Strangolapreti: lombardische Brotgnocchi mit Spinat

Brotgnocchi aus der Lombardei

Weiche lombardische Brotgnocchi aus eingeweichtem Brot, Spinat, Ei und Grana Padano, in Salbeibutter geschwenkt und sofort serviert.

Zum Rezept
Strangolapreti: lombardische Brotgnocchi mit Spinat
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 60 Minuten
Menge 4 Portionen als erster Gang
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Abtropfen und Entwässern, Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Altbackenes Brot nimmt die Milch auf und bildet eine saftige, aromatische Grundlage.
  • Ausgedrückter Spinat bringt Farbe und Würze, ohne die Masse unnötig zu verwässern.
  • Ei, Mehl und Grana Padano geben den Gnocchi Stabilität und herzhaften Geschmack.
  • Das sanfte Garen hält die unregelmäßigen Gnocchi zart, während Salbeibutter und zusätzlicher Käse für ein rundes Finish sorgen.

Strangolapreti sind weiche Gnocchi aus eingeweichtem Brot, Spinat, Ei und Käse. In der Lombardei, besonders im Bergamaskischen, gehören sie zu den regionalen Brotgnocchi; ähnliche Namen begegnen auch in anderen norditalienischen Küchen. Hier werden sie als eigenständiger erster Gang in Salbeibutter serviert.

Die Strangolapreti sind weich und zart, mit einer leicht unregelmäßigen, gnocchiartigen Struktur. Spinat sorgt für eine grüne Farbe und herzhafte Frische, Grana Padano für würzige Tiefe; die Salbeibutter bringt warme, kräuterige Aromen und einen seidigen Überzug.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Brot einweichen

    Das Brot in kleine Würfel schneiden, mit der Milch übergießen und 20 Minuten quellen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Brot ist weich und vollständig durchfeuchtet.

    • Die harte Rinde entfernen, damit die Masse gleichmäßig weich wird.
  2. Spinat blanchieren und ausdrücken

    Den Spinat gründlich waschen und in kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren. Abgießen, kalt abschrecken, vollständig ausdrücken und fein hacken.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Spinat ist zusammengefallen, bleibt aber grün.

    • Den Spinat sehr gründlich ausdrücken; überschüssige Flüssigkeit macht die Gnocchi weich und instabil.

    Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit kochendem Wasser.

  3. Masse herstellen

    Das eingeweichte Brot mit den Händen zu einer gleichmäßigen Masse zerdrücken. Spinat, Eier, Mehl, 80 g Grana Padano, Muskatnuss, Pfeffer und etwa 5 g Salz gründlich einarbeiten.

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermischt und weich, aber nicht flüssig.

    • Die Zutaten gründlich verkneten, ohne die Masse unnötig lange zu bearbeiten.
  4. Masse ruhen lassen

    Die Masse abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen. Sie soll danach weich, aber formbar sein.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse lässt sich mit angefeuchteten Löffeln abstechen und behält ihre Form.

    • Während dieser Ruhezeit kann das Wasser für die Gnocchi angesetzt werden.
  5. Kochwasser vorbereiten

    Einen großen Topf mit reichlich Wasser und dem restlichen Salz zum leisen Sieden bringen. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen.

    Daran erkennst du es: Das Wasser bewegt sich leicht, ohne stark zu sprudeln.

    • Sanft siedendes Wasser hält die empfindlichen Gnocchi besser zusammen als stark sprudelndes Wasser.

    Wichtig: Vorsicht beim Arbeiten mit dem heißen Topf und siedendem Wasser.

  6. Strangolapreti garen

    Mit zwei angefeuchteten Teelöffeln etwa walnussgroße, unregelmäßige Gnocchi aus der Masse abstechen und portionsweise ins siedende Wasser geben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 1 Minute garen und mit einer Schaumkelle herausheben.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Gnocchi steigen an die Oberfläche und bleiben beim Herausheben kompakt.

    • Die Löffel zwischendurch anfeuchten, damit sich die Masse leichter ablöst.
    • Die Gnocchi portionsweise garen, damit das Wasser nicht zu stark abkühlt.

    Wichtig: Die Gnocchi vorsichtig in das siedende Wasser geben, um Spritzer zu vermeiden.

  7. Salbeibutter zubereiten

    Während die Gnocchi portionsweise garen, die Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Die Salbeiblätter darin bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten aromatisieren, ohne sie zu verbrennen.

    Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen und die Salbeiblätter duften aromatisch, ohne dunkel zu werden.

    • Die Pfanne während des Garens der Gnocchi parallel vorbereiten.

    Wichtig: Die Butter nicht überhitzen und die Salbeiblätter nicht verbrennen lassen.

  8. Schwenken und servieren

    Die abgetropften Strangolapreti in die Salbeibutter geben und vorsichtig schwenken. Mit den restlichen 30 g Grana Padano sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Die Gnocchi sind gleichmäßig mit Salbeibutter überzogen.

    • Nur vorsichtig schwenken, damit die weichen Gnocchi nicht zerfallen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz der Masse: Die Masse soll weich, aber formbar sein. Ist sie zu feucht, liegt das meist an nicht vollständig ausgedrücktem Spinat.
  • Wasser nur leise sieden lassen: Stark sprudelndes Wasser kann die unregelmäßig geformten Gnocchi auseinanderreißen. Ein leises Sieden hält sie stabil.
  • Salbei nicht verbrennen: Die Salbeiblätter sollen die Butter aromatisieren, aber nicht dunkel und bitter werden.

Zutatenwissen

Altbackenes Brot verwenden

Altbackenes helles Brot nimmt die Milch gleichmäßig auf und gibt der Masse die gewünschte Struktur. Harte Rinde vorher entfernen.

Spinat gründlich ausdrücken

Nach dem Blanchieren und Abschrecken muss der Spinat vollständig ausgedrückt werden, damit die Gnocchi formbar bleiben.

Grana Padano aufteilen

Der größere Anteil wird in die Masse eingearbeitet; die restlichen 30 g kommen erst beim Servieren darüber.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Masse ist sehr weich und lässt sich nicht sauber abstechen.

Den Spinat kräftig ausdrücken und die Masse anschließend 15 Minuten ruhen lassen.

Die Masse vor dem Formen länger ruhen lassen und nur falls nötig sehr sparsam mit zusätzlichem Mehl korrigieren.

Die Gnocchi zerfallen im Wasser.

Das Wasser nur leise sieden lassen und die Gnocchi portionsweise hineingeben.

Die verbleibenden Gnocchi in noch ruhigerem Wasser garen und erst nach dem Aufsteigen vorsichtig herausheben.

Die Salbeibutter schmeckt bitter.

Bei mittlerer Hitze aromatisieren und die Salbeiblätter nicht verbrennen lassen.

Bei deutlich bitterem Geschmack die Salbeibutter nicht weiterverwenden.

Servieren und kombinieren

  • Als erster Gang servieren: Die Strangolapreti direkt nach dem Schwenken in Salbeibutter als eigenständigen ersten Gang servieren und mit den restlichen 30 g Grana Padano bestreuen.
  • Direkt aus der Pfanne auf den Teller: Die weichen Gnocchi unmittelbar nach dem Schwenken anrichten, damit Salbeibutter und Käse ihren besten Geschmack und ihre beste Konsistenz behalten.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Brot und Weizenmehl enthalten Weizen beziehungsweise daraus hergestellte glutenhaltige Getreideprodukte.
  • Milch: enthält · Vollmilch, Grana Padano und Butter sind Milchprodukte.
  • Ei: enthält · Die Gnocchi-Masse enthält Hühnereier.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was sind Strangolapreti?

Strangolapreti sind weiche Brotgnocchi aus eingeweichtem Brot, Spinat, Ei und Käse. In dieser Zubereitung werden sie in Salbeibutter geschwenkt.

Warum wird die harte Brotrinde entfernt?

Ohne harte Rinde kann das Brot die Milch gleichmäßiger aufnehmen und eine homogene, formbare Masse bilden.

Wie muss die Masse vor dem Formen sein?

Die Masse soll weich, aber formbar sein. Nach 15 Minuten Ruhe lässt sie sich mit angefeuchteten Teelöffeln abstechen.

Warum dürfen die Gnocchi nicht sprudelnd kochen?

Das leise Sieden schont die empfindliche Masse und hilft, dass die unregelmäßig geformten Gnocchi zusammenbleiben.

Aus unserer Küche

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