Crostini mit piemontesischer Fonduta und weißem Trüffel

Piemontesische Käse-Fonduta

Knusprig geröstete Bauernbrotscheiben mit samtiger piemontesischer Fonduta aus Fontina, Milch, Butter und Eigelb, gekrönt von dünn gehobeltem weißem Trüffel.

Zum Rezept
Crostini mit piemontesischer Fonduta und weißem Trüffel
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 2 Std. 45 Min.
Menge 12 Crostini
Gerichtsform und Gerichtsart Belegte und gefüllte Brote, Sandwiches und Wraps
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Pilze
Prägende Zubereitungsverfahren Binden, Gelieren und Stocken, Rösten und Ofenbraten, Schmelzen, Wasserbadgaren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das knusprige Brot bildet einen stabilen Kontrast zur glatten, leicht dicklichen Fonduta.
  • Fontina, Milch, Butter und Eigelb ergeben eine reichhaltige, samtige Käsecreme mit ausgewogener Würze.
  • Der dünn gehobelte weiße Trüffel setzt einen intensiven, erdigen Akzent, ohne die Fonduta zu überdecken.

Diese offenen Crostini verbinden geröstetes Bauernbrot mit einer warmen, cremigen Fonduta piemontese. Fontina, Milch, Butter und Eigelb werden langsam im Wasserbad gebunden, bevor weißer Trüffel seinen feinen, erdigen Duft beisteuert.

Außen goldbraun und knusprig, in der Mitte noch stabil; darauf liegt eine warme, seidige Käsecreme mit buttrigem Schmelz und der feinen, erdigen Duftnote des weißen Trüffels.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fontina einweichen

    Die Fontina in eine Schüssel geben, mit der Milch übergießen und vollständig bedecken. Die Schüssel abdecken und die Fontina 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

    2 Stunden
    • Die Fontina möglichst dünn schneiden, damit sie später gleichmäßig schmilzt.
  2. Ofen und Brot vorbereiten

    Gegen Ende der Ruhezeit den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Brotscheiben auf ein Backblech legen, mit dem Olivenöl bepinseln und leicht mit Salz bestreuen.

    220 °C
    • Das Brot nur leicht salzen, da die Fontina bereits Würze mitbringt.
  3. Brot rösten

    Das Brot 4 bis 5 Minuten rösten, wenden und weitere 4 bis 5 Minuten backen, bis die Scheiben an den Rändern goldbraun und in der Mitte noch stabil sind.

    10 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind goldbraun, die Mitte bleibt stabil.

    • Die Scheiben nach dem Wenden kontrollieren, damit die Ränder nicht zu dunkel werden.
  4. Wasserbad vorbereiten

    Für die Fonduta einen Kochtopf mit wenig Wasser erhitzen. Eine passende Metallschüssel oder einen kleineren Topf daraufsetzen, ohne dass der Boden das Wasser berührt. Die Butter darin bei niedriger Hitze schmelzen.

    Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen, ohne zu bräunen.

    • Das Wasserbad hält die Hitze sanft und hilft, die Fonduta glatt zu binden.

    Wichtig: Beim Arbeiten mit dem heißen Wasserbad vorsichtig vorgehen.

  5. Fonduta erwärmen

    Die Fontina zusammen mit der Milch zur geschmolzenen Butter geben und unter ständigem Rühren langsam erwärmen. Die Masse soll cremig werden, aber nicht kochen.

    Daran erkennst du es: Die Käsemasse wird cremig und bleibt unterhalb des Siedepunkts.

    • Ständiges Rühren verhindert, dass sich die Käsemasse am Boden ansetzt.

    Wichtig: Die Fonduta nicht aufkochen lassen.

  6. Fonduta binden

    Die Eigelb einzeln einrühren und die Fonduta weitere 5 bis 8 Minuten über dem Wasserbad rühren, bis sie glatt und leicht dicklich ist. Mit weißem Pfeffer abschmecken.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fonduta ist glatt, cremig und leicht dicklich.

    • Jedes Eigelb vollständig einarbeiten, bevor das nächste dazukommt.

    Wichtig: Die Masse weiter rühren und nicht kochen lassen, damit das Eigelb nicht stockt.

  7. Crostini anrichten

    Die gerösteten Brotscheiben auf Teller legen. Jeweils etwa einen Esslöffel Fonduta daraufgeben und sofort mit dünn gehobeltem weißem Trüffel belegen. Warm servieren.

    Daran erkennst du es: Die Crostini werden direkt nach dem Belegen warm serviert.

    • Den Trüffel erst unmittelbar vor dem Servieren hobeln, damit sein Duft erhalten bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Sanfte Hitze für die Fonduta: Die Fonduta wird über dem Wasserbad gebunden. Direkte starke Hitze kann die Käse-Ei-Masse schnell überhitzen und ihre glatte Konsistenz beeinträchtigen.
  • Brot nicht zu weich rösten: Die Crostini sollen an den Rändern goldbraun sein, in der Mitte aber stabil bleiben, damit sie die warme Fonduta tragen.
  • Trüffel erst zum Schluss hobeln: Der weiße Trüffel kommt unmittelbar vor dem Servieren auf die warme Fonduta, damit sein feines Aroma möglichst deutlich bleibt.

Zutatenwissen

Fontina DOP

Fontina DOP ist die prägende Käsebasis der Fonduta. Sie wird ohne Rinde und sehr dünn geschnitten, damit sie sich gleichmäßig mit Milch und Butter verbindet.

Weißer Trüffel

Frischer weißer Trüffel ist saisonal erhältlich. Außerhalb der Saison kann er weggelassen werden; dann bleibt die Fonduta der Mittelpunkt, während die charakteristische erdige Trüffelnote entfällt.

Sinnvolle Alternativen

milder Bergkäse

Die Fonduta schmeckt etwas kräftiger und weniger butterweich.

Den milden Bergkäse ohne Rinde und sehr dünn geschnitten wie die Fontina in der Milch ruhen lassen und anschließend im Wasserbad weiterverarbeiten.

weißen Trüffel weglassen

Die Crostini bleiben cremig und aromatisch, verlieren aber die charakteristische erdige Trüffelnote.

Die Fonduta wie beschrieben zubereiten und die Crostini direkt nach dem Bestreichen warm servieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Fonduta wird körnig oder trennt sich.

Die Fonduta ausschließlich bei niedriger Hitze über dem Wasserbad erwärmen und ständig rühren.

Die Schüssel kurz vom Wasserbad nehmen und kräftig weiterrühren. Bei starker Trennung lässt sich die ursprüngliche glatte Konsistenz möglicherweise nicht vollständig wiederherstellen.

Die Brotscheiben sind sehr hart oder zerbrechen beim Belegen.

Die Scheiben nach jeweils 4 bis 5 Minuten kontrollieren und aus dem Ofen nehmen, sobald die Ränder goldbraun sind.

Sehr harte Scheiben nur sparsam mit Fonduta belegen und sofort servieren.

Die Fonduta läuft vom Brot.

Die Eigelb einzeln einarbeiten und 5 bis 8 Minuten über dem Wasserbad rühren, bis die Fonduta leicht dicklich ist.

Die Fonduta noch kurz über dem Wasserbad rühren, ohne sie aufzukochen.

Varianten

Crostini nur mit Fonduta

Eine puristische Variante ohne weißen Trüffel, bei der die piemontesische Fonduta vollständig im Mittelpunkt steht.

Fonduta mit mildem Bergkäse

Fontina durch milden Bergkäse ersetzen. Die Crostini schmecken dann etwas kräftiger und weniger butterweich.

Servieren und kombinieren

  • Direkt warm servieren: Die Fonduta erst kurz vor dem Servieren auf die gerösteten Brotscheiben geben und den weißen Trüffel unmittelbar danach darüberhobeln.
  • Als kleine Portionen anrichten: Das Rezept ergibt 12 Crostini für 4 Personen, also jeweils 3 Stück. Die Crostini auf Tellern anrichten und noch warm genießen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Fontina kann nach dem Übergießen mit Milch bis zu 2 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen. Brot und Fonduta anschließend frisch zubereiten und die Crostini direkt vor dem Servieren belegen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Fontina, Vollmilch und Butter sind Bestandteile der Fonduta.
  • Ei: enthält · Die Fonduta wird mit Eigelb gebunden.
  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Die genaue Getreideart des Bauernbrots ist nicht näher angegeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich den weißen Trüffel weglassen?

Ja. Außerhalb der Saison kannst du ihn weglassen. Die Fonduta bleibt der Mittelpunkt der Crostini, allerdings fehlt dann die charakteristische erdige Trüffelnote.

Kann ich Fontina ersetzen?

Ein milder Bergkäse funktioniert ebenfalls. Die Fonduta schmeckt dann etwas kräftiger und weniger butterweich.

Warum wird die Fonduta im Wasserbad zubereitet?

Das Wasserbad sorgt für sanfte, gleichmäßige Hitze. So können Fontina, Milch, Butter und Eigelb langsam zu einer glatten, cremigen Fonduta gebunden werden, ohne dass die Masse kocht.

Aus unserer Küche

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