Granita alla Ratafià

Abruzzen · Granita mit Ratafià

Eine kristalline, löffelbare Granita aus Ratafià, Zucker und Wasser, die ohne Eismaschine im Gefrierfach gelingt.

Zum Rezept
Granita alla Ratafià aus den Abruzzen
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 5 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Std. 15 Min.
Gesamtzeit ca. 5 Std. 30 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Gefrorene Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Gefrieren, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der vollständig gelöste Zuckersirup verteilt die Süße gleichmäßig in der Flüssigkeit.
  • Die Ratafià wird erst nach dem Abkühlen eingerührt, damit ihr Kirsch- und Weinaroma möglichst klar erhalten bleibt.
  • Das wiederholte Aufrauen verhindert eine kompakte Eisplatte und sorgt für eine lockere, löffelbare Kristallstruktur.

Die Granita alla Ratafià verbindet die fruchtige Säure von Amarena-Likör mit einer locker-kristallinen, löffelbaren Struktur. Der abruzzesische Ratafià steht dabei im Mittelpunkt. Nach dem Kochen des Zuckersirups wird die Mischung im Gefrierfach mehrfach mit einer Gabel aufgeraut, bis feine Eiskristalle entstehen.

Fruchtig-kirschig, kühl und leicht weinfruchtig mit feinen, locker kratzbaren Eiskristallen und einer angenehm süßen Säure.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Zuckersirup kochen

    Wasser und Zucker in den kleinen Topf geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Den Sirup kurz aufkochen lassen und anschließend 2 Minuten sanft köcheln.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig gelöst und der Sirup ist klar.

    • Nicht stark sprudelnd kochen, damit möglichst wenig Wasser verdampft.

    Wichtig: Den heißen Sirup vorsichtig handhaben.

  2. Abkühlen und Ratafià einrühren

    Den Zuckersirup vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen. Erst danach die Ratafià einrühren, damit möglichst wenig Alkohol und Aroma verloren gehen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sirup ist nicht mehr heiß, bevor die Ratafià eingerührt wird.

    • Den Topf zum schnelleren Abkühlen von der warmen Herdplatte nehmen.
  3. Erste Gefrierphase

    Die abgekühlte Mischung in die flache, gefriergeeignete Form gießen. Die Flüssigkeit sollte höchstens etwa 2 cm hoch stehen. Die Form für 45 Minuten ins Gefrierfach stellen.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: An den Rändern beginnen sich erste Eiskristalle zu bilden.

    • Eine flache Form vergrößert die Oberfläche und unterstützt gleichmäßiges Gefrieren.

    Wichtig: Nur eine ausdrücklich gefriergeeignete Form verwenden.

  4. Mehrfach aufrauen

    Sobald sich an den Rändern erste Eiskristalle bilden, die Masse mit der Gabel gründlich vom Rand zur Mitte auflockern. Wieder einfrieren und den Vorgang alle 30–45 Minuten insgesamt 4–5 Mal wiederholen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse lässt sich mit der Gabel vom Rand zur Mitte lösen und bleibt locker statt als kompakte Platte zu gefrieren.

    • Besonders die gefrierenden Ränder gründlich lösen, weil dort die ersten Kristalle entstehen.
  5. Durchfrieren lassen

    Die Granita weiterfrieren, bis sie vollständig durchgefroren, aber noch locker abkratzbar ist. Je nach Gefrierfach dauert das insgesamt etwa 4–5 Stunden.

    Daran erkennst du es: Die Granita ist durchgefroren und lässt sich dennoch mit der Gabel locker abkratzen.

    • Die tatsächliche Dauer hängt von Gefrierfach, Form und Füllhöhe ab.
  6. Aufrauen und servieren

    Die Granita vor dem Servieren 5–10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Die Eiskristalle nochmals mit der Gabel aufrauen und die Granita in gekühlte Gläser oder Schalen füllen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche lässt sich wieder leicht aufrauen und die Granita bleibt löffelbar.

    • Gekühlte Gläser oder Schalen halten die lockere Struktur beim Servieren länger.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ratafià erst spät einrühren: Die Ratafià erst in den vollständig abgekühlten Sirup geben. So bleiben Alkohol und fruchtiges Aroma möglichst gut erhalten.
  • Füllhöhe beachten: Die Flüssigkeit sollte in der Form höchstens etwa 2 cm hoch stehen. Eine flache Schicht gefriert gleichmäßiger und lässt sich leichter wiederholt aufrauen.

Zutatenwissen

Ratafià finden

Abrüzzesischer Ratafià ist in gut sortierten italienischen Feinkostläden, regionalen Spezialitätengeschäften und bei gut sortierten Getränkehändlern erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Kirschlikör

Die Granita wird meist süßer und verliert die weinfruchtige Note der Ratafià.

Kirschlikör kann anstelle von Ratafià verwendet werden. Den Ersatz erst in den vollständig abgekühlten Zuckersirup einrühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Granita schmeckt weniger aromatisch und alkoholischer Anteil sowie Fruchtnoten wirken schwächer.

Den Sirup vollständig abkühlen lassen, bevor die Ratafià dazukommt.

Die Mischung trotzdem einfrieren und beim Servieren mit etwas zusätzlicher Ratafià als Begleitung anrichten, sofern gewünscht.

Die Granita wird kompakt und lässt sich schlecht löffeln.

Die Masse nach der ersten Kristallbildung alle 30–45 Minuten gründlich mit der Gabel aufrauen.

Die gefrorene Masse kurz temperieren lassen und anschließend kräftig mit der Gabel auflockern.

Die Granita gefriert ungleichmäßig und bleibt in der Mitte lange weich.

Eine ausreichend große, flache Form verwenden.

Die Masse in eine flachere gefriergeeignete Form umfüllen und weiterfrieren.

Servieren und kombinieren

  • In gekühlten Gläsern servieren: Die Granita kurz vor dem Servieren nochmals aufrauen und in gekühlte Gläser oder Schalen füllen. So bleibt die lockere Kristallstruktur beim Anrichten möglichst lange erhalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Brauche ich für die Granita eine Eismaschine?

Nein. Die Granita wird im Gefrierfach zubereitet und erhält ihre lockere Struktur durch das wiederholte Aufrauen mit einer Gabel.

Warum wird die Ratafià erst nach dem Abkühlen eingerührt?

So gehen möglichst wenig Alkohol und Aroma verloren. Der Sirup sollte vor dem Einrühren vollständig abgekühlt sein.

Kann ich Ratafià ersetzen?

Ja. Als Ersatz eignet sich Kirschlikör. Die Granita wird dann meist süßer und verliert die weinfruchtige Note der Ratafià.

Aus unserer Küche

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