Eier vollständig trennen
Für einen stabilen Eischnee darf kein Eigelb in das Eiweiß gelangen. Die Eigelb werden separat für die Vanillecreme beziehungsweise die schaumige Biskuitmasse verwendet.
Gefüllte Pasticceria aus den Abruzzen
Dreizipflige, luftige Biskuitgebäcke aus Guardiagrele werden mit samtiger Vanillecreme gefüllt und großzügig mit Puderzucker bestäubt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Drei luftige Biskuitspitzen, zusammengebacken zu einer kleinen Pasticceria und mit samtiger Vanillecreme gefüllt: Die Sise delle monache leben vom Kontrast aus federleichtem Teig und feiner Creme. Das Gebäck wird zum Schluss großzügig mit Puderzucker bestäubt.
Außen leicht trocken und zart goldgelb, innen luftig und weich; die glatte Vanillecreme wirkt samtig, während Puderzucker und Zitrone für eine feine süße Frische sorgen.
Schritt für Schritt
Die Milch mit der Hälfte der Zitronenschale im Topf erhitzen, aber nicht aufkochen lassen. Eigelb, Zucker und Maisstärke in der Rührschüssel glatt verrühren. Die warme Milch unter ständigem Rühren langsam dazugießen, alles zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren eindicken lassen. Sobald die Creme deutlich andickt und kurz aufwallt, den Topf vom Herd nehmen und den Vanilleextrakt einrühren. Die Creme in die flache Schale geben, direkt mit Frischhaltefolie abdecken und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Creme ist deutlich angedickt und bedeckt den Schneebesen leicht.
Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen.
Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Salz anschlagen, nach und nach die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen und zu stabilem, glänzendem Schnee aufschlagen. Die Eigelb mit dem restlichen Zucker mehrere Minuten hell und schaumig schlagen. Die übrige Zitronenschale und den Vanilleextrakt unterrühren.
Daran erkennst du es: Der Eischnee steht stabil und glänzt; die Eigelbmasse ist hell und schaumig.
Ein Drittel des Eischnees vorsichtig unter die Eigelbmasse heben. Mehl und Kartoffelstärke gemeinsam sieben und abwechselnd mit dem restlichen Eischnee in zwei bis drei Portionen unterheben. Mit dem Teigschaber von unten nach oben arbeiten, damit möglichst viel Luft im Teig bleibt.
Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar; die Masse bleibt luftig und fällt nicht stark zusammen.
Den Teig in den Spritzbeutel füllen. Für jedes Gebäck drei dicht nebeneinanderliegende, aufrecht zulaufende Teighäufchen auf das vorbereitete Blech spritzen. Insgesamt sechs Dreiergruppen formen und zwischen den Gruppen ausreichend Abstand lassen.
Daran erkennst du es: Sechs klar getrennte Dreiergruppen mit aufrecht zulaufenden Spitzen sind geformt.
Das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Sise delle monache 20–25 Minuten backen. Die Ofentür in den ersten 15 Minuten geschlossen halten. Anschließend das Gebäck vollständig auf dem Kuchengitter abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Gebäck ist aufgegangen, trocken und nur leicht goldgelb.
Die abgekühlte Vanillecreme kurz glatt rühren und in einen sauberen Spritzbeutel füllen. An der Unterseite jedes Gebäcks zwei kleine Öffnungen einstechen und die Creme vorsichtig einfüllen, bis die drei Biskuitspitzen leicht gefüllt wirken.
Daran erkennst du es: Jedes Gebäck ist leicht gefüllt, ohne dass Creme an den Öffnungen austritt.
Die gefüllten Sise delle monache mit Puderzucker bestäuben und vor dem Servieren etwa 30 Minuten kühl ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Puderzucker liegt gleichmäßig auf dem Gebäck und die Füllung ist leicht gekühlt.
Gut zu wissen
Für einen stabilen Eischnee darf kein Eigelb in das Eiweiß gelangen. Die Eigelb werden separat für die Vanillecreme beziehungsweise die schaumige Biskuitmasse verwendet.
Die abgeriebene Schale einer Zitrone wird auf die Biskuitmasse und die Milch für die Vanillecreme verteilt. Nur die Schale verwenden, nicht den Saft.
Das gemeinsame Sieben mit dem Mehl verhindert Klümpchen und unterstützt eine gleichmäßige, leichte Biskuitmasse.
Das Biskuit kann etwas trockener und weniger zart werden.
Kartoffelstärke im gleichen Gewicht durch Maisstärke ersetzen und gemeinsam mit dem Mehl sieben.
Das Gebäck erhält ein runderes, süßeres Zitrusaroma.
Die Orangenschale fein abreiben und wie die Zitronenschale auf Biskuit und Creme verteilen.
Die Creme und der Biskuit können sichtbare Vanillepunkte erhalten.
Den Vanilleextrakt in gleicher Menge durch Vanillepaste ersetzen.
Eischnee und Mehl nur vorsichtig unterheben und die Ofentür während der ersten 15 Minuten geschlossen halten.
Flache Gebäcke vollständig abkühlen lassen und trotzdem mit Vanillecreme füllen; sie werden weniger hoch, bleiben aber servierbar.
Die Milch langsam unter ständigem Rühren einarbeiten und die Creme im Topf kontinuierlich rühren.
Die heiße Creme sofort durch ein feines Sieb streichen und anschließend direkt abdecken.
Nur kleine Öffnungen setzen und die Creme langsam sowie portionsweise einfüllen.
Risse mit etwas Creme verschließen und das Gebäck großzügig mit Puderzucker bestäuben.
Erst vollständig abkühlen lassen und möglichst kurz vor dem Servieren bestäuben.
Vor dem Servieren eine frische, dünne Schicht Puderzucker auftragen.
Eine aromatische Zitrusvariante mit Orangenschale statt Zitronenschale.
Die Vanillecreme wird nach dem Eindicken mit einem milden Kaffeearoma ergänzt.
Biskuitgebäcke und Vanillecreme können bis zu 12 Stunden vorher getrennt vorbereitet werden. Die Gebäcke luftdicht bei Raumtemperatur lagern, die Creme abgedeckt kühlen und erst kurz vor dem Servieren füllen.
Ungefüllte Gebäcke höchstens kurz bei Raumtemperatur aufbewahren. Gefüllte Sise delle monache abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2 Tagen verzehren.
Die Füllung enthält Ei und Milch; gefüllte Gebäcke nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Das empfindliche Biskuit und die Vanillecreme können beim Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Sise delle monache sind dreizipflige, gebackene Biskuitgebäcke aus Guardiagrele, die mit Vanillecreme gefüllt und mit Puderzucker bestäubt werden.
Die drei dicht nebeneinander gesetzten Häubchen bilden beim Backen ein charakteristisches, zusammenhängendes Gebäckstück.
Erst wenn Biskuit und Vanillecreme vollständig abgekühlt sind. So bleibt das Gebäck stabil und die Creme läuft nicht warm aus.
Bei 170 °C Ober-/Unterhitze benötigen sie etwa 20 bis 25 Minuten. Das Gebäck soll aufgegangen, trocken und nur leicht goldgelb sein.
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