Altbackenes Brot verwenden
Das Weißbrot sollte 2–3 Tage alt und vollständig trocken sein. Sehr fein geriebene Brösel ergeben eine gleichmäßige Masse und verhindern grobe, harte Stücke in den Capunsei.
Brotgnocchi aus der Lombardei
Capunsei sind kleine lombardische Brotgnocchi aus fein geriebenem altbackenem Weißbrot, Grana Padano und Eiern. In milder Rinderbrühe gegart und mit aromatischer Salbeibutter sowie weiterem Grana Padano serviert, verbinden sie eine zarte, kompakte Textur mit würziger Tiefe.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Capunsei gehören zur charakteristischen Küche des Alto Mantovano in der Lombardei. Für diese Brotgnocchi wird altbackenes Weißbrot sehr fein gerieben und mit Grana Padano, Eiern, Knoblauch, Muskatnuss und Pfeffer zu einer formbaren Masse verarbeitet. Die kleinen, an den Enden leicht zugespitzten Röllchen ziehen in heißer Rinderbrühe gar und werden anschließend in Salbeibutter geschwenkt.
Die Capunsei sind außen zart und kompakt, im Inneren weich und leicht elastisch. Rinderbrühe, Grana Padano, Knoblauch und Muskatnuss prägen den herzhaften Geschmack, während die Salbeibutter ein warmes, kräuteriges Aroma und einen seidigen Glanz beisteuert.
Schritt für Schritt
Falls du das Brot selbst vorbereitest, schneide es in dünne Scheiben und lasse es vollständig trocknen. Reibe oder mahle es anschließend sehr fein. Für die Capunsei sollten keine groben Stücke in den Bröseln bleiben.
Daran erkennst du es: Die Brotbrösel sind vollständig trocken und sehr fein.
Vermische die Semmelbrösel mit 100 g Grana Padano, dem fein geriebenen Knoblauch, Muskatnuss und schwarzem Pfeffer.
Daran erkennst du es: Die Gewürze und der Käse sind gleichmäßig in den Bröseln verteilt.
Erhitze etwa 500 ml der Rinderbrühe, bis sie heiß ist, aber nicht sprudelnd kocht. Gieße sie nach und nach zur Brot-Käse-Mischung und rühre alles gründlich durch. Lasse die Masse abkühlen, bis sie nur noch lauwarm ist.
Daran erkennst du es: Die Brotmasse ist gleichmäßig durchfeuchtet und nur noch lauwarm.
Wichtig: Die Masse vor dem Einarbeiten der Eier abkühlen lassen, damit sie nur noch lauwarm ist.
Arbeite die Eier mit den Händen oder einem stabilen Kochlöffel in die lauwarme Masse ein. Knete alles 2–3 Minuten, bis ein glatter, formbarer Teig entsteht. Decke die Schüssel ab und lasse den Teig 20 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, formbar und lässt sich ohne starke Risse zusammendrücken.
Forme aus dem Teig fingerdicke Rollen. Schneide etwa 4–5 cm lange Stücke ab und rolle jedes Stück zwischen den Handflächen zu einem kleinen, an den Enden leicht zugespitzten Gnoccho.
Daran erkennst du es: Alle Capunsei sind kompakt geformt und an den Enden leicht zugespitzt.
Erhitze die übrige Rinderbrühe in einem weiten Topf und halte sie knapp unter dem Siedepunkt. Gib die Capunsei portionsweise hinein, damit sie nicht aneinanderkleben, und lasse sie etwa 8–10 Minuten sanft gar ziehen. Sobald sie an die Oberfläche steigen, benötigen sie meist noch 2–3 Minuten.
Daran erkennst du es: Die Capunsei steigen an die Oberfläche und sind durchgehend zart gegart.
Schmelze währenddessen die Butter in einer großen Pfanne. Gib die Salbeiblätter dazu und lasse die Butter bei mittlerer Hitze 2–3 Minuten aromatisch werden, ohne sie zu stark zu bräunen. Bereite diesen Schritt parallel zum Garen der Capunsei vor.
Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen und duftet deutlich nach Salbei, ohne stark gebräunt zu sein.
Hebe die gegarten Capunsei mit einer Schaumkelle aus der Brühe und lasse sie kurz abtropfen. Schwenke sie vorsichtig in der Salbeibutter, verteile sie auf vier Teller und bestreue sie mit den restlichen 20 g Grana Padano. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Capunsei sind mit Salbeibutter überzogen und mit Grana Padano bestreut.
Gut zu wissen
Das Weißbrot sollte 2–3 Tage alt und vollständig trocken sein. Sehr fein geriebene Brösel ergeben eine gleichmäßige Masse und verhindern grobe, harte Stücke in den Capunsei.
100 g Grana Padano werden in die Brotmasse eingearbeitet; weitere 20 g kommen erst beim Servieren darüber.
Von den insgesamt 1,5 l Rinderbrühe werden etwa 500 ml für den Teig erhitzt. Die übrige Brühe dient anschließend zum sanften Garen der Capunsei.
Der Geschmack wird etwas kräftiger und oft salziger.
Ersetze den Grana Padano in der Brotmasse und zum Servieren durch dieselbe Menge fein geriebenen Parmigiano Reggiano.
Die Capunsei schmecken leichter und weniger fleischig.
Verwende milde Gemüsebrühe anstelle der Rinderbrühe. Erhitze etwa 500 ml für den Teig und gare die Capunsei anschließend in der übrigen Brühe.
Das Brot vollständig trocknen lassen und zu sehr feinen Bröseln verarbeiten.
Die Masse vor dem Formen gründlich weiterkneten und grobe Stücke entfernen, soweit das möglich ist.
Die Brühe knapp unter dem Siedepunkt halten und die Capunsei portionsweise hineingeben.
Die Hitze sofort reduzieren und die verbleibenden Stücke vorsichtig weiter gar ziehen lassen.
Die heiße Brühe nach und nach einrühren und die Masse vor dem Formen ruhen lassen.
Etwas sehr fein geriebene Semmelbrösel einarbeiten und die Masse erneut kurz ruhen lassen.
Häufig gefragt
Ja. Schneide 2–3 Tage altes Weißbrot in dünne Scheiben, lasse es vollständig trocknen und reibe oder mahle es anschließend sehr fein. Fertige, fein geriebene Semmelbrösel können direkt verwendet werden.
Die geformten Brotgnocchi sind zart. In nur sanft bewegter Brühe bleiben sie stabiler und garen gleichmäßig, ohne unnötig aneinanderzustoßen.
Die Salbeibutter kann parallel zum Garen der Capunsei in einer großen Pfanne aromatisiert werden. Dadurch können die abgetropften Capunsei sofort darin geschwenkt werden.
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