Mostarda vicentina
Die Mostarda vicentina prägt die Füllung mit fruchtiger Süße und feiner Senfschärfe. In italienischen Feinkostgeschäften, gut sortierten Delikatessenabteilungen und gelegentlich im Onlinehandel ist sie am ehesten zu finden.
Süße gefüllte Pasta aus Venetien
Süße, gefüllte Halbmonde aus mürbem Teig mit würzig-fruchtiger Mostarda vicentina, im Ofen goldgelb gebacken und mit Puderzucker bestäubt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rufiòi vicentini sind süße, gefüllte Halbmonde aus dem Veneto. Diese Variante verbindet mürben Teig mit fein gehackter Mostarda vicentina und bringt die Gebäckstücke im Ofen statt im Wasserbad oder Fettbad goldgelb auf den Tisch.
Außen sind die Rufiòi mürbe und zart knusprig, innen fruchtig, süß und fein pikant. Zitronenabrieb hebt die Aromen an, während Puderzucker für einen milden, süßen Abschluss sorgt.
Schritt für Schritt
Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer Rührschüssel vermischen. Die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen zu feinen Streuseln verreiben.
Daran erkennst du es: Die Butter ist gleichmäßig in feine Streusel eingearbeitet.
Ei, Milch und Zitronenabrieb hinzufügen und alles rasch zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig flach drücken, abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und geschmeidig.
Die Mostarda vicentina fein hacken. Größere Fruchtstücke möglichst klein schneiden, damit die Teighüllen später dicht schließen.
Daran erkennst du es: Die Mostarda ist fein und gleichmäßig gehackt.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
Daran erkennst du es: Der Backofen ist vollständig vorgeheizt.
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 mm dünn ausrollen. Mit einem runden Ausstecher oder Glas Kreise von etwa 8 cm Durchmesser ausstechen.
Daran erkennst du es: Die Teigplatte ist gleichmäßig dünn und die Kreise sind sauber ausgestochen.
Jeweils etwa 1 gut gehäuften Teelöffel Mostarda in die Mitte eines Teigkreises setzen. Den Rand leicht mit Wasser befeuchten, den Kreis zu einem Halbmond zusammenklappen und die Kanten zuerst mit den Fingern, anschließend mit einer Gabel fest andrücken.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind rundum fest verschlossen und zeigen ein deutliches Gabelmuster.
Die Rufiòi mit etwas Abstand auf das vorbereitete Blech legen. Eigelb und Milch in einer kleinen Schüssel verrühren und die Teighalbmonde dünn damit bestreichen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist dünn und gleichmäßig mit der Eigelb-Milch-Mischung überzogen.
Die Rufiòi 15 bis 18 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Ränder goldgelb sind.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind goldgelb.
Die Rufiòi 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestäuben.
Daran erkennst du es: Die Rufiòi sind so weit abgekühlt, dass der Puderzucker auf der Oberfläche liegen bleibt.
Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig handhaben.
Gut zu wissen
Die Mostarda vicentina prägt die Füllung mit fruchtiger Süße und feiner Senfschärfe. In italienischen Feinkostgeschäften, gut sortierten Delikatessenabteilungen und gelegentlich im Onlinehandel ist sie am ehesten zu finden.
Für den Abrieb eine unbehandelte Zitrone wählen und nur die gelbe Schale abreiben, damit der Teig frisch und aromatisch bleibt.
Die Füllung kann je nach Frucht und Senfanteil milder, süßer oder schärfer schmecken.
Eine andere italienische Fruchtmostarda fein hacken und in derselben Funktion für die Füllung verwenden. Größere Fruchtstücke möglichst klein schneiden.
Größere Fruchtstücke klein schneiden und die Füllung mittig sowie mit Abstand zum Rand platzieren.
Überstehende Füllung vorsichtig entfernen und den Rand erneut befeuchten und fest andrücken.
Den Rand nur leicht befeuchten und zuerst mit den Fingern, anschließend mit einer Gabel verschließen.
Vor dem Backen offene Stellen nochmals fest zusammendrücken.
Die Teigplatte gleichmäßig dünn ausrollen und beim Ausstechen auf eine einheitliche Stärke achten.
Noch nicht gefüllte Teigreste erneut dünner ausrollen.
Ab Minute 15 auf die goldgelben Ränder achten und die Rufiòi bei passender Farbe herausnehmen.
Stark dunkle Stellen nach dem Abkühlen vorsichtig entfernen und mit Puderzucker bestäuben.
Die Rufiòi werden mit einer anderen italienischen Fruchtmostarda gefüllt und erhalten dadurch ein je nach Frucht und Senfanteil milderes, süßeres oder schärferes Aroma.
Häufig gefragt
Ja. Eine andere italienische Fruchtmostarda ist eine mögliche Alternative. Je nach Frucht und Senfanteil kann die Füllung milder, süßer oder schärfer schmecken.
Der Teig sollte etwa 2 mm dünn ausgerollt werden. So bleiben die Rufiòi zart und lassen sich trotzdem sicher verschließen.
Die Rufiòi sind fertig, wenn ihre Ränder nach 15 bis 18 Minuten goldgelb gebacken sind.
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