Kardonen vorbereiten
Kardonen werden vor dem Gratinieren von äußeren Stangen und Fäden befreit. Zarte, frische Stangen behalten nach dem Vorkochen ihre Form und eignen sich besonders gut für die Auflaufform.
Piemont · Gemüse-Contorno
Zarte, vorgekochte Kardonen werden mit Ei-Käse-Béchamel, Semmelbröseln und Grana Padano überbacken und kurz vor dem Servieren mit frischem weißem Trüffel vollendet.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cardi gratinati al tartufo bringen ein piemontesisches Gemüse-Contorno mit zarten Kardonen und feinem Trüffelaroma auf den Tisch. Nach dem Vorkochen werden die Stangen mit einer cremigen Ei-Käse-Béchamel überbacken und erst unmittelbar vor dem Servieren mit weißem Trüffel verfeinert.
Cremig und herzhaft im Inneren, mit zarten, leicht herben Kardonen und einer goldbraunen, knusprigen Kruste. Der weiße Trüffel setzt zum Schluss eine intensive, erdige Duftnote.
Schritt für Schritt
Die äußeren Kardonenstangen entfernen, die Fäden mit einem Sparschäler abziehen und die Stangen in etwa 6 cm lange Stücke schneiden. Die Stücke sofort in kaltes Wasser mit dem Saft der Zitrone legen, damit sie hell bleiben.
3 l Wasser mit Mehl und Salz in einem großen Topf verrühren und aufkochen. Die Kardonen abtropfen lassen, ins kochende Wasser geben und 30 bis 35 Minuten garen, bis sie weich, aber noch formstabil sind. Anschließend gründlich abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kardonen sind weich, behalten aber ihre Form.
Für die Béchamel die Butter zerlassen. Das Mehl einrühren und bei mittlerer Hitze etwa 1 Minute anschwitzen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Sauce 6 bis 8 Minuten leise köcheln lassen, bis sie cremig ist. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und Muskat würzen.
Daran erkennst du es: Die Béchamel ist cremig und überzieht den Schneebesen leicht.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eier mit 40 g Grana Padano und etwa 150 g Béchamel verrühren. Die Mischung nur mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
Eine etwa 30 × 20 cm große Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen. Die abgetropften Kardonen darin verteilen und die Ei-Käse-Mischung darübergeben. Mit der restlichen Béchamel bedecken, anschließend Semmelbrösel und den übrigen Grana Padano darüberstreuen. Die restliche Butter in kleinen Flöckchen daraufsetzen.
Das Gratin bei 180 °C 25 bis 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Für eine kräftigere Kruste die Form zum Schluss 2 bis 3 Minuten unter den Grill des Backofens stellen und dabei aufmerksam beobachten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Gratinage gestockt.
Das Gratin 5 Minuten ruhen lassen. Den weißen Trüffel erst unmittelbar vor dem Servieren dünn darüberhobeln und die Kardonen warm als Contorno servieren.
Daran erkennst du es: Das Gratin ist gesetzt, bleibt aber warm und cremig.
Gut zu wissen
Kardonen werden vor dem Gratinieren von äußeren Stangen und Fäden befreit. Zarte, frische Stangen behalten nach dem Vorkochen ihre Form und eignen sich besonders gut für die Auflaufform.
Frischer weißer Trüffel wird erst unmittelbar vor dem Servieren dünn gehobelt. Wenn er nicht verfügbar ist, kann er weggelassen werden; das Gratin bleibt dann aromatisch, verliert aber seine typische erdige Trüffelnote.
Der geriebene Grana Padano würzt die Ei-Béchamel und bildet zusammen mit Semmelbröseln und Butter die goldbraune Kruste.
Staudensellerie wird schneller weich und schmeckt frischer. Das Gratin fällt dadurch deutlich weniger herb und nussig aus.
Staudensellerie putzen, in Stücke schneiden und nur so lange vorkochen, bis er weich, aber noch formstabil ist. Anschließend wie die Kardonen weiterverarbeiten.
Das Kardonen-Gratin bleibt erhalten, ihm fehlt jedoch die typische erdige Trüffelnote.
Den Trüffel ersatzlos weglassen und das Gratin nach der Ruhezeit warm servieren.
Die Stücke sofort in kaltes Wasser mit Zitronensaft legen.
Verfärbte Stellen gegebenenfalls dünn abschneiden und die Kardonen anschließend wie vorgesehen vorkochen.
Nach 30 Minuten die Konsistenz prüfen und die Kardonen herausnehmen, sobald sie weich, aber noch formstabil sind.
Sehr weiche Kardonen vorsichtig abtropfen lassen und die Gratinage nur behutsam darübergeben.
Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einarbeiten.
Die Sauce kräftig glatt rühren oder durch ein Sieb passieren, bevor sie weiterverwendet wird.
Die Grillphase auf 2 bis 3 Minuten begrenzen und die Form aufmerksam beobachten.
Eine zu dunkle Oberfläche vorsichtig abheben und das Gratin ohne weitere Grillzeit servieren.
Häufig gefragt
Ja. Der weiße Trüffel kann weggelassen werden. Das Kardonen-Gratin bleibt erhalten, verliert aber seine typische erdige Trüffelnote.
Als Notlösung eignet sich Staudensellerie. Er wird schneller weich und schmeckt frischer, wodurch das Gratin weniger herb und nussig ausfällt.
Erst unmittelbar vor dem Servieren. Den frischen Trüffel dünn über das 5 Minuten geruhte, warme Gratin hobeln.
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