Lievito madre verwenden
Der aktive Weizensauerteig sollte sichtbar aufgegangen sein und mild-säuerlich riechen. Er kann in handwerklichen Bäckereien oder Backfachgeschäften erhältlich sein.
Rustikaler Weizenlaib aus dem Latium
Rustikaler Weizenlaib aus Velletri im Latium mit kräftiger Kruste, lockerer Krume und langer Führung im geschlossenen gusseisernen Topf.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pane di Velletri ist ein rustikales Weizensauerteigbrot in Form einer runden Pagnotta. Die Hausversion verbindet Weizenmehl Type 0 und Type 1 mit aktivem Weizensauerteig, mehreren Faltungen und dem Backen im vorgeheizten Topf.
Außen kräftig goldbraun und rustikal knusprig, innen locker, elastisch und aromatisch mit mild-säuerlicher Weizennote.
Schritt für Schritt
Weizenmehl Type 0 und Type 1 in der großen Schüssel mischen. 400 ml Wasser zugießen und nur so lange vermengen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Den aktiven Weizensauerteig in kleinen Stücken zum Teig geben und mit den Händen oder in der Küchenmaschine einarbeiten. Das Salz in den restlichen 20 ml Wasser auflösen und ebenfalls einarbeiten. Den Teig 6–8 Minuten kneten, bis er elastischer wird und sich weitgehend von der Schüssel löst.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt elastischer und löst sich weitgehend von der Schüssel.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei 24–26 °C insgesamt etwa 4–5 Stunden gehen lassen. In den ersten 2 Stunden alle 30 Minuten einmal dehnen und falten: Eine Teigseite hochziehen und zur Mitte legen, dann die Schüssel weiterdrehen und insgesamt vier Faltungen ausführen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar luftiger und hat etwa 50–70 % an Volumen gewonnen.
Den luftiger gewordenen Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einer lockeren Kugel vorformen, abdecken und 20 Minuten entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigoberfläche wirkt entspannt und lässt sich anschließend ohne starkes Zurückspringen formen.
Den Teig zu einer straffen runden Pagnotta formen. Dafür die Teigränder zur Mitte legen, den Laib umdrehen und mit leicht gespannter Handfläche über die Arbeitsfläche ziehen. Mit dem Schluss nach oben in ein mit dem restlichen Mehl bemehltes Gärkörbchen oder eine mit einem bemehlten Tuch ausgelegte Schüssel legen.
Daran erkennst du es: Der Laib ist rund und besitzt eine sichtbar gespannte Oberfläche.
Für die Endgare 2–3 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Alternativ den Laib 12–16 Stunden abgedeckt im Kühlschrank reifen lassen. Der Teig ist bereit, wenn eine vorsichtige Druckprobe langsam zurückfedert.
Daran erkennst du es: Eine vorsichtige Druckprobe federt langsam zurück.
Den gusseisernen Topf mit Deckel auf der unteren Schiene in den Backofen stellen und mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf Backpapier stürzen und mit einem scharfen Messer einmal längs oder kreuzförmig einschneiden.
Wichtig: Der gusseiserne Topf und sein Deckel werden sehr heiß; beim Herausnehmen immer hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Den Laib in den heißen Topf setzen, den Deckel auflegen und 20 Minuten bei 240 °C backen. Danach den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 210 °C senken und weitere 20–25 Minuten backen, bis die Kruste kräftig goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig goldbraun.
Wichtig: Beim Öffnen entweicht heißer Dampf. Gesicht und Hände nicht über den Topf halten.
Das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen, bevor du es anschneidest.
Daran erkennst du es: Der Laib ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Der aktive Weizensauerteig sollte sichtbar aufgegangen sein und mild-säuerlich riechen. Er kann in handwerklichen Bäckereien oder Backfachgeschäften erhältlich sein.
Die Kombination aus Weizenmehl Type 0 und Type 1 prägt den rustikalen Charakter des Laibs und unterstützt eine kräftige Kruste.
Das separate Mehl wird für Arbeitsfläche und Gärkörbchen verwendet und gehört nicht zur Teigmenge.
Auf einen sichtbar luftigen Teig, den Volumenzuwachs von etwa 50–70 Prozent und die langsame Rückfederung bei der Druckprobe achten.
Den geformten Laib länger bei Raumtemperatur stehen lassen, sofern die Druckprobe noch deutlich schnell zurückfedert.
Die Druckprobe verwenden und nicht ausschließlich nach der Uhr entscheiden.
Den Laib vorsichtig neu formen, kurz entspannen lassen und anschließend erneut in Form bringen; die Krume kann dennoch dichter ausfallen.
Nach 20 Minuten den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 210 °C senken und den Laib bis zur kräftig goldbraunen Kruste weiterbacken.
Den Laib ohne Deckel einige Minuten länger backen und dabei die Oberfläche aufmerksam beobachten.
Die geformte Pagnotta reift langsam über Nacht und kann am nächsten Tag direkt gebacken werden.
Die geformte Pagnotta kann abgedeckt 12–16 Stunden im Kühlschrank reifen. Anschließend direkt stürzen, einschneiden und backen.
Häufig gefragt
Ja. Den geformten Laib abgedeckt 12–16 Stunden im Kühlschrank reifen lassen und anschließend direkt stürzen, einschneiden und backen.
Er sollte nach dem Füttern sichtbar aufgegangen sein und mild-säuerlich riechen.
Eine mit einem bemehlten Tuch ausgelegte Schüssel eignet sich als Ersatz.
Die Krume setzt sich während der mindestens zweistündigen Abkühlzeit. So lässt sich der Laib sauberer anschneiden und bleibt innen stabil.
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