Tigelle modenesi con cunza

Crescentine aus Emilia-Romagna

Runde modenische Crescentine aus Hefeteig, in der Pfanne gegart und warm mit einer würzigen Cunza aus Lardo, Knoblauch und Rosmarin gefüllt.

Zum Rezept
Tigelle modenesi con cunza
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 20 Min.
Menge 12 Tigelle
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Garen auf heißer Platte, Mahlen, Zerstoßen und Verreiben

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Hefeteig wird durch Schweineschmalz elastisch und bleibt nach dem Garen angenehm weich.
  • Die trockene, schwere Pfanne sorgt für goldgelbe Stellen und eine gleichmäßig durchgegarte Mitte.
  • Die fein verarbeitete Cunza verteilt Lardo, Knoblauch und Rosmarin in jedem Bissen.
  • Das Aufschneiden und Füllen im warmen Zustand verbindet das weiche Brot direkt mit der würzigen Paste.

Diese kleinen, runden Tigelle aus Modena werden in der schweren Pfanne goldgelb gegart, heiß aufgeschnitten und mit Cunza bestrichen. Die würzige Paste aus fein gehacktem Lardo, Knoblauch und Rosmarin schmilzt leicht in der warmen Tigella und macht aus dem weichen Fladen ein herzhaftes, aromatisches Handgericht.

Außen zeigen die Tigelle goldgelbe Stellen, während die Mitte weich und elastisch bleibt. Die Cunza schmeckt herzhaft und intensiv nach Lardo, mit deutlichem Knoblauch- und Rosmarinaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig kneten

    Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Mehl und das Teigsalz in eine große Schüssel geben, das Hefewasser dazugießen und alles zunächst grob vermengen. Das Schweineschmalz hinzufügen und den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zu einer Kugel formen.

    • Das Schweineschmalz erst nach dem groben Vermengen einarbeiten.
  2. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abdecken und an einem zugfreien Ort etwa 2 Stunden ruhen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.

    • Die Schüssel zugfrei aufstellen und den Teig abdecken.
  3. Cunza zubereiten

    Für die Cunza Lardo, Knoblauch, Rosmarinnadeln und das Salz mit einem großen Messer sehr fein hacken. Anschließend alles mit der Messerklinge oder in einem Mörser zu einer streichfähigen Paste verarbeiten. Bis zum Füllen beiseitestellen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist fein verarbeitet und streichfähig.

    • Je feiner die Zutaten gehackt sind, desto gleichmäßiger lässt sich die Cunza verstreichen.
  4. Tigelle formen

    Den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 12 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel formen und zu einem runden Fladen von 8 bis 10 cm Durchmesser und etwa 6 mm Dicke ausrollen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Teigscheiben sind ungefähr gleich groß und gleich dick.

    • Gleichmäßige Dicke unterstützt ein gleichmäßiges Durchgaren.
  5. Teigscheiben ruhen lassen

    Die Teigscheiben mit einem Tuch abdecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen. Währenddessen die schwere Pfanne und die Druckpfanne bereitlegen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigscheiben haben sich leicht entspannt und lassen sich gut garen.

    • Die Teigscheiben abgedeckt lassen, damit ihre Oberfläche nicht austrocknet.
  6. Tigelle in der Pfanne garen

    Eine große schwere, trockene Pfanne bei mittlerer Hitze vorheizen. Mehrere Teigscheiben hineinlegen, mit einem Stück Backpapier abdecken und eine kleinere schwere Pfanne daraufsetzen, damit die Fladen flach bleiben. Die Tigelle 2 bis 3 Minuten garen, wenden und weitere 2 bis 3 Minuten backen. Bei Bedarf noch einmal kurz wenden, bis beide Seiten goldgelbe Stellen zeigen und die Mitte durchgegart ist. Ohne Druckpfanne die Fladen ebenfalls bei mittlerer bis niedriger Hitze beidseitig garen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Beide Seiten zeigen goldgelbe Stellen und die Mitte ist durchgegart.

    • Die Pfanne nicht zu heiß werden lassen, damit die Oberfläche nicht verbrennt, bevor die Mitte gar ist.

    Wichtig: Beim Aufsetzen und Abnehmen der heißen kleinen Pfanne vorsichtig arbeiten.

  7. Warm halten

    Die fertigen Tigelle in ein sauberes Tuch einschlagen, damit sie warm und weich bleiben.

    1 Minute
    • Die Tigelle erst kurz vor dem Servieren aufschneiden.
  8. Füllen und servieren

    Jede Tigella noch warm waagerecht aufschneiden, mit etwas Cunza bestreichen und sofort servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Cunza ist gleichmäßig auf der warmen Schnittfläche verteilt.

    • Die Cunza portionsweise verwenden und den Rest bis zum Füllen beiseitestellen.

    Wichtig: Beim waagerechten Aufschneiden der heißen Tigelle vorsichtig mit dem Messer arbeiten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Warm füllen: Die Tigelle direkt nach dem Garen aufschneiden und bestreichen. So bleibt die Oberfläche weich und die Cunza lässt sich leicht verteilen.
  • Hitze kontrollieren: Eine mittlere bis niedrige Hitze verhindert, dass die Fladen außen zu schnell bräunen, bevor die Mitte durchgegart ist.

Zutatenwissen

Mehlwahl

Weizenmehl Type 00 oder Type 550 ist für den elastischen Hefeteig vorgesehen.

Cunza fein verarbeiten

Lardo, Knoblauch und Rosmarin werden sehr fein gehackt und anschließend zu einer streichfähigen Paste verarbeitet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig bleibt unelastisch und lässt sich schwer ausrollen.

Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist.

Den Teig weiterkneten, bis eine glatte, elastische Struktur entsteht.

Die Tigelle werden außen zu dunkel, während die Mitte noch nicht durchgegart ist.

Bei mittlerer bis niedriger Hitze garen und die Teigscheiben möglichst gleichmäßig ausrollen.

Die Hitze reduzieren und die Fladen bei Bedarf noch einmal kurz wenden.

Die Cunza lässt sich nicht gleichmäßig verstreichen.

Die Zutaten zuerst sehr fein hacken und anschließend mit Messerklinge oder Mörser zu einer Paste verarbeiten.

Die Mischung weiter zerreiben, bis sie streichfähig ist.

Die Tigelle werden trocken oder hart.

Fertige Tigelle sofort in ein sauberes Tuch einschlagen und nur so lange garen, bis die Mitte durch ist.

Die Tigelle noch warm aufschneiden und direkt mit Cunza servieren.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Cunza servieren: Die Tigelle heiß aufschneiden, mit Cunza bestreichen und sofort servieren, solange Brot und Füllung weich und aromatisch sind.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Brauche ich eine spezielle Tigelliera?

Nein. Eine große schwere Pfanne reicht aus. Eine kleinere schwere Pfanne kann die Teigscheiben zusätzlich flach halten; alternativ werden die Tigelle ohne Druckpfanne gegart.

Woran erkenne ich, dass der Teig ausreichend gegangen ist?

Der Teig sollte nach etwa 2 Stunden sichtbar aufgegangen sein. Nach dem Ausrollen ruhen die Teigscheiben zusätzlich 30 Minuten.

Was ist Cunza?

Cunza ist in diesem Rezept eine streichfähige Paste aus fein gehacktem Lardo, Knoblauch, Rosmarin und Salz.

Warum werden die Tigelle in einer trockenen Pfanne gegart?

Die trockene, schwere Pfanne erzeugt die goldgelben Stellen, ohne dass zusätzliches Fett zum Garen des Brotes benötigt wird.

Aus unserer Küche

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