Ganze Mandeln
Ganze blanchierte Mandeln geben der harten Torrone ihren charakteristischen Biss und sorgen für eine deutlich stückige Füllung.
Italienweit verbreitete Süßware
Harte italienische Torrone mit ganzen gerösteten Mandeln, Honig, Zuckersirup und Eiweiß. Die feste Masse wird zwischen Backoblaten geschichtet, über Nacht ausgehärtet und anschließend in etwa 20–24 Stücke geschnitten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese harte Torrone lebt vom Kontrast zwischen ganzen, gerösteten Mandeln und der zähen, glänzenden Eiweiß-Zucker-Masse. Honig und Zuckersirup werden getrennt auf ihre Zieltemperaturen gebracht, bevor sie mit dem aufgeschlagenen Eiweiß verbunden werden. Backoblaten halten die feste Süßware zusammen und erleichtern das Schneiden in saubere Stücke.
Die Torrone ist fest und knackig, mit ganzen Mandeln in einer zähen, leicht luftigen Honig-Zucker-Masse. Sie duftet geröstet und süß, schmeckt intensiv nach Honig und karamellisiertem Zucker und bricht beim Schneiden sauber in kompakte Stücke.
Schritt für Schritt
Die Form mit Backpapier auslegen. Eine Backoblate passend zuschneiden und auf den Boden legen. Die zweite Oblate für den späteren Abschluss bereithalten.
Die Mandeln auf einem Blech verteilen und bei 150 °C Ober-/Unterhitze 10–15 Minuten rösten, bis sie duften und leicht Farbe annehmen. Anschließend warm halten, damit die Masse beim Untermischen nicht zu schnell fest wird.
Daran erkennst du es: Die Mandeln duften deutlich und nehmen leicht Farbe an.
Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig aus dem Ofen nehmen.
Den Honig in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze auf 130 °C erwärmen. Parallel dazu Zucker und Wasser in einem zweiten Topf erhitzen. Sobald der Zucker vollständig gelöst ist, den Sirup ohne weiteres Rühren auf 145 °C bringen.
Daran erkennst du es: Der Honig erreicht 130 °C; der Zuckersirup ist klar, vollständig gelöst und erreicht 145 °C.
Wichtig: Heißer Honig und Zuckersirup verursachen schwere Verbrennungen. Nicht mit den Fingern prüfen und beim Umfüllen besonders vorsichtig arbeiten.
Während die Sirupe erhitzen, das Eiweiß in einer hitzefesten Rührschüssel steif schlagen. Den heißen Honig langsam am Schüsselrand entlang einlaufen lassen und dabei weiterrühren.
Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist steif und der eingearbeitete Honig verteilt sich gleichmäßig in der Masse.
Wichtig: Den heißen Honig langsam und kontrolliert einarbeiten, um Spritzer zu vermeiden.
Den Zuckersirup vorsichtig und in dünnem Strahl unter die Eiweißmasse rühren. Die Masse weitere 8–10 Minuten rühren, bis sie dick, glänzend und deutlich zäher geworden ist.
Daran erkennst du es: Die Masse ist dick, glänzend und deutlich zäher als die ursprüngliche Eiweißmasse.
Wichtig: Beim Eingießen des heißen Sirups Gesicht und Hände von möglichen Spritzern fernhalten.
Die warmen Mandeln mit einem stabilen Kochlöffel rasch unterheben. Nicht unnötig lange rühren, da die Masse beim Abkühlen schnell fest wird.
Daran erkennst du es: Die Mandeln sind gleichmäßig verteilt und vollständig von der Masse umhüllt.
Wichtig: Die Masse und die Mandeln sind weiterhin sehr heiß.
Die Torrone-Masse sofort auf die vorbereitete Oblate geben und mit einem leicht angefeuchteten Teigschaber gleichmäßig etwa 1,5–2 cm dick verstreichen. Die zweite Backoblate auflegen und vorsichtig andrücken.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist möglichst eben und die zweite Oblate liegt flächig auf.
Wichtig: Die noch heiße Torrone-Masse nicht mit den Händen berühren.
Die Form bei Raumtemperatur zunächst etwa 2 Stunden abkühlen lassen. Anschließend abgedeckt 8–12 Stunden ruhen lassen, bis die Torrone fest ist.
Daran erkennst du es: Die Torrone ist fest und lässt sich aus der Form lösen.
Die Torrone aus der Form lösen und mit einem großen, scharfen Messer in etwa 20–24 Stücke schneiden. Für saubere Schnitte das Messer zwischendurch mit einem warmen, feuchten Tuch abwischen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind kompakt und die Schnittflächen sauber.
Wichtig: Beim Schneiden eine stabile Unterlage verwenden und das Messer vom Körper weg führen.
Gut zu wissen
Ganze blanchierte Mandeln geben der harten Torrone ihren charakteristischen Biss und sorgen für eine deutlich stückige Füllung.
Die ungesüßten Oblaten bilden Boden und Deckel der Torrone-Masse. Sie sollten möglichst genau in die Form passen.
Für die Struktur der Masse ist die angegebene Eiweißmenge von etwa 60 g maßgeblich; die Zahl der Eier kann je nach Größe variieren.
Die Form kann sich ändern, der Geschmack bleibt weitgehend unverändert.
Backoblaten aus einer gut sortierten Backabteilung, einem italienischen Feinkostgeschäft oder dem Fachhandel verwenden und passend für die Form zuschneiden.
Die Temperatur mit einem Zuckerthermometer kontrollieren und den Sirup nach dem vollständigen Auflösen nicht mehr rühren.
Eine weiche Masse lässt sich nach dem Abkühlen nur eingeschränkt korrigieren; sie kann in kleinere Stücke geschnitten und gekühlt serviert werden.
Die Mandeln warm halten und direkt nach dem Aufschlagen der Masse unterheben.
Die Mandeln rasch unterheben und die Torrone sofort in die vorbereitete Form geben.
Die zweistufige Ruhezeit von zunächst etwa 2 Stunden und anschließend 8–12 Stunden einhalten.
Die Torrone länger ruhen lassen und erst danach erneut schneiden.
Häufig gefragt
Warme Mandeln kühlen die Torrone-Masse weniger stark ab und lassen sich deshalb gleichmäßiger einarbeiten, bevor die Masse fest wird.
Beide Komponenten erreichen unterschiedliche Zieltemperaturen: Der Honig wird auf 130 °C erwärmt, der Zuckersirup auf 145 °C gekocht. So entsteht die feste, zähe Struktur der Torrone.
Sie kühlt zunächst etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur ab und ruht anschließend abgedeckt weitere 8–12 Stunden, bis sie fest ist.
Die Masse ist dick, glänzend und zäh, die Mandeln sind gleichmäßig verteilt und die ausgehärtete Torrone lässt sich in kompakte Stücke schneiden.
Passende ungesüßte rechteckige Backoblaten sind die naheliegende Alternative. Sie verändern vor allem die Form, nicht den Geschmack.
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