Nur die gelbe Schale verwenden
Die weiße Schicht unter der Schale kann bitter schmecken. Deshalb die Zitrone nur fein und oberflächlich abreiben.
Warme Süßspeise aus der Lombardei
Ungefüllte lombardische Karnevalsfrittelle aus einem weichen Eierteig, die portionsweise frittiert, warm in Zimtzucker gewendet und direkt serviert werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tortelli di Carnevale sind kleine, goldbraun frittierte Süßgebäcke aus der Lombardei. Diese ungefüllte Fassung wird mit Zitrone und Vanille aromatisiert und nach dem Frittieren noch warm in Zimtzucker gewendet.
Außen goldbraun und zart knusprig, innen weich, luftig und leicht feucht. Butter, Vanille und Zitronenschale treffen auf den warmen Duft von Zimt und karamellisierendem Zucker.
Schritt für Schritt
Milch, Butter, 50 g Zucker, die Prise Salz und das Vanillemark in den hohen, breiten Topf geben. Unter Rühren erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist und die Milch gerade aufkocht.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig geschmolzen, die Milch beginnt gerade zu kochen.
Wichtig: Heiße Milch vorsichtig umrühren und den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.
Mehl und Backpulver in der kleinen Schüssel mischen. Die Mischung auf einmal in die heiße Milch geben und kräftig rühren. Die Masse 2–3 Minuten bei niedriger Hitze weiterbewegen, bis ein glatter Teig entsteht, der sich vom Topfboden löst.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und löst sich als kompakte Masse vom Topfboden.
Den Topf vom Herd nehmen und den Teig etwa 5 Minuten abkühlen lassen. Die Zitronenschale einrühren. Danach Eier und Eigelb einzeln unterarbeiten; das nächste Ei erst zugeben, wenn das vorherige vollständig aufgenommen ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, glänzend und schwer reißend vom Löffel fallend.
Das Öl in dem hohen, breiten Topf auf 160 °C erhitzen. Währenddessen Zucker und Zimt in der flachen Schale gründlich vermischen.
Daran erkennst du es: Das Öl hat 160 °C erreicht; die Zimt-Zucker-Mischung ist gleichmäßig vermengt.
Wichtig: Wasser vom heißen Öl fernhalten und den Topf nur bis zur sicheren Frittiertiefe füllen.
Mit zwei leicht geölten Teelöffeln walnussgroße Portionen vom Teig abstechen und vorsichtig ins Öl gleiten lassen. Pro Durchgang nur wenige Stücke frittieren, damit die Öltemperatur nicht zu stark fällt.
Daran erkennst du es: Die Teigportionen schwimmen frei und haben ausreichend Platz, sich zu vergrößern.
Wichtig: Teigportionen langsam und nah an der Öloberfläche einlegen, um Spritzer zu vermeiden.
Die Tortelli 4–5 Minuten frittieren und dabei mehrfach wenden, bis sie rundum goldbraun sind. Mit der Schaumkelle herausheben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Tortelli sind rundum goldbraun, aufgegangen und fühlen sich leicht an.
Wichtig: Die Schaumkelle langsam aus dem Öl heben und heißes Abtropföl zurück in den Topf laufen lassen.
Die noch warmen Tortelli in der Zimt-Zucker-Mischung wenden und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit Zimt-Zucker überzogen.
Gut zu wissen
Die weiße Schicht unter der Schale kann bitter schmecken. Deshalb die Zitrone nur fein und oberflächlich abreiben.
Ein neutrales, zum Frittieren geeignetes Öl lässt Butter, Vanille, Zitrone und Zimt klar hervortreten.
Das jeweils nächste Ei erst zugeben, wenn der Teig wieder glatt ist. So bleibt die Masse emulgiert und formbar.
Der Teig wird etwas weniger buttrig und kann geringfügig weicher werden.
Vollmilch im gleichen Volumen durch ungesüßten Haferdrink ersetzen. Die Konsistenz vor der Eizugabe prüfen.
Das Aroma wird etwas neutraler; die Teigstruktur bleibt ähnlich, wenn die Margarine backgeeignet ist.
Butter im gleichen Gewicht durch feste, backgeeignete pflanzliche Margarine ersetzen.
Das Vanillearoma wird etwas direkter und weniger rund als mit echter Schote.
Den Vanilleextrakt zusammen mit der Zitronenschale in den abgekühlten Teig geben.
Die Öltemperatur mit einem Thermometer kontrollieren und walnussgroße Portionen abstechen.
Temperatur reduzieren und die nächsten Stücke kleiner portionieren; bereits dunkle Stücke nicht weiterbräunen.
Nur wenige Stücke pro Durchgang frittieren und zwischen den Durchgängen die Temperatur abwarten.
Öl wieder auf 160 °C bringen und die restlichen Portionen in kleineren Durchgängen frittieren.
Den Teig vor der Zugabe der Eier etwa 5 Minuten abkühlen lassen.
Die Masse kräftig glatt rühren; bei stark gestockten Eiern lässt sich die ursprüngliche Textur nicht vollständig wiederherstellen.
Mit zwei Teelöffeln möglichst gleichmäßige, kleine Portionen formen.
Die Temperatur leicht reduzieren und kleinere Portionen verwenden; bereits frittierte Stücke bei Bedarf kurz nachgaren.
Eine aromatische Zitrusvariante mit Orangenschale statt Zitronenschale.
Mildere Version ohne Zimt, bei der die warmen Tortelli nur in Zucker gewendet werden.
Die Wendemischung wird zusätzlich mit etwas fein abgeriebener Zitronenschale aromatisiert.
Der Teig kann bis zu 2 Stunden vorher zubereitet und abgedeckt kühl gestellt werden. Vor dem Frittieren kurz temperieren und glatt rühren.
Am besten frisch servieren. Übrig gebliebene Tortelli nach dem Abkühlen abgedeckt lagern und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen; vor dem Lagern vollständig abkühlen lassen.
Das Frittiergebäck kann nach dem Auftauen an Knusprigkeit verlieren.
Häufig gefragt
Das Abbrennen bindet Mehl, Milch und Butter zu einer formbaren Masse. Dadurch behalten die kleinen Portionen beim Frittieren ihre Form und werden innen luftig.
Nur wenige Stücke pro Durchgang, sodass sie frei schwimmen und sich die Öltemperatur schnell wieder auf etwa 160 °C einpendelt.
Direkt nach dem kurzen Abtropfen, solange sie noch warm sind. Dann haftet die Mischung besonders gut.
Ja. Der Teig kann bis zu 2 Stunden vorher zubereitet, abgedeckt kühl gestellt und vor dem Frittieren wieder glatt gerührt werden.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …