Gerstenmalzsirup
Der Gerstenmalzsirup bringt eine leicht malzige, runde Note und unterstützt die Bräunung der Kruste.
Emilia-Romagna · Regionales Brot
Pane esse ist ein krosses Brot aus der Emilia-Romagna mit langer Biga-Führung, Weizenmehl, etwas Schweineschmalz und einer charakteristischen S-Form. Der straffe Teig wird zu vier kleinen Broten geformt und zweistufig gebacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pane esse verbindet eine aromatische, lange Teigführung mit einer besonders knusprigen Kruste. Die Biga ruht über viele Stunden, bevor sie mit dem Hauptteig, Gerstenmalzsirup und weichem Schweineschmalz verknetet wird. Aus dem festen Teig entstehen vier kleine S-Brote, die auf einem Blech kräftig goldbraun gebacken werden.
Die Brote haben eine kräftig goldbraune, knusprige Kruste und eine zarte, aromatische Krume. Der Gerstenmalzsirup bringt eine leicht malzige Note, während das Schweineschmalz für ein rundes Aroma und eine mürbe Krustenstruktur sorgt.
Schritt für Schritt
Für die Biga das Weizenmehl Type 0 mit dem Wasser und der frischen Hefe nur so lange vermengen, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Die Mischung bleibt fest und unregelmäßig. Abdecken und 8 bis 12 Stunden bei etwa 18 bis 20 °C ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Biga ist fest und unregelmäßig, ohne trockene Mehlstellen.
Am nächsten Tag beide Mehlsorten für den Hauptteig in die große Schüssel geben. Die Biga in kleinen Stücken hinzufügen. Den Gerstenmalzsirup im Malzwasser verrühren. Das separate Wasser mit dem Salz mischen.
Daran erkennst du es: Die Biga ist in kleine Stücke geteilt und die beiden Flüssigkeiten sind vorbereitet.
Die frische Hefe im Malzwasser auflösen und alles 3 bis 4 Minuten langsam vermengen. Anschließend 6 bis 8 Minuten kneten, bis ein glatter, fester Teig entsteht.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und fest.
Das weiche Schweineschmalz portionsweise einkneten. Sobald der Teig wieder glatt ist, das Salzwasser nach und nach einarbeiten. Weitere 4 bis 5 Minuten kneten, bis der Teig elastisch ist und sich vom Schüsselrand löst.
Daran erkennst du es: Der Teig ist elastisch, glatt und löst sich vom Schüsselrand.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Nach 45 Minuten den Teig einmal von allen Seiten zur Mitte falten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist entspannt und nach dem Falten wieder geschlossen.
Den Teig in 4 gleich große Stücke von jeweils etwa 250 g teilen. Jedes Stück rundwirken, abdecken und 15 Minuten entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind rundgewirkt und lassen sich anschließend leichter ausrollen.
Jedes Teigstück zu einem etwa 35 bis 40 cm langen Strang rollen. Den Strang locker zu einem S formen und mit ausreichend Abstand auf das mit Backpapier belegte Blech legen.
Daran erkennst du es: Die Stränge sind gleichmäßig lang und die S-Formen bleiben locker und klar erkennbar.
Die Teiglinge abdecken und 60 bis 75 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Sie sollen sichtbar aufgegangen sein, aber ihre Form noch halten.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen, behalten aber noch ihre S-Form.
Den Backofen mit einem leeren Blech oder Backstein auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Blech mit den Teiglingen einschieben und zügig etwas Dampf erzeugen, zum Beispiel mit etwa 50 ml heißem Wasser im vorgeheizten leeren Blech.
Daran erkennst du es: Der Ofen und das leere Blech oder der Backstein sind vollständig vorgeheizt.
Wichtig: Beim Erzeugen von Dampf besteht Verbrühungsgefahr. Gesicht und Hände vom aufsteigenden Dampf fernhalten.
Die Brote 10 Minuten bei 230 °C backen. Dampf ablassen, die Temperatur auf 200 °C senken und weitere 18 bis 22 Minuten backen, bis die Oberfläche kräftig goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig goldbraun.
Wichtig: Beim Ablassen des Dampfes vorsichtig vorgehen und die Ofentür nicht direkt mit dem Gesicht davor öffnen.
Die Brote aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brote sind vollständig ausgekühlt und die Kruste bleibt trocken und knusprig.
Gut zu wissen
Der Gerstenmalzsirup bringt eine leicht malzige, runde Note und unterstützt die Bräunung der Kruste.
Das Schweineschmalz macht die Krume zart und die Kruste mürber. Es wird weich portionsweise in den bereits entwickelten Teig eingearbeitet.
Das Brot schmeckt etwas süßer und erhält weiterhin eine gute Bräunung.
Den Gerstenmalzsirup durch 8 g milden Honig ersetzen und den Honig wie im Rezept im Malzwasser verrühren.
Die Krume bleibt zart, das Aroma wird jedoch milchiger und weniger mürbe.
45 g weiche Butter anstelle des Schweineschmalzes portionsweise in den Teig einkneten.
Nur bis zum Verschwinden trockener Stellen vermengen; die feste, unregelmäßige Struktur beibehalten.
Die Biga weiterverwenden und im Hauptteig besonders auf eine gleichmäßige Vermengung achten.
Erst das Schweineschmalz vollständig einkneten, dann das Salzwasser nach und nach hinzufügen.
Den Teig weiterkneten, bis er wieder glatt und elastisch wird.
Die zweite Stückgare beenden, sobald die Teiglinge sichtbar aufgegangen sind, aber ihre Form noch halten.
Die Teiglinge vorsichtig in Form bringen und ohne weitere lange Ruhezeit backen.
Das leere Blech oder den Backstein vollständig vorheizen und direkt zu Beginn vorsichtig Dampf erzeugen.
Das Brot vollständig ausbacken; die Kruste wird dennoch kräftig, aber möglicherweise weniger voluminös.
Die Biga kann am Vorabend angesetzt und 8 bis 12 Stunden bei etwa 18 bis 20 °C ruhen gelassen werden. Am nächsten Tag den Hauptteig herstellen und die Brote wie beschrieben formen und backen.
Häufig gefragt
Die vorgesehene Ruhezeit beträgt 8 bis 12 Stunden bei etwa 18 bis 20 °C. Innerhalb dieses Bereichs kann die Biga am Vorabend angesetzt werden.
Ja. Im Rezept sind 8 g milder Honig als Ersatz vorgesehen. Das Brot schmeckt dadurch etwas süßer.
Ja. 45 g weiche Butter sind möglich. Die Krume bleibt zart, das Aroma wird aber milchiger und die Kruste weniger mürbe.
Die Teiglinge sollen sichtbar aufgegangen sein, aber ihre S-Form noch halten. Wenn sie stark auseinanderlaufen oder ihre Spannung verlieren, sind sie zu weit gegangen.
Der anfängliche Dampf unterstützt den Ofentrieb. Nach den ersten 10 Minuten wird er abgelassen, damit die Kruste kräftig goldbraun ausbacken kann.
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