Roggenmehl auswählen
Für den Teig kann Roggenmehl Type 1150 oder Roggenvollkornmehl verwendet werden. Das Mehl zum Arbeiten und Bestäuben sollte ebenfalls Roggenmehl sein.
Südtiroler Roggen-Fladenbrot
Dünne, sehr knusprige Roggenfladen aus Südtirol mit Fenchel und Kümmel. Der weiche Teig wird in Portionen geteilt, breitgeschüttelt oder rund gedrückt und trocken im Ofen gebacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Schüttelbrot gehört zur regionalen Brotkultur von Trentino-Südtirol. Roggen- und Weizenmehl sorgen für ein kräftiges Aroma und eine stabile, knusprige Struktur, während Fenchel und Kümmel die würzige Note prägen. Der weiche Teig wird nach dem Vorteig in Portionen geteilt, kreisförmig breitgeschüttelt und auf zwei Blechen ausgebacken.
Kräftig-würziges Roggenaroma mit deutlich wahrnehmbarem Fenchel und Kümmel. Die Fladen sind dünn, trocken und an den Rändern besonders knusprig.
Schritt für Schritt
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Bei Verwendung von Trockenhefe ebenfalls das Wasser mit der Hefe verrühren. Mit dem Roggenmehl zu einem weichen, klebrigen Brei verrühren. Abgedeckt 60 Minuten bei etwa 28–30 °C ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist weich und sichtbar belebt.
Den gesamten Vorteig mit dem restlichen Roggenmehl, Weizenmehl, lauwarmen Wasser, Salz, Fenchel und Kümmel in die Schüssel geben. Alles 8–10 Minuten zu einem gleichmäßigen, sehr weichen Teig vermengen. Roggenteig bleibt klebriger als Weizenteig und muss nicht glatt ausgeknetet werden.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermengt und sehr weich, aber nicht mehr trocken mehlig.
Die Schüssel abdecken und den Teig 15 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach der Ruhe etwas entspannter und lässt sich leichter teilen.
Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 Stücke von jeweils etwa 275 g teilen. Die Stücke locker rundwirken, mit einem Tuch abdecken und weitere 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigportionen sind locker geformt und lassen sich nach der Ruhe leichter ausbreiten.
Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Ein Teigstück auf eine gut mit Roggenmehl bestäubte Fläche legen. Für die typische Form das Brett vorsichtig kreisförmig schütteln, bis der Teig breitläuft. Alternativ den Teig mit feuchten Fingerspitzen zu einem runden Fladen von etwa 18–20 cm Durchmesser und 5–7 mm Dicke drücken. Vier Fladen auf das Blech legen.
Daran erkennst du es: Vier dünne, runde Fladen liegen gleichmäßig verteilt auf dem Blech.
Wichtig: Beim Schütteln das Brett sicher mit beiden Händen halten und den weichen Teig nicht zu nah an die Kante bringen.
Das erste Blech 25–30 Minuten backen, bis die Fladen fest, trocken und an den Rändern deutlich knusprig sind. Das zweite Blech ebenso backen. Je nach Ofen kann die Backzeit um einige Minuten variieren.
Daran erkennst du es: Die Fladen sind fest und trocken; die Ränder sind deutlich knusprig.
Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeignetem Hitzeschutz aus dem Ofen nehmen.
Die fertigen Fladen sofort auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen. Werden sie nach dem Abkühlen noch nicht knusprig genug, können sie bei 100 °C Ober-/Unterhitze weitere 10 Minuten nachtrocknen.
Daran erkennst du es: Die Fladen sind vollständig ausgekühlt und trocken-knusprig.
Wichtig: Auch nach dem Backen bleiben die Fladen und das Blech heiß; vor dem Anfassen vollständig abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Für den Teig kann Roggenmehl Type 1150 oder Roggenvollkornmehl verwendet werden. Das Mehl zum Arbeiten und Bestäuben sollte ebenfalls Roggenmehl sein.
Die Fenchelsaat wird leicht zerdrückt, damit ihr Aroma im Teig besser zur Geltung kommt. Der Kümmel wird direkt in den Hauptteig eingearbeitet.
Im Vorteig entweder 12 g frische Hefe oder 4 g Trockenhefe verwenden, nicht beide Varianten gleichzeitig.
Der Rezeptablauf bleibt auf einen Vorteig mit anschließenden Ruhezeiten ausgelegt.
Die 12 g frische Hefe durch 4 g Trockenhefe ersetzen und die Trockenhefe im lauwarmen Wasser verrühren.
Der Teig kann etwas kräftiger und klebriger wirken.
Das Roggenmehl Type 1150 in gleicher Menge durch Roggenvollkornmehl ersetzen und beim Formen nach Bedarf etwas mehr Mehl zum Arbeiten verwenden.
Den Teig nur 8–10 Minuten gleichmäßig vermengen. Eine klebrige, sehr weiche Konsistenz ist bei diesem Rezept normal.
Wenn der Teig bereits sehr weich und schmierig ist, ihn mit der vorgesehenen Ruhezeit entspannen lassen und beim Portionieren sparsam Roggenmehl verwenden.
Die Fladen auf etwa 5–7 mm Dicke und 18–20 cm Durchmesser ausformen.
Die Fladen bei 100 °C Ober-/Unterhitze weitere 10 Minuten nachtrocknen.
Arbeitsfläche und Brett gut mit Roggenmehl bestäuben und die Teigstücke vorsichtig bewegen.
Den Rand vorsichtig mit einer Teigkarte lösen, erneut leicht bemehlen und den Fladen behutsam auf das Backpapier setzen.
Häufig gefragt
Schüttelbrot ist ein dünner, knuspriger Roggenfladen. Der weiche Teig wird breitgeschüttelt oder rund gedrückt und anschließend trocken gebacken.
Das kreisförmige Schütteln auf einem bemehlten Brett hilft dabei, den weichen Teig breit und rund auszuformen. Alternativ lässt er sich mit feuchten Fingerspitzen zu einem Fladen drücken.
Die vollständig ausgekühlten Fladen bei 100 °C Ober-/Unterhitze weitere 10 Minuten nachtrocknen und anschließend erneut auskühlen lassen.
Ja. Das Roggenmehl Type 1150 kann in gleicher Menge durch Roggenvollkornmehl ersetzt werden. Der Teig kann dadurch etwas kräftiger und klebriger wirken.
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