmärkten erhältlich. Frisches kleinblättriges Basilikum ist eine passende Alternative, deren Aroma leicht abweichen kann.

Pecorino Fiore Sardo

Pecorino Fiore Sardo gibt dem Pesto eine kräftige Käsenote. Pecorino Romano ist eine kräftigere und salzigere Alternative; das Pesto danach erst beim Vermengen abschmecken.

Sinnvolle Alternativen

Grober Hartweizengrieß

Der Teig und die Oberfläche werden etwas weniger glatt.

Semola rimacinata im Teig und zum Bestäuben durch groben Hartweizengrieß ersetzen.

Frisches kleinblättriges Basilikum

Das Aroma kann leicht vom Basilico Genovese DOP abweichen.

Die Basilikumblätter wie im Rezept beschrieben kurz abspülen, vollständig trocken tupfen und portionsweise mörsern.

Pecorino Romano

Das Pesto wird kräftiger und salziger.

Pecorino Romano fein reiben und verwenden. Das Pesto erst nach dem Vermengen mit den Trofie abschmecken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Pesto wird wässrig oder verliert an Aroma.

Basilikum kurz kalt abspülen und vollständig trocken tupfen, bevor es in den Mörser kommt.

Das Pesto mit den geriebenen Käsen und etwas Olivenöl weiter vermengen; zusätzliches Kochwasser nur sehr sparsam verwenden.

Der Pastateig lässt sich schlecht formen und klebt stark.

Das lauwarme Wasser nach und nach zugeben und den Teig eher fest kneten.

Den Teig mit etwas Semola weiterbearbeiten und erneut kurz ruhen lassen.

Das Pesto haftet nicht gleichmäßig an den Trofie.

Vor dem Abgießen etwa 150 ml Kochwasser zurückbehalten und zunächst 2 Esslöffel unter das Pesto rühren.

Schluckweise weiteres Kochwasser einarbeiten, bis das Pesto geschmeidig ist.

Die Trofie werden weich und verlieren ihre Form.

Ab Minute 5 regelmäßig probieren und die Dicke sowie Feuchtigkeit der Nudeln berücksichtigen.

Die Nudeln sofort abgießen und direkt mit dem Pesto vermengen.

Servieren und kombinieren

  • Frisch und sofort servieren: Die mit Pesto vermengten Trofie direkt nach dem Einrühren des Kochwassers servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Semola rimacinata ist fein gemahlener Hartweizen.
  • Milch: enthält · Das Pesto enthält Parmigiano Reggiano und Pecorino Fiore Sardo.
  • Schalenfrüchte: enthält · Pinienkerne gehören zur Gruppe der Schalenfrüchte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was sind Trofie?

Trofie sind kleine, von Hand geformte und gedrehte Nudeln aus Hartweizenmehl. Die kurze, gewundene Form nimmt Saucen und Pesto besonders gut auf.

Wie dick soll der Teigstrang sein?

Die Teigportionen werden zu Strängen von etwa 5 mm gerollt, bevor sie in kleine Stücke geschnitten und unter dem Handballen gedreht werden.

Womit kann ich Pecorino Fiore Sardo ersetzen?

Pecorino Romano ist eine passende Alternative. Er ist kräftiger und salziger, deshalb sollte das Pesto erst nach dem Vermengen mit den Trofie abgeschmeckt werden.

Aus unserer Küche

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