Lardo als würzige Grundlage
Lardo ist luftgetrocknetes italienisches Speckfett. Beim Auslassen liefert es Fett und eine herzhafte Specknote für den Schmorkohl.
Gemüsebeilage aus Sardinien
Weißkohl wird mit Lardo, Knoblauch, Petersilie und Lorbeer langsam im eigenen Saft geschmort. So entsteht eine herzhafte, weiche Gemüsebeilage mit klarer Kohlidentität und würziger Tiefe.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cavolo cappuccio alla sarda bringt Weißkohl mit einer würzigen, langsam geschmorten Zubereitung auf den Tisch. Lardo, Knoblauch, Petersilie und Lorbeer geben dem Gemüse Tiefe, während der Kohl weich bleibt und seinen eigenen Saft bindet. Die Beilage wird warm serviert und passt als eigenständige Gemüsekomponente zu einer herzhaften Mahlzeit.
Weicher, saftiger Kohl mit leichtem Biss, herzhaften Lardo-Noten und dem warmen Aroma von Knoblauch, Petersilie und Lorbeer.
Schritt für Schritt
Vom Weißkohl die äußeren Blätter entfernen. Den Kohl vierteln, den Strunk keilförmig herausschneiden und die Viertel in etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Waschen und im Sieb gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kohlstreifen sind sauber geschnitten und gut abgetropft.
Knoblauch und Petersilie fein hacken. Den Lardo in kleine Würfel schneiden.
Daran erkennst du es: Lardo, Knoblauch und Petersilie sind gleichmäßig vorbereitet.
Den Lardo in einem breiten Schmortopf bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten auslassen, bis etwas Fett austritt. Knoblauch und Petersilie dazugeben und etwa 1 Minute unter Rühren anschwitzen, ohne sie zu bräunen.
Daran erkennst du es: Etwas Fett ist aus dem Lardo ausgetreten; Knoblauch und Petersilie duften, sind aber nicht gebräunt.
Den Kohl portionsweise in den Topf geben und jeweils kurz wenden, bis er etwas zusammenfällt. Lorbeerblatt, das dosierte Salz und etwas Pfeffer hinzufügen.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist leicht zusammengefallen, aber noch nicht weich gegart.
Das Wasser angießen, den Topf schließen und den Kohl bei niedriger Hitze 45–55 Minuten schmoren lassen. Etwa alle 10 Minuten umrühren. Falls der Topfboden trocken wird, esslöffelweise zusätzliches Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist weich, aber nicht breiig; der Topfboden bleibt leicht saftig.
Das Lorbeerblatt entfernen. Den Kohl mit Pfeffer und bei Bedarf vorsichtig mit zusätzlichem Salz abschmecken. Noch 5 Minuten zugedeckt ruhen lassen und warm servieren.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist weich, saftig und nicht breiig; die Würzung ist ausgewogen.
Gut zu wissen
Lardo ist luftgetrocknetes italienisches Speckfett. Beim Auslassen liefert es Fett und eine herzhafte Specknote für den Schmorkohl.
Der Kohl wird leichter und erhält weniger herzhafte Specknote.
Das Lardo vollständig durch 30 ml Olivenöl ersetzen und das Öl im Schmortopf erwärmen, bevor Knoblauch und Petersilie darin angeschwitzt werden.
Mit den angegebenen 150 ml beginnen und nur esslöffelweise nachgießen, falls der Topfboden trocken wird.
Den Kohl ohne Deckel kurz weitergaren, bis überschüssige Flüssigkeit verdampft ist.
Die Aromaten nur bei mittlerer Hitze anschwitzen und den Kohl anschließend zugedeckt bei niedriger Hitze garen.
Bei angebrannten Aromaten den nicht angebrannten Kohl vorsichtig in einen sauberen Topf umsetzen und mit der niedrigen Hitze fortfahren.
Nach 45 Minuten erstmals prüfen und den Kohl vom Herd nehmen, sobald er weich, aber noch strukturiert ist.
Häufig gefragt
Lardo findest du meist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an der Wursttheke.
Ja. Ersetze 80 g Lardo durch 30 ml Olivenöl. Der Kohl wird dadurch leichter und erhält weniger herzhafte Specknote.
Der Kohl soll weich, aber nicht breiig sein. Prüfe ihn gegen Ende der Schmorzeit und nimm ihn vom Herd, sobald er noch etwas Struktur behält.
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