Miasse

Knusprige Maisfladen, Canavese

Dünne, knusprige Maisfladen aus dem Canavese im Piemont, die aus einem kalten Teig auf einem heißen Miasse-Eisen gebacken werden.

Zum Rezept
Miasse aus dem Canavese
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge etwa 8 Miasse
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Mais, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Garen auf heißer Platte
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Feines Maismehl sorgt für den charakteristischen Maisgeschmack und die trockene, splitternde Struktur.
  • Ein kleiner Anteil Weizenmehl und das Ei geben dem dünnen Teig genügend Zusammenhalt.
  • Das vollständig vorgeheizte Eisen gart die Fladen schnell und fördert goldbraune, knusprige Ränder.

Miasse sind rustikale piemontesische Maisfladen aus dem Canavese. Der dünnflüssige Teig aus feinem MaismehlMaismehl ist fein gemahlenes Mehl aus Maiskörnern und wird weltweit vielseitig verwendet., wenig Weizenmehl, Wasser, Ei und Olivenöl wird portionsweise auf einem heißen Eisen gebacken und ergibt flache, goldene Fladen mit knuspriger Oberfläche.

Die Miasse sind dünn und goldbraun, außen trocken und knusprig mit leicht splitternder Oberfläche. Sie schmecken deutlich nach Mais, mild nach Olivenöl und sollten am besten noch warm gegessen werden.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Miasse zubereiten

  1. Trockene Zutaten mischen

    Maismehl, Weizenmehl und Salz in einer Rührschüssel gründlich vermischen.

  2. Teig anrühren

    Wasser, Ei und 4 ml Olivenöl in der zweiten Rührschüssel verquirlen. Die Flüssigkeit nach und nach zu den Mehlen geben und sorgfältig verrühren, bis ein glatter, dünnflüssiger Teig ohne trockene Stellen entsteht.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und dünnflüssig, ohne trockene Stellen.

    • Den Teig nicht unnötig lange stehen lassen, da keine Ruhezeit vorgesehen ist.
  3. Eisen vorheizen

    Das Miasse-Eisen bei hoher Hitze vollständig vorheizen. Ein unbeschichtetes Eisen mit dem restlichen 1 ml Olivenöl hauchdünn ausstreichen. Ein gut eingebranntes oder beschichtetes Eisen muss nicht zusätzlich gefettet werden.

    Daran erkennst du es: Das Eisen ist vollständig heiß, bevor der erste Teig eingefüllt wird.

    • Das Eisen vollständig vorheizen, damit der dünne Teig sofort anzieht.

    Wichtig: Das heiße Eisen nur an den vorgesehenen Griffen anfassen.

  4. Teig aufstreichen

    Eine kleine Kelle Teig auf die untere Platte geben und ihn mit einer Palette oder der Rückseite eines Löffels zu einem dünnen Rechteck von etwa 14 × 20 cm verstreichen. Das Eisen schließen.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist möglichst gleichmäßig dünn zu einem Rechteck verstrichen.

    • Nur eine kleine Kelle verwenden, damit die Miasse dünn und knusprig wird.

    Wichtig: Beim Schließen des Eisens Hände und Gesicht von der heißen Platte fernhalten.

  5. Miasse backen

    Die Miasse etwa 2–3 Minuten backen, bis die Oberfläche trocken ist und die Ränder goldbraun und knusprig wirken. Bei einem Eisen über der Herdplatte die Platte nach der Hälfte der Zeit drehen, damit die Hitze gleichmäßig verteilt wird.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken, die Ränder sind goldbraun und knusprig.

    • Die genaue Backzeit hängt von Eisen und Hitze ab; auf trockene Oberfläche und goldbraune Ränder achten.

    Wichtig: Das Eisen und die austretende Hitze können Verbrennungen verursachen.

  6. Lösen und ausdampfen lassen

    Die fertige Miasse vorsichtig mit einer Palette lösen und auf einem Kuchengitter kurz ausdampfen lassen. Den restlichen Teig ebenso verarbeiten. Die Fladen nicht übereinanderstapeln, solange sie heiß sind, damit sie knusprig bleiben.

    Daran erkennst du es: Die Fladen bleiben trocken und knusprig, statt durch Stapeln weich zu werden.

    • Die Miasse nach Möglichkeit noch warm servieren.

    Wichtig: Die frisch gebackenen Fladen sind sehr heiß und vorsichtig zu lösen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Knusprigkeit erhalten: Die fertigen Miasse auf einem Kuchengitter ausdampfen lassen und nicht übereinanderstapeln, solange sie heiß sind.
  • Gleichmäßige Hitze: Bei einem Eisen über der Herdplatte die Platte nach der Hälfte der Backzeit drehen, damit beide Seiten gleichmäßig erhitzt werden.

Zutatenwissen

Maismehl fein wählen

Möglichst fein gemahlenes gelbes Maismehl verwenden. Grober Polentagrieß macht die Miasse körniger und weniger zart.

Öl getrennt verwenden

Von den insgesamt 5 ml Olivenöl kommen 4 ml in den Teig; 1 ml ist ausschließlich zum hauchdünnen Ausstreichen eines unbeschichteten Eisens vorgesehen.

Sinnvolle Alternativen

Feines Polentamehl

Die Miasse werden etwas körniger und weniger zart.

Das feine Polentamehl anstelle des feinen Maismehls verwenden. Groben Polentagrieß nicht einsetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Miasse werden dick, weich oder innen teigig.

Nur eine kleine Kelle verwenden und den Teig gleichmäßig zu einem dünnen Rechteck verstreichen.

Die nächste Miasse dünner aufstreichen und etwas länger backen, bis die Oberfläche trocken ist.

Der Teig haftet oder trocknet nur langsam aus.

Das Eisen bei hoher Hitze vollständig vorheizen, bevor die erste Miasse gebacken wird.

Das Eisen weiter vorheizen und die nächste Portion erst danach einfüllen.

Die Fladen verlieren ihre Knusprigkeit und werden weich.

Jede Miasse einzeln auf einem Kuchengitter ausdampfen lassen.

Die Fladen getrennt voneinander kurz auf dem heißen Eisen nachknuspern.

Varianten

Variante mit feinem Polentamehl

Feines Polentamehl kann anstelle von feinem Maismehl verwendet werden, verändert aber die Textur.

Servieren und kombinieren

  • Warm und pur servieren: Die Miasse direkt nach dem kurzen Ausdampfen noch warm und pur servieren, damit ihre trockene, knusprige Oberfläche erhalten bleibt.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält ein Hühnerei.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was sind Miasse?

Miasse sind dünne, knusprige Maisfladen aus dem Canavese im Piemont, die auf einem heißen Eisen gebacken werden.

Welches Maismehl eignet sich für Miasse?

Am besten eignet sich feines gelbes Maismehl. Feines Polentamehl ist eine mögliche Alternative, grober Polentagrieß macht die Fladen jedoch körniger und weniger zart.

Muss der Teig ruhen?

Nein. Der Teig wird kalt angerührt und ohne zusätzliche Ruhezeit portionsweise auf dem vollständig vorgeheizten Eisen gebacken.

Aus unserer Küche

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