Schafsricotta
Ricotta di pecora schmeckt kräftiger als Ricotta aus Kuhmilch und passt besonders gut zur süßen Füllung. Sie ist in italienischen Feinkostgeschäften, an gut sortierten Käsetheken und gelegentlich in größeren Supermärkten erhältlich.
Sizilianisches Hefegebäck
Frittierte sizilianische Brioche-Rollen mit elastischem Hefeteig, cremiger Schafsricotta und Zartbitter-Schokotropfen. Die spiralförmig um Metallröhren gewickelten Cartocci werden goldbraun ausgebacken, in Zucker gewälzt und kurz vor dem Servieren gefüllt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cartocci siciliani alla ricotta sind weiche, frittierte Brioche-Rollen mit kühler Ricottacreme und dunklen Schokotropfen. In Palermo und Umgebung sind sie auch als Macallè bekannt. Der elastische Hefeteig wird spiralförmig um Metallröhren gewickelt, goldbraun frittiert und anschließend mit gesüßter Ricottacreme gefüllt.
Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und briocheartig. Die kalte Ricottacreme ist glatt, vollmundig und leicht körnig, mit süßen Noten und kleinen herben Schokoladenakzenten.
Schritt für Schritt
Die Ricotta mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, in einem feinen Sieb über einer Schüssel im Kühlschrank abtropfen lassen. Sie darf nicht in der ablaufenden Flüssigkeit stehen.
Daran erkennst du es: Die Ricotta ist deutlich fester und gibt keine freie Flüssigkeit mehr ab.
Die lauwarme Milch mit der frischen Hefe verrühren. Mehl, Zucker und Salz in die große Rührschüssel geben. Ei und Hefemilch hinzufügen und alles zu einem weichen Teig verkneten.
Daran erkennst du es: Ein zusammenhängender, weicher Teig ist entstanden.
Das weiche Schweineschmalz portionsweise in den Teig einarbeiten. Den Teig von Hand etwa 10 Minuten oder mit der Küchenmaschine 6 bis 8 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und nur noch leicht klebrig ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nur noch leicht klebrig.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und an einem zugfreien Ort etwa 2 Stunden gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich deutlich vergrößert.
Die abgetropfte Ricotta durch das feine Sieb streichen. Mit dem Zucker glatt rühren und anschließend die Zartbitter-Schokotropfen unterheben. Die Creme abgedeckt kalt stellen, während der Teig weiterverarbeitet wird.
Daran erkennst du es: Die Creme ist glatt und gleichmäßig mit Schokotropfen vermischt.
Den aufgegangenen Teig in 8 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einem etwa 45 cm langen, gleichmäßig dicken Strang rollen.
Daran erkennst du es: Es liegen 8 möglichst gleichmäßige Teigstränge vor.
Die Metallröhren dünn einfetten. Jeden Teigstrang spiralförmig um eine Röhre wickeln. Die Windungen dürfen sich leicht berühren, sollen aber nicht übereinanderliegen. Die Teigenden unter einer Windung festdrücken, damit sich die Spirale beim Frittieren nicht öffnet.
Daran erkennst du es: Die Spiralen sitzen gleichmäßig auf den Röhren und die Enden sind fixiert.
Wichtig: Nur Metallröhren verwenden, die für hohe Temperaturen geeignet sind.
Die geformten Cartocci auf das mit Backpapier belegte Blech legen, locker abdecken und etwa 60 Minuten gehen lassen. Sie sollen sichtbar aufgegangen und leicht sein.
Daran erkennst du es: Die Teigrollen sind sichtbar aufgegangen und fühlen sich leicht an.
Das Öl in einem hohen Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Immer nur wenige Cartocci gleichzeitig frittieren, damit die Temperatur nicht stark abfällt.
Daran erkennst du es: Das Öl liegt im Bereich von 170 bis 175 °C.
Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben und den Topf nicht unbeaufsichtigt lassen.
Die Rollen unter vorsichtigem Wenden etwa 3 bis 4 Minuten goldbraun ausbacken. Mit der Küchenzange herausheben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Metallröhren vorsichtig herausziehen. Bei Bedarf die Teigrollen noch 30 bis 60 Sekunden ohne Röhren nachfrittieren, damit auch die Innenseiten vollständig goldbraun werden.
Daran erkennst du es: Die Rollen sind rundum goldbraun und auch innen vollständig ausgebacken.
Wichtig: Die Metallröhren und das Öl sind sehr heiß; vorsichtig arbeiten.
Die noch warmen, aber nicht mehr heißen Cartocci im Zucker wälzen und anschließend vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit Zucker bedeckt und die Rollen sind abgekühlt.
Die gekühlte Ricottacreme in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen.
Daran erkennst du es: Die Creme lässt sich gleichmäßig aus dem Spritzbeutel drücken.
Jeden Cartoccio von beiden Seiten mit Ricottacreme füllen. Die Füllung erst kurz vor dem Servieren einfüllen, damit der frittierte Hefeteig möglichst knusprig bleibt.
Daran erkennst du es: Beide Seiten jeder Rolle sind gleichmäßig mit Ricottacreme gefüllt.
Gut zu wissen
Ricotta di pecora schmeckt kräftiger als Ricotta aus Kuhmilch und passt besonders gut zur süßen Füllung. Sie ist in italienischen Feinkostgeschäften, an gut sortierten Käsetheken und gelegentlich in größeren Supermärkten erhältlich.
Manitoba-Mehl oder ein anderes backstarkes Weizenmehl unterstützt den elastischen Hefeteig und erleichtert das Rollen der langen Teigstränge.
Die Creme schmeckt milder und kann je nach Feuchtigkeit etwas länger abtropfen müssen.
Die Kuhmilch-Ricotta wie die Schafsricotta mindestens 4 Stunden, bei hoher Feuchtigkeit länger, im Sieb abtropfen lassen und anschließend durch ein feines Sieb streichen.
Der Geschmack bleibt mild und neutral.
Das Sonnenblumenöl auf 170 bis 175 °C erhitzen und wie angegeben zum Frittieren verwenden.
Die Ricotta mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Sieb abtropfen lassen.
Die Creme erneut kalt stellen und die Ricotta bei Bedarf weiter abtropfen lassen, bevor sie in den Spritzbeutel kommt.
Die Stränge gleichmäßig rollen, die Windungen nur leicht berühren lassen und die Enden unter einer Windung festdrücken.
Bei bereits geformten Rollen überstehende oder stark überlappende Teigstellen vorsichtig korrigieren.
Die Öltemperatur im Bereich von 170 bis 175 °C halten und nur wenige Rollen auf einmal frittieren.
Die nächste Charge erst einlegen, wenn das Öl wieder im Zielbereich liegt.
Die Cartocci vollständig abkühlen lassen und erst kurz vor dem Servieren füllen.
Bereits gefüllte Cartocci möglichst bald servieren.
Die Ricotta kann 4 bis 12 Stunden vorher abtropfen. Die Ricottacreme bis zum Füllen abgedeckt kalt stellen. Die Cartocci erst kurz vor dem Servieren füllen.
Häufig gefragt
Ja. Gut abgetropfte Kuhmilch-Ricotta funktioniert als mildere Alternative. Je nach Feuchtigkeit muss sie etwas länger abtropfen.
Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht. Sie sollte vor der Verarbeitung deutlich fester sein und keine freie Flüssigkeit mehr abgeben.
Erst kurz vor dem Servieren. So bleibt der frittierte Hefeteig möglichst knusprig.
Das Öl sollte 170 bis 175 °C heiß sein. Immer nur wenige Rollen gleichzeitig frittieren, damit die Temperatur nicht stark abfällt.
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