Haselnüsse aus dem Piemont
Piemontesische Haselnüsse passen besonders gut zu diesem Torrone. Geröstete Haselnüsse aus dem deutschen Handel funktionieren ebenfalls, schmecken meist aber etwas weniger fein und nussig.
Torrone aus dem Piemont
Fester, honigsüßer Torrone mit gerösteten Haselnüssen, Orangenschale und Vanille zwischen zwei dünnen Backoblaten. Der Konfektansatz wird als rechteckige Riegel geschnitten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Im Piemont gehört Torrone di nocciole zu den Süßwaren, bei denen Haselnüsse den Charakter bestimmen. Zuhause entsteht daraus eine feste, aromatische Masse zwischen zwei dünnen Backoblaten – knusprig, honigsüß und gut portionierbar.
Die Riegel sind fest, leicht zäh und von gerösteten Haselnüssen geprägt. Die Backoblaten bringen einen feinen knusprigen Biss, während Honig, Orange und Vanille für eine warme, aromatische Süße sorgen.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 100 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und etwa 10 Minuten erwärmen. Sie sollen warm bleiben, damit die Torrone-Masse beim Unterheben nicht zu schnell fest wird.
Daran erkennst du es: Die Haselnüsse sind warm, aber nicht weiter stark gebräunt.
Die quadratische Form mit einer Backoblate auslegen. Falls die Oblate nicht genau passt, schneide sie passend zu. Die zweite Oblate für den Abschluss bereitlegen.
Daran erkennst du es: Der Boden ist vollständig mit einer Backoblate bedeckt.
Wichtig: Beim Zuschneiden der Oblate vorsichtig mit dem scharfen Messer arbeiten.
Den Honig in einem kleinen Topf vorsichtig auf 120 °C erhitzen. In einem zweiten Topf 300 g Zucker mit 90 ml Wasser verrühren und ohne weiteres Rühren auf 157 °C kochen. Beide Temperaturen mit dem Thermometer kontrollieren.
Daran erkennst du es: Honig und Zuckersirup haben jeweils die angegebene Temperatur erreicht.
Wichtig: Heißer Zucker und Honig verursachen schwere Verbrennungen. Nicht mit den Fingern prüfen und beim Umgießen besonders vorsichtig arbeiten.
Während Honig und Zuckersirup erhitzen, das Eiweiß in einer fettfreien Schüssel aufschlagen. Sobald es schaumig wird, die übrigen 15 g Zucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis eine glänzende, stabile Masse entsteht.
Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist glänzend und stabil aufgeschlagen.
Den heißen Honig vorsichtig am Schüsselrand in das Eiweiß laufen lassen und dabei weiter schlagen. Anschließend den Zuckersirup langsam einarbeiten. Die Masse weiter rühren, bis sie auf etwa 60 °C abgekühlt ist und deutlich zäher wird.
Daran erkennst du es: Die Masse ist deutlich zäher und auf etwa 60 °C abgekühlt.
Wichtig: Beim Einlaufenlassen den Schüsselrand nutzen und Hände sowie Gesicht vom heißen Zucker fernhalten.
Die warmen Haselnüsse, Orangenschale und Vanillemark rasch unterheben. Arbeite zügig, da die Masse jetzt schnell fester wird.
Daran erkennst du es: Haselnüsse und Aromen sind gleichmäßig in der zähen Masse verteilt.
Die Torrone-Masse auf der Oblate verteilen und mit einem leicht geölten Teigschaber gleichmäßig bis in die Ecken drücken. Die zweite Oblate auflegen und vorsichtig andrücken. Die Schicht sollte ungefähr 2 bis 2,5 cm hoch sein.
Daran erkennst du es: Die Masse liegt gleichmäßig in der Form und die obere Oblate haftet an.
Wichtig: Die Masse kann noch heiß sein. Beim Andrücken nicht mit bloßen Händen auf die Oberfläche drücken.
Den Torrone bei Raumtemperatur etwa 30 Minuten abkühlen lassen. Sobald die Masse fest, aber noch nicht vollständig hart ist, mit einem scharfen, leicht geölten Messer in etwa 24 Riegel schneiden.
Daran erkennst du es: Die Masse ist fest, aber noch nicht vollständig hart und lässt sich sauber schneiden.
Wichtig: Beim Schneiden stabilen Druck ausüben und das Messer nicht in Richtung der freien Hand führen.
Gut zu wissen
Piemontesische Haselnüsse passen besonders gut zu diesem Torrone. Geröstete Haselnüsse aus dem deutschen Handel funktionieren ebenfalls, schmecken meist aber etwas weniger fein und nussig.
Rechteckige Oblaten stehen häufig im Backregal oder sind in italienischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Runde Oblaten können passend zur Form zugeschnitten werden.
Der Torrone gelingt ebenfalls, schmeckt meist aber etwas weniger fein und nussig.
Die Haselnüsse wie im Rezept beschrieben warm halten und anschließend zügig unterheben.
Die Form der Oblaten ändert sich, der Geschmack bleibt weitgehend gleich.
Die runden Oblaten mit einem scharfen Messer passend für die 20 × 20 cm große Form zuschneiden.
Die Temperatur mit einem präzisen Thermometer kontrollieren und den Sirup ohne weiteres Rühren bis zur Zieltemperatur kochen.
Die Masse lässt sich nachträglich nur begrenzt retten. Falls sie noch warm und formbar ist, vollständig in der Form abkühlen lassen und in kleinere Stücke schneiden.
Die Haselnüsse im 100 °C warmen Backofen erwärmen und erst unmittelbar vor dem Unterheben herausnehmen.
Die Masse sofort in die vorbereitete Form geben und mit dem leicht geölten Teigschaber andrücken, auch wenn sie sich nicht mehr ganz glatt verteilen lässt.
Nach etwa 30 Minuten prüfen und schneiden, sobald die Masse fest, aber noch nicht vollständig hart ist.
Das Messer vorsichtig erwärmen und die Platte mit gleichmäßigem Druck in kleinere Stücke teilen.
Langsam am Schüsselrand einlaufen lassen und währenddessen kontinuierlich schlagen.
Häufig gefragt
Warme Haselnüsse kühlen die zähe Torrone-Masse weniger stark ab. Dadurch lässt sie sich leichter gleichmäßig in der Form verteilen.
Ja. Runde Oblaten können mit einem scharfen Messer passend für die 20 × 20 cm große Form zugeschnitten werden.
Nach etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur, wenn die Masse fest, aber noch nicht vollständig hart ist.
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