Tipo-0-Mehl
Tipo 0 ist ein fein gemahlenes italienisches Weizenmehl. Als gut zugängliche Alternative eignet sich Type 550; die Krume wird dadurch etwas heller und milder.
Ligurischer Brotlaib
Rustikales ligurisches Fladenbrot aus einer Mischung von Tipo-1-, Tipo-0- und Vollkornweizenmehl. Der über Nacht geführte Vorteig, die flache Form und das Backen auf Weizenkleie geben den beiden Laiben eine kräftige Kruste und eine aromatische, lockere Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pane di Triora ist ein rustikaler Brotlaib aus Triora im ligurischen Valle Argentina. Die flache, breite Form, die kräftige Kruste und die mit Weizenkleie bestreute Backunterlage prägen seine charakteristische Anmutung. Diese Hausfassung arbeitet mit einer Dreimehlmischung, frischer Hefe und einem über Nacht gereiften Vorteig.
Die Laibe haben eine kräftig gebräunte, krachende Kruste mit trockener, körniger Kleieunterseite. Die Krume bleibt weich und leicht elastisch, mit vollmundigem Weizenaroma und einer angenehm rustikalen Textur.
Schritt für Schritt
Am Vorabend 300 g Weizenmehl Tipo 1, 210 ml Wasser und 2 g frische Hefe in der großen Schüssel verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Die Schüssel abdecken und den Vorteig 10–12 Stunden bei etwa 18–20 °C stehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist sichtbar aufgegangen und aromatisch.
Am nächsten Tag die übrigen 400 g Weizenmehl Tipo 1, 200 g Tipo-0-Mehl und 100 g Weizenvollkornmehl mit 450 ml Wasser mischen. Die Mischung 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Alle trockenen Stellen sind befeuchtet; der Teig muss noch nicht glatt sein.
Die restlichen 5 g Hefe in den verbleibenden 30 ml Wasser auflösen. Vorteig und Hefewasser zur Mehlmischung geben und einige Minuten mischen. Salz hinzufügen und den Teig weitere 8–10 Minuten kneten. Er bleibt weich und leicht klebrig, soll aber sichtbar zusammenhalten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich und leicht klebrig, hält aber sichtbar zusammen.
Den Teig abgedeckt 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Nach 60 Minuten den Teig einmal von allen Seiten zur Mitte falten. Die Schüssel danach wieder abdecken.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und durch das Falten stabiler geworden.
Ein 30 × 40 cm großes Backblech mit Backpapier auslegen und mit etwa 30 g Weizenkleie bestreuen. Den Teig mit der Teigkarte in zwei gleich große Stücke teilen, jeweils locker rundwirken und zu flachen, breiten Laiben von etwa 20 cm Durchmesser formen. Die Laibe auf die Kleie setzen und mit der restlichen Kleie dünn bestreuen.
Daran erkennst du es: Beide Laibe sind flach und breit geformt und behalten ihre Form.
Die Laibe abdecken und 2½–3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Sie sollen sichtbar aufgegangen sein, aber ihre flache Form behalten.
Daran erkennst du es: Die Laibe sind sichtbar aufgegangen, ohne ihre flache Form zu verlieren.
Den Backofen mit Ober-/Unterhitze auf 230 °C vorheizen. Eine feuerfeste Form oder ein zweites Blech mit aufheizen. Die Laibe einschieben, 100 ml heißes Wasser in die aufgeheizte Form gießen und 10 Minuten mit Dampf backen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt fest zu werden und zeigt erste Bräunung.
Wichtig: Beim Eingießen in die heiße Form entsteht sofort sehr heißer Dampf. Hände und Gesicht vom Dampf fernhalten.
Die Dampfform vorsichtig herausnehmen, die Temperatur auf 200 °C senken und die Brote weitere 30–35 Minuten backen. Sie sollen kräftig gebräunt sein und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.
Daran erkennst du es: Die Brote sind kräftig gebräunt und klingen beim Klopfen auf die Unterseite hohl.
Wichtig: Die Form und das Blech sind sehr heiß; zum Herausnehmen geeignete Ofenhandschuhe verwenden.
Die Laibe vom Blech nehmen und mindestens 1 Stunde auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, bevor du sie anschneidest.
Daran erkennst du es: Die Krume ist vor dem Anschneiden ausreichend gesetzt und nicht mehr heiß.
Gut zu wissen
Tipo 0 ist ein fein gemahlenes italienisches Weizenmehl. Als gut zugängliche Alternative eignet sich Type 550; die Krume wird dadurch etwas heller und milder.
Weizenkleie sorgt für die typische rustikale Unterseite. Falls sie nicht erhältlich ist, kann fein gemahlenes Weizenvollkornmehl zum Bestreuen verwendet werden; die Oberfläche wird dann etwas weniger trocken und körnig.
Die Krume wird etwas heller und milder als mit Tipo 0.
Das Tipo-0-Mehl im Hauptteig durch dieselbe Menge Weizenmehl Type 550 ersetzen.
Die Oberfläche wird weniger trocken und körnig als mit Weizenkleie.
Das Backblech und die geformten Laibe mit der gleichen Menge fein gemahlenem Weizenvollkornmehl bestreuen.
Beim Ansetzen alle trockenen Stellen einarbeiten und den Vorteig abgedeckt bei etwa 18–20 °C stehen lassen.
Den Vorteig gründlich durchrühren und ihm bei geeigneter Raumtemperatur mehr Reifezeit geben, bevor der Hauptteig angesetzt wird.
Die angegebene Wassermenge einhalten und die Teigstabilität durch Kneten und Falten entwickeln.
Den Teig weiterkneten und anschließend die Gehzeit beobachten; nicht nachträglich große Mehlmengen einarbeiten.
Die Laibe nur flach und locker rundwirken und sie backen, sobald sie sichtbar aufgegangen sind.
Die Laibe vorsichtig neu formen und die restliche Gehzeit verkürzen.
Ofen und Dampfform vollständig vorheizen und die Brote bis zur kräftigen Bräunung backen.
Die Brote ohne zusätzlichen Dampf einige Minuten weiterbacken und anschließend vollständig auskühlen lassen.
Den Vorteig 10–12 Stunden vor der eigentlichen Teigbereitung ansetzen. Danach den Hauptteig zubereiten und wie beschrieben gehen lassen, formen und backen.
Häufig gefragt
Ja. Ersetze die 200 g Tipo-0-Mehl durch 200 g Weizenmehl Type 550. Die Krume wird dadurch etwas heller und milder.
Fein gemahlenes Weizenvollkornmehl eignet sich als Ersatz. Die Oberfläche wird dann etwas weniger trocken und körnig.
Der Teig bleibt weich und leicht klebrig, soll aber sichtbar zusammenhalten. Arbeite nicht vorschnell zusätzliches Mehl ein; Kneten und Falten geben ihm Struktur.
Die mindestens einstündige Auskühlzeit hilft der Krume, sich zu setzen. Dadurch wird das Schnittbild weniger klebrig und die Kruste bleibt stabil.
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