Turdilli al miele di fichi

Süße Gnocchi, Kalabrien

Diese süßen Teiggnocchi aus Kalabrien werden aus einem aromatischen Teig geformt, goldbraun frittiert und mit warmem Feigenhonig überzogen. Orangenschale, Zimt und weißer Vermouth geben dem festlichen Weihnachtsgebäck sein charakteristisches Aroma.

Zum Rezept
Turdilli al miele di fichi aus Kalabrien
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge etwa 40 Turdilli
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Kräuter und Gewürze, Obst, Weizen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Vermouth und das Olivenöl verleihen dem Teig ein aromatisches, geschmeidiges Grundprofil.
  • Die Rillen und Vertiefungen halten den warmen Feigenhonig besonders gut fest.
  • Das Frittieren sorgt für eine goldbraune Oberfläche und einen zarten, kompakten Biss.
  • Orange und Zimt setzen frische und würzige Akzente gegen die intensive Süße der Honigglasur.

Turdilli al miele di fichi sind kleine, gerillte Teiggebäcke aus Kalabrien. Der weiche Teig wird zu kurzen Stücken geformt, frittiert und anschließend mit einer warmen Mischung aus Feigenhonig und mildem Blütenhonig glasiert.

Außen sind die Turdilli goldbraun und leicht knusprig, innen weich und kompakt. Die Glasur schmeckt dickflüssig, fruchtig und honigsüß, mit feinen Noten von Orange, Zimt und Vermouth.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten und formen

  1. Vermouth und Öl erhitzen

    Vermouth und Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen, bis die Mischung gerade aufkocht. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung etwa 5 Minuten abkühlen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mischung soll heiß sein, aber nach dem Abkühlen nicht mehr sprudelnd kochen.

    • Nach dem Erhitzen den Topf sofort vom Herd nehmen.

    Wichtig: Heiße Flüssigkeit vorsichtig handhaben.

  2. Teig kneten

    Mehl, Zucker, Orangenschale und Zimt in einer Schüssel vermischen. Die warme Vermouth-Öl-Mischung nach und nach dazugießen und alles zunächst mit einem Kochlöffel, anschließend mit den Händen zu einem glatten, weichen Teig verkneten.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und weich, ohne trockene Mehlstellen.

    • Die Flüssigkeit portionsweise einarbeiten, damit der Teig gleichmäßig bindet.
  3. Teig ruhen lassen

    Den Teig abdecken und 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich anschließend geschmeidig weiterverarbeiten.

    • Die Abdeckung verhindert, dass die Teigoberfläche austrocknet.
  4. Teig portionieren

    Den Teig in vier Portionen teilen. Jede Portion zu einem etwa 2 cm dicken Strang rollen und Stücke von etwa 3 bis 4 cm Länge abstechen. Die Stücke sollten ungefähr 15 bis 20 g wiegen.

    Daran erkennst du es: Die Stücke sind möglichst gleich groß, damit sie gleichmäßig ausbacken.

    • Gleichmäßig große Stücke erleichtern das portionsweise Frittieren.
  5. Turdilli formen

    Jedes Teigstück auf einem Gnocchibrett oder einer Gabel leicht eindrücken und dabei abrollen. So entstehen die typischen Rillen und eine kleine Vertiefung, in der später der Feigenhonig haftet.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche zeigt deutliche Rillen und eine kleine Vertiefung.

    • Nicht zu stark drücken, damit die Teigstücke ihre kompakte Form behalten.

Frittieren und glasieren

  1. Turdilli frittieren

    Das Frittieröl in einem hohen Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Die Turdilli portionsweise hineingeben und unter gelegentlichem Wenden etwa 4 bis 6 Minuten frittieren, bis sie gleichmäßig goldbraun sind. Nicht zu viele Stücke auf einmal frittieren, damit die Öltemperatur stabil bleibt. Die fertigen Turdilli mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    5 Minuten 172.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Turdilli sind rundum gleichmäßig goldbraun.

    • Das Öl zwischen den Portionen wieder auf Temperatur kommen lassen.

    Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und den Topf nicht überfüllen.

  2. Honigmischung erwärmen

    Feigenhonig und Blütenhonig in einer weiten Pfanne bei niedriger Temperatur erwärmen, bis die Mischung flüssiger wird. Sie soll nicht sprudelnd kochen.

    Daran erkennst du es: Die Honigmischung ist flüssiger, aber nicht sprudelnd kochend.

    • Nur so weit erwärmen, dass die Glasur leicht über die Turdilli läuft.

    Wichtig: Heißen Honig vorsichtig handhaben.

  3. Glasieren und anrichten

    Die frittierten Turdilli portionsweise in die warme Honigmischung geben und vorsichtig wenden, bis sie rundum überzogen sind. Auf einer Platte anrichten und den restlichen Honig darüberträufeln.

    Daran erkennst du es: Jedes Stück ist rundum mit einer glänzenden Honigschicht überzogen.

    • Die Turdilli portionsweise wenden, damit die Glasur gleichmäßig haftet.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ruhezeit einhalten: Die 20-minütige Ruhezeit macht den Teig geschmeidiger und erleichtert das Rollen und Formen.
  • Portionsweise frittieren: Nicht zu viele Turdilli gleichzeitig ins Öl geben, damit die Temperatur stabil bleibt und die Stücke gleichmäßig goldbraun werden.
  • Honig nicht sprudelnd kochen: Die Honigmischung nur erwärmen, bis sie flüssiger wird. Sprudelndes Kochen ist nicht vorgesehen.

Zutatenwissen

Feigenhonig

Feigenhonig wird auch Miele di fichi oder Melassa genannt. Er ist dickflüssig und fruchtig und ist in italienischen Feinkostläden, Spezialitätengeschäften oder bei italienischen Onlinehändlern erhältlich.

Unbehandelte Orange

Für die abgeriebene Schale eine unbehandelte Orange verwenden und nur die äußere farbige Schicht abreiben.

Sinnvolle Alternativen

milder Blütenhonig

Der Überzug wird heller und weniger feigenfruchtig.

Den Feigenhonig durch 150 ml milden Blütenhonig ersetzen. Den separat vorgesehenen Blütenhonig weiterhin nach Rezept verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Turdilli werden blass oder saugen viel Öl auf.

Die Turdilli portionsweise frittieren und zwischen den Portionen warten, bis das Öl wieder 170 bis 175 °C erreicht.

Die nächste Portion erst hineingeben, wenn das Öl wieder ausreichend heiß ist.

Die Honigglasur wird zu dunkel oder schmeckt bitter.

Feigenhonig und Blütenhonig nur bei niedriger Temperatur erwärmen, bis sie flüssiger werden.

Die Mischung vom Herd nehmen und nicht weiter einkochen.

Einzelne Stücke garen deutlich schneller als andere.

Den Teig gleichmäßig in vier Stränge rollen und Stücke von etwa 3 bis 4 cm Länge abstechen.

Größere Stücke länger und kleinere Stücke kürzer frittieren.

Der Teig lässt sich schwer rollen oder bekommt trockene Stellen.

Die Schüssel während der 20-minütigen Ruhezeit abdecken.

Den Teig vor dem Formen kurz erneut durchkneten.

Servieren und kombinieren

  • Als festliches Weihnachtsgebäck: Die glasierten Turdilli auf einer Platte anrichten und als festliches Weihnachtsgebäck servieren.
  • Honigvariante wählen: Für eine besonders fruchtige Glasur Feigenhonig verwenden; mit mildem Blütenhonig wird der Überzug heller und milder.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.

Lebensmittelsicherheit

  • Heißes Frittieröl: Das Öl vorsichtig auf 170 bis 175 °C erhitzen, den Topf nicht überfüllen und die fertigen Turdilli mit einer Schaumkelle herausheben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was kann ich verwenden, wenn ich keinen Feigenhonig finde?

Den Feigenhonig durch 150 ml milden Blütenhonig ersetzen. Der Überzug wird dadurch heller und weniger feigenfruchtig.

Brauche ich ein Gnocchibrett?

Nein. Die Teigstücke lassen sich alternativ auf einer Gabel leicht eindrücken und abrollen.

Warum werden die Turdilli gerillt?

Die Rillen und die kleine Vertiefung geben den Stücken ihre typische Form und helfen dabei, dass der Feigenhonig besser haftet.

Wann werden Turdilli serviert?

Diese Variante wird als festliches Weihnachtsgebäck serviert und auf einer Platte mit zusätzlichem Honig angerichtet.

Aus unserer Küche

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