Gerstenmalz
Gerstenmalz unterstützt die Bräunung und rundet den Brotgeschmack ab. Du findest es in Backabteilungen, Mühlenläden oder im Fachhandel für Brotbacken.
Brotlaib aus der Lombardei
Rustikaler lombardischer Brotlaib aus dem Oltrepò Pavese mit fester Weizenteigführung, langer Biga-Reife und geflochtener Form.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Miccone pavese ist ein rustikaler, länglicher Brotlaib aus dem Oltrepò Pavese in der Lombardei. Die lange Reife der festen Biga verleiht ihm ein ausgeprägtes Aroma, während die feste Teigführung für eine kompakte Krume und eine kräftig gebräunte Kruste sorgt.
Außen kräftig gebräunt und fest, innen kompakt, elastisch und aromatisch. Der Geschmack ist klar weizig mit einer dezenten malzigen Note.
Schritt für Schritt
Für die Biga die 4 g Hefe im Wasser auflösen. Das Weizenmehl dazugeben und alles nur so lange vermengen, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Der Vorteig darf grob und unregelmäßig bleiben. Die Schüssel abdecken und die Biga 18 Stunden bei etwa 18 °C reifen lassen.
Daran erkennst du es: Die Biga ist grob, unregelmäßig und vollständig durchfeuchtet.
Die reife Biga in Stücke zupfen. Mit dem Mehl Type 1, zunächst 45 ml Wasser, 1 g Hefe und dem Gerstenmalz in eine Schüssel geben. Alles vermengen und anschließend einige Minuten kneten, bis ein fester Teig entstanden ist. Das Salz mit den übrigen 10 ml Wasser einarbeiten und den Teig weitere 6 bis 8 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch wirkt.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt glatt, fest und elastisch.
Den Teig abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig bleibt fest und beginnt sich leicht zu entspannen.
Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in zwei gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einem etwa 45 bis 50 cm langen Strang rollen. Die beiden Stränge miteinander verdrehen, die Enden leicht unter den Laib legen und das Brot auf das mit Backpapier belegte Blech setzen.
Daran erkennst du es: Die beiden Stränge sind gleichmäßig verdreht und ergeben einen kompakten Laib.
Den geformten Laib abdecken und 90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Der Teig soll sichtbar aufgegangen sein, aber seine feste Form behalten.
Daran erkennst du es: Der Laib ist sichtbar aufgegangen und behält seine geflochtene Form.
Den Backofen rechtzeitig auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den gegangenen Laib längs mit einem scharfen Messer tief einschneiden.
Daran erkennst du es: Der Ofen hat 220 °C erreicht und der Längsschnitt ist deutlich geöffnet.
Wichtig: Beim Einschieben und Herausnehmen des Blechs vor der heißen Ofentür und dem heißen Blech schützen.
Das Blech auf die mittlere Schiene setzen und den Laib 20 Minuten bei 220 °C backen. Die Temperatur auf 200 °C reduzieren und weitere 20 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und der Laib wirkt fest ausgebacken.
Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeignetem Hitzeschutz aus dem Ofen nehmen.
Das Brot sofort auf ein Kuchengitter legen und vollständig auskühlen lassen. Für eine besonders kompakte Krume den Miccone pavese erst nach mindestens 4 Stunden anschneiden, idealerweise am nächsten Tag.
Daran erkennst du es: Der Laib ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Gerstenmalz unterstützt die Bräunung und rundet den Brotgeschmack ab. Du findest es in Backabteilungen, Mühlenläden oder im Fachhandel für Brotbacken.
Für das Mehl Type 0 kann Type 550 verwendet werden, für Type 1 eignet sich Type 812 als Ersatz.
Das Brot bleibt aromatisch und fest, kann aber geringfügig anders aufgehen.
Das Weizenmehl Type 0 im Vorteig vollständig durch 400 g Weizenmehl Type 550 ersetzen.
Die Krume und die Teigkonsistenz können sich leicht verändern.
Das Weizenmehl Type 1 im Hauptteig vollständig durch 100 g Weizenmehl Type 812 ersetzen.
Die Kruste wird etwas süßer.
Das Gerstenmalz durch 2,5 g milden Honig ersetzen und den Honig mit den Zutaten des Hauptteigs vermengen.
Die Zutaten nur so lange vermengen, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind.
Die Biga trotzdem vollständig reifen lassen und im Hauptteig wie beschrieben weiterverarbeiten.
Zuerst 45 ml Wasser verwenden und die übrigen 10 ml erst mit dem Salz einarbeiten.
Den Teig vor dem Formen länger kneten und anschließend gut abgedeckt ruhen lassen.
Beide Stränge auf ähnliche Länge rollen und die Enden sorgfältig unterlegen.
Die Enden vor dem Backen vorsichtig wieder unter den Laib legen.
Das Brot mindestens 4 Stunden, idealerweise bis zum nächsten Tag, auskühlen lassen.
Die Scheiben vollständig auskühlen lassen und das Brot anschließend dünner schneiden.
Die Biga am Vortag ansetzen und 18 Stunden bei etwa 18 °C reifen lassen. Anschließend den Hauptteig zubereiten und den Laib fertig backen.
Häufig gefragt
Die feste Biga reift 18 Stunden und entwickelt dadurch ein kräftiges Aroma. Sie unterstützt außerdem die kompakte, elastische Krume des Brotes.
Ja. Verwende stattdessen 2,5 g milden Honig. Die Kruste wird dadurch etwas süßer.
Lass den Laib mindestens 4 Stunden auf einem Kuchengitter auskühlen. Für eine besonders kompakte Krume ist das Anschneiden am nächsten Tag ideal.
Type 0 kann durch Type 550 ersetzt werden, Type 1 durch Type 812.
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