Pici alla briciola

Toskana · handgerollte Pasta

Handgezogene toskanische Pici werden mit in Olivenöl gerösteten Brotbröseln, Knoblauch, Chili und frischen Kräutern vermengt. Ein schlichtes Pastagericht mit rustikalem Biss und viel Aroma.

Zum Rezept
Pici alla briciola: knusprige Brotbrösel auf toskanischer Pasta
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 14 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 85 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der feste Pici-Teig ergibt eine dicke, unregelmäßige Pasta mit angenehm bissiger Struktur.
  • Die Brotbrösel werden in Olivenöl goldbraun geröstet und haften dadurch besonders gut an der Pasta.
  • Knoblauch und getrocknete Chili aromatisieren das Öl, während Petersilie und Basilikum zum Schluss Frische beisteuern.

Pici alla briciola verbindet dicke, unregelmäßig handgezogene Pasta mit knusprigen Brotbröseln. Das Gericht ist in der Toskana, besonders im Raum Siena, für seine einfache Zubereitung und den herzhaften Geschmack bekannt.

Die Pici sind weich und zugleich bissfest, die Brösel goldbraun, knusprig und leicht rustikal. Olivenöl, Knoblauch und Chili prägen das Aroma, während Petersilie und Basilikum für einen frischen Abschluss sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig herstellen und Pici formen

  1. Teig kneten

    Das Weizenmehl mit dem Salz mischen und auf die Arbeitsfläche geben. Das warme Wasser nach und nach einarbeiten und alles zu einem festen, glatten Teig verkneten. Das dauert etwa 8 bis 10 Minuten. Falls der Teig sehr trocken bleibt, teelöffelweise etwas zusätzliches Wasser einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist fest und glatt.

    • Zusätzliches Wasser langsam einarbeiten, damit der Teig nicht zu weich wird.
  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich nach der Ruhezeit geschmeidiger ausziehen.

  3. Pici ausziehen

    Den Teig in acht Stücke teilen. Jedes Stück zunächst zu einem kurzen Strang rollen und anschließend mit den Händen zu einem unregelmäßigen, etwa 25 bis 30 cm langen und 3 bis 4 mm dicken Pici ausziehen. Die fertigen Pici mit dem zurückbehaltenen Mehl bestäuben und locker auf das bemehlte Brett legen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pici sind gleichmäßig bemehlt und liegen locker nebeneinander.

    • Die Pici dürfen bewusst unregelmäßig aussehen; gerade diese Form nimmt die Brösel gut auf.

Knusprige Brotbrösel zubereiten

  1. Brot und Kräuter vorbereiten

    Das Brot grob zerzupfen oder reiben, sodass ungleichmäßige Brösel entstehen. Petersilie und Basilikum fein hacken. Den Knoblauch leicht andrücken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brösel sind ungleichmäßig, die Kräuter fein gehackt und der Knoblauch nur angedrückt.

    • Ungleichmäßige Brösel sorgen für unterschiedliche knusprige Texturen.
  2. Brösel rösten

    Das Olivenöl in der großen Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Knoblauch und Chilischote 2 bis 3 Minuten darin aromatisieren, ohne den Knoblauch dunkel werden zu lassen. Die Brotbrösel zugeben und unter regelmäßigem Wenden 4 bis 6 Minuten goldbraun und knusprig rösten. Den Knoblauch herausnehmen.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brösel sind goldbraun und knusprig, der Knoblauch ist nicht dunkel geworden.

    • Die Brösel regelmäßig wenden, damit sie gleichmäßig bräunen.

Pici kochen und vermengen

  1. Pici kochen

    In einem großen Topf mindestens 3 Liter Wasser mit dem Salz zum Kochen bringen. Die Pici hineingeben und 6 bis 8 Minuten garen, bis sie weich sind, aber noch Biss haben. Vor dem Abgießen etwa 100 ml Kochwasser zurückbehalten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pici sind weich, haben aber noch Biss.

    • Das Kochwasser vor dem Abgießen zurückbehalten, damit sich die Brösel besser mit der Pasta verbinden.
  2. Pici mit den Bröseln vermengen

    Die Pici direkt in die Pfanne zu den Brotbröseln geben. Mit etwas Kochwasser vermengen, bis das Öl die Pasta gleichmäßig überzieht und die Brösel anhaften. Petersilie und Basilikum unterheben und sofort servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Öl überzieht die Pasta gleichmäßig und die Brösel haften an den Pici.

    • Nur so viel Kochwasser verwenden, dass die Pasta leicht glänzt und die Brösel haften bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Unregelmäßige Form ist erwünscht: Pici müssen nicht perfekt gleichmäßig sein. Unterschiedliche Dicken gehören zur handgezogenen Pasta und geben dem Gericht seine rustikale Struktur.
  • Mehl zum Bestäuben zurückbehalten: Von den 400 g Mehl werden 20 g zum Bestäuben der fertigen Pici zurückbehalten. So kleben die geformten Stränge nicht am Brett zusammen.
  • Kochwasser aufbewahren: Das zurückbehaltene Kochwasser hilft, Öl und Pasta miteinander zu verbinden und die Brösel an der Oberfläche haften zu lassen.

Zutatenwissen

Pane toscano oder pane sciocco

Ungesalzenes toskanisches Landbrot ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Bäckereien und größeren Supermärkten erhältlich. Ungesalzenes Bauernbrot ist eine passende Alternative und schmeckt etwas kräftiger und rustikaler.

Chilischärfe anpassen

Die kleine getrocknete Chilischote gibt der briciola eine deutliche Würze. Für eine mildere Variante kann sie weggelassen werden.

Sinnvolle Alternativen

Ungesalzenes Bauernbrot

Die Brösel schmecken etwas kräftiger und rustikaler als mit toskanischem Landbrot.

Das Bauernbrot ebenfalls altbacken verwenden und grob zerzupfen oder reiben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Pici-Teig bleibt sehr trocken und lässt sich schwer ausziehen.

Das warme Wasser nach und nach zugeben und den Teig 8 bis 10 Minuten gründlich kneten.

Teelöffelweise zusätzliches Wasser einarbeiten, bis der Teig fest, aber geschmeidig ist.

Die Brotbrösel schmecken bitter und der Knoblauch ist dunkel.

Bei niedriger bis mittlerer Hitze arbeiten und den Knoblauch nur 2 bis 3 Minuten aromatisieren.

Den Knoblauch entfernen, bevor er dunkel wird; bereits bitter geröstete Brösel sollten ersetzt werden.

Die Brösel bleiben weich und haften kaum an der Pasta.

Die Brösel goldbraun und knusprig rösten und das Kochwasser nur nach und nach zugeben.

Die vermengte Pasta kurz in der Pfanne weiter schwenken, ohne zusätzliches Wasser zuzugeben.

Varianten

Milde briciola

Eine mildere Version ohne deutliche Chilischärfe.

Servieren und kombinieren

  • Sofort servieren: Die Pici direkt nach dem Vermengen in der Pfanne servieren, solange die Brotbrösel knusprig sind und das Olivenöl die Pasta noch gleichmäßig überzieht.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl und Landbrot sind im Rezept enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum kann zusätzliches Wasser nötig sein?

Je nach Mehl und Luftfeuchtigkeit kann der Teig zunächst sehr trocken wirken. In diesem Fall teelöffelweise bis zu 20 ml zusätzliches warmes Wasser einarbeiten.

Welches Brot eignet sich für die briciola?

Am besten eignet sich altbackenes, möglichst ungesalzenes toskanisches Landbrot. Ungesalzenes Bauernbrot ist eine passende Alternative.

Wie lang und dick sollen die Pici werden?

Die Pici werden etwa 25 bis 30 cm lang und 3 bis 4 mm dick ausgezogen. Ihre Form darf unregelmäßig sein.

Wie viel Kochwasser soll zurückbehalten werden?

Vor dem Abgießen etwa 100 ml Kochwasser zurückbehalten und beim Vermengen nur so viel zugeben, bis das Öl die Pasta gleichmäßig überzieht und die Brösel anhaften.

Aus unserer Küche

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