Favette

Warme Süßspeise aus Venetien

Kleine venezianische Karnevals-Frittelle aus lockerem Teig mit Zitrone, Vanille und Anislikör. Die goldbraun frittierten Kugeln werden lauwarm in feinem Zucker gewendet.

Zum Rezept
Kleine Kugeln, großer Karnevalsduft
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 55 Minuten
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der ausformbare Teig lässt sich in kleine, gleichmäßig garende Kugeln teilen.
  • Anislikör, Zitronenabrieb und Vanille verbinden sich zu einem charakteristischen, fein aromatischen Profil.
  • Das kurze Frittieren in heißem Öl sorgt für eine goldbraune Hülle, während das Innere weich bleibt.
  • Das Wenden im restlichen Zucker bringt Süße und eine feine, leicht knisternde Oberfläche.

Favette sind kleine süße Teigkugeln aus Venetien, die besonders zur Karnevalszeit gebacken werden. Der Teig wird zu handlichen Kugeln geformt, goldbraun frittiert und noch warm in feinem Zucker gewendet. Zitrone, Vanille und ein Schuss Anislikör geben ihnen ein klares, aromatisches Profil. Lauwarm serviert, bleibt die Hülle zart knusprig und das Innere weich.

Außen goldbraun und zart knusprig, innen weich und locker. Feiner Zucker haftet an der warmen Oberfläche, während Zitrone, Vanille und Anislikör für ein süßes, klares und leicht würziges Aroma sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Trockene Zutaten mischen

    Mehl, 60 g Zucker, Backpulver, Salz und Zitronenabrieb in der großen Schüssel gründlich vermischen.

  2. Teig ansetzen

    In der Mitte eine Mulde bilden. Eier, weiche Butter, Anislikör und Vanilleextrakt hineingeben und zunächst mit dem Kochlöffel vermengen.

  3. Teig kneten und ruhen lassen

    Den Teig mit den Händen weiterkneten, bis er glatt, elastisch und leicht klebrig ist. Die Schüssel abdecken und den Teig 5 Minuten ruhen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und leicht klebrig.

    • Nicht mehr Mehl einarbeiten als nötig, damit die Favette nach dem Frittieren weich bleiben.
  4. Kugeln formen

    Den Teig in fünf gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer etwa 1 cm dicken Rolle formen und in etwa 1 cm lange Stücke schneiden. Die Stücke zwischen den Handflächen zu kleinen Kugeln rollen.

    Daran erkennst du es: Die Kugeln sind möglichst gleich groß, damit sie gleichmäßig garen.

    • Gleichmäßige Kugeln erleichtern das zeitgleiche Garen jeder Charge.
  5. Favette frittieren

    Das Sonnenblumenöl in einem tiefen Topf oder einer tiefen Pfanne auf 180 °C erhitzen. Die Favette portionsweise hineingeben und insgesamt etwa 15 Minuten beziehungsweise pro Charge ungefähr 4 Minuten frittieren. Dabei vorsichtig wenden, damit sie rundum gleichmäßig goldbraun werden.

    15 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Favette sind rundum goldbraun.

    • Den Topf nicht überfüllen, damit die Öltemperatur möglichst stabil bleibt.

    Wichtig: Vorsichtig mit dem heißen Öl arbeiten und die Favette behutsam hineingeben und wenden.

  6. Abtropfen lassen

    Die fertigen Favette mit der Schaumkelle herausheben und auf mehreren Lagen Küchenpapier abtropfen lassen.

    Wichtig: Die Favette und die Schaumkelle sind direkt nach dem Frittieren sehr heiß.

  7. Zuckern und servieren

    Die noch warmen Favette im restlichen Zucker wenden und lauwarm servieren.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit feinem Zucker überzogen.

    • Lauwarm schmecken die Favette besonders aromatisch und behalten ihre zarte Knusprigkeit.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Öltemperatur halten: Die Favette portionsweise frittieren, damit das Öl nicht zu stark abkühlt. Vor der nächsten Charge wieder auf etwa 180 °C bringen.
  • Noch warm wenden: Der Zucker haftet am besten, solange die Favette noch warm sind. Erst abtropfen lassen und dann direkt im Zucker wenden.
  • Teigkonsistenz: Der Teig darf leicht klebrig bleiben. Zusätzliches Mehl kann die fertigen Kugeln unnötig fest machen.

Zutatenwissen

Anislikör

Anislikör prägt das Aroma der Favette deutlich und ist meist in gut sortierten Spirituosenabteilungen oder italienischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Zitronenabrieb

Für den Abrieb eine unbehandelte Zitrone verwenden und nur die äußere gelbe Schale fein abreiben.

Sinnvolle Alternativen

Grappa

Die Favette schmecken weniger anisbetont und erhalten ein anderes, klareres Alkohol- und Traubenaroma.

Den Anislikör durch Grappa ersetzen und die im Rezept vorgesehene Flüssigkeitsmenge beibehalten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Favette werden blass und saugen viel Fett auf.

Das Öl auf 180 °C erhitzen und die Favette in kleinen Portionen frittieren.

Die nächste Charge erst hineingeben, wenn das Öl wieder ausreichend heiß ist. Bereits frittierte Favette können kurz auf frischem Küchenpapier abtropfen.

Die Oberfläche bräunt zu schnell, während das Innere noch nicht gar ist.

Die Temperatur während des Frittierens kontrollieren und die Favette vorsichtig wenden.

Die Hitze reduzieren und die folgenden Chargen etwas länger bei stabiler Temperatur frittieren.

Einige Favette sind außen dunkel, andere noch blass.

Rollen und Stücke möglichst gleichmäßig portionieren und zu Kugeln gleicher Größe rollen.

Sehr große Kugeln für die nächste Charge kleiner formen und die Stücke innerhalb einer Charge ähnlich groß halten.

Servieren und kombinieren

  • Lauwarm servieren: Die frisch frittierten Favette abtropfen lassen, noch warm in feinem Zucker wenden und lauwarm servieren. So bleibt die Hülle zart knusprig und das Innere weich.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weizenmehl enthält glutenhaltiges Getreide.
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält Eier.
  • Milch: enthält · Die Butter ist ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich den Anislikör ersetzen?

Ja. Grappa funktioniert als Alternative. Die Favette schmecken dann weniger anisbetont.

Warum werden die Favette portionsweise frittiert?

Kleine Chargen helfen, die Öltemperatur stabil zu halten und die Kugeln gleichmäßig goldbraun zu frittieren.

Wie werden Favette am besten serviert?

Am besten lauwarm und frisch in feinem Zucker gewendet. Dann ist die Hülle noch zart knusprig und das Innere weich.

Aus unserer Küche

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