Frisch oder tiefgekühlt
Frische Myrtenbeeren sind in Deutschland meist nur saisonal erhältlich. Tiefgekühlte Ware aus italienischen Spezialitätenläden ist eine praktische Lösung und verändert vor allem die Textur, nicht die Grundidee des Ansatzes.
Toskanischer Kräuterlikör
Toskanischer Kräuterlikör von der Insel Elba mit Myrtenbeeren, Nepitella, Wildfenchel und Minze.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Liquore di Mortella dell’Elba ist eine toskanische Elba-Variante eines selbst angesetzten Kräuterlikörs. Reife Myrtenbeeren treffen auf Nepitella, Wildfenchel und Minze; die Kräuter geben dem Ansatz eine würzige, mediterrane Note. Beeren und Kräuter ziehen zunächst in Alkohol, danach wird der Auszug mit kaltem Zuckersirup abgerundet und vor dem Servieren weiter ruhen gelassen.
Fruchtig-herb und süß mit einer klaren mediterranen Kräuternote: Nepitella und Minze wirken frisch, während Wildfenchel eine würzige Anisnote beisteuert.
Schritt für Schritt
Frische Myrtenbeeren verlesen, beschädigte Früchte entfernen und die Beeren kurz abspülen. Tiefgekühlte Beeren vollständig auftauen lassen. Nepitella und Minze vorsichtig waschen und gründlich trocken tupfen.
Beeren, Nepitella, Wildfenchelsamen und Minze in das saubere, verschließbare Glas geben. Den Alkohol darübergießen, das Glas verschließen und einmal vorsichtig schwenken.
Wichtig: Ausschließlich ausdrücklich trinkbaren Lebensmittelalkohol verwenden; technischer Alkohol oder nicht für Getränke bestimmter Brennspiritus ist ungeeignet.
Den Ansatz mindestens 40 Tage an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen. Alle zwei bis drei Tage langsam schwenken. Der Ansatz wird nicht erhitzt und nicht destilliert.
Daran erkennst du es: Der Auszug hat eine deutlich aromatische, kräuterige Note.
Nach der Ziehzeit den Ansatz zuerst durch ein feines Sieb und anschließend durch ein sauberes Passiertuch filtern. Die festen Bestandteile ausdrücken, ohne das Tuch zu zerreißen, und den aromatisierten Alkohol auffangen.
Daran erkennst du es: Der aufgefangene Alkohol ist weitgehend frei von festen Bestandteilen.
Wasser und Zucker in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Den Sirup nicht stark kochen lassen. Anschließend etwa 20 bis 30 Minuten abkühlen lassen, bis er nur noch lauwarm ist.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig gelöst und der Sirup nur noch lauwarm.
Wichtig: Den Sirup vor dem Vermischen ausreichend abkühlen lassen, damit der Alkohol nicht unnötig erhitzt wird.
Den abgekühlten Sirup langsam mit dem gefilterten Alkohol vermischen. Den Likör ein zweites Mal durch ein feines Sieb filtrieren und mit einem Trichter in saubere Glasflaschen füllen.
Daran erkennst du es: Sirup und aromatisierter Alkohol sind gleichmäßig verbunden.
Die Flaschen verschließen und den Likör mindestens 1 Monat, besser 2 Monate, an einem kühlen, dunklen Ort ruhen lassen. Vor dem Ausschenken vorsichtig schwenken und gut gekühlt pur in kleinen Likörgläsern servieren.
Daran erkennst du es: Der Likör ist gut gekühlt und vor dem Ausschenken vorsichtig homogenisiert.
Gut zu wissen
Frische Myrtenbeeren sind in Deutschland meist nur saisonal erhältlich. Tiefgekühlte Ware aus italienischen Spezialitätenläden ist eine praktische Lösung und verändert vor allem die Textur, nicht die Grundidee des Ansatzes.
Frische Nepitella ist gelegentlich in italienischen Gärtnereien erhältlich. Getrocknete Nepitella gibt es im Kräuter- und Spezialitätenhandel und sie wirkt meist konzentrierter und etwas herber.
Verwende ausschließlich ausdrücklich trinkbaren Alkohol für die Likörherstellung. Technischer Alkohol oder nicht für Getränke bestimmter Brennspiritus ist keine Alternative.
Die Textur kann sich verändern, die Grundidee und das Aroma des Ansatzes bleiben erhalten.
Frische Myrtenbeeren im gleichen Gewicht durch tiefgekühlte Beeren ersetzen und diese vor der Verwendung vollständig auftauen lassen.
Das Aroma wirkt meist konzentrierter und etwas herber als bei frischer Nepitella.
Die 10 g frischen Nepitella-Blätter durch 5 g getrocknete Nepitella ersetzen und diese direkt mit den übrigen Botanicals in das Ansatzglas geben.
Wasser und Zucker nur unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat, und starkes Kochen vermeiden.
Den Sirup vollständig abkühlen lassen, bevor er mit dem Alkohol vermischt wird.
Den Sirup 20 bis 30 Minuten abkühlen lassen, bis er nur noch lauwarm ist.
Wenn noch nicht abgefüllt, die Mischung erst vollständig abkühlen lassen und anschließend weiterverarbeiten.
Zuerst ein feines Sieb und danach ein sauberes Passiertuch verwenden.
Den Likör vorsichtig ein weiteres Mal durch ein feines Sieb und ein sauberes Passiertuch filtrieren.
Nur ausdrücklich trinkbaren Alkohol für die Likörherstellung kaufen.
Die frische Nepitella wird durch eine kleinere Menge getrockneter Nepitella ersetzt. Dadurch tritt ihr Aroma konzentrierter und etwas herber hervor.
Den Likör mindestens 1 Monat, besser 2 Monate vor dem Servieren ansetzen. Nach der Mazeration filtrieren, mit dem abgekühlten Sirup mischen, abfüllen und weiter ruhen lassen.
Den abgefüllten Likör an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Vor dem Servieren gut kühlen.
Nur saubere Glasflaschen verwenden und ausschließlich trinkbaren Lebensmittelalkohol einsetzen.
Häufig gefragt
Die Beeren und Kräuter ziehen mindestens 40 Tage im Alkohol. Nach dem Mischen mit dem Sirup sollte der Likör mindestens 1 Monat, besser 2 Monate, weiter ruhen.
Ja. Tiefgekühlte Myrtenbeeren vollständig auftauen lassen und im gleichen Gewicht wie frische Beeren verwenden.
Ja. Als klar gekennzeichnete Alternative können 5 g getrocknete Nepitella anstelle von 10 g frischen Blättern verwendet werden. Das Aroma wirkt meist konzentrierter und etwas herber.
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