Pizza a Merlazza aus dem Piemont

Piemont | Runde Pizza

Runde piemontesische Pizza mit lange gereiftem Teig, würziger Tomatensauce, roten Zwiebeln, Sardellen, schwarzen Oliven und cremiger Robiola.

Zum Rezept
Pizza a Merlazza aus dem Piemont
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 24 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 19 Stunden
Gesamtzeit ca. 20 Stunden
Menge 2 runde Pizzen à 28 cm
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Teigruhe entwickelt ein elastisches Teiggerüst und ein aromatisches Ergebnis.
  • Zwiebeln, Sardellen und schwarze Oliven bringen Würze und herzhafte Tiefe in die milde Tomatensauce.
  • Robiola wird erst gegen Ende der Backzeit aufgelegt und bleibt dadurch cremig.
  • Das vorgeheizte schwere Blech unterstützt einen kräftigen, knusprigen Boden im Haushaltsbackofen.

Pizza a Merlazza verbindet einen über Nacht im Kühlschrank gereiften Teig mit einem kräftigen Belag aus Tomaten, Zwiebeln, Sardellen, Oliven und Robiola. Im sehr heißen Haushaltsbackofen wird sie auf einem vorgeheizten Blech gebacken, bis der Rand knusprig und kräftig gebräunt ist.

Der Rand wird knusprig und kräftig gebräunt, während der Boden dünn und elastisch bleibt. Dazu kommen fruchtige Tomate, süßlich-würzige Zwiebeln, salzige Sardellen und Oliven sowie cremige, milde Robiola.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig vorbereiten und gehen lassen

  1. Hefewasser und Mehl vermengen

    Die frische Hefe im kalten Wasser auflösen. Das Weizenmehl in eine große Schüssel geben, das Hefewasser dazugießen und alles grob vermengen. Den Teig abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist zunächst noch grob vermengt und muss noch nicht glatt sein.

    • Die Ruhezeit erleichtert das spätere Kneten.
  2. Salz und Öl einkneten

    Salz und 15 ml Olivenöl hinzufügen. Den Teig 8 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zu einer zusammenhängenden Kugel formen.

    • Nicht zusätzlich Mehl einarbeiten, solange sich der Teig noch mit den Händen bearbeiten lässt.
  3. Teig bei Raumtemperatur ruhen lassen

    Den gekneteten Teig abdecken und 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sich entspannt und leicht entwickelt.

  4. Teiglinge kalt gehen lassen

    Den Teig in zwei gleich große Portionen teilen, rundwirken und in leicht geölte, verschließbare Behälter legen. Die Teiglinge 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind entspannt und bereit für die abschließende Raumtemperaturphase.

    • Die Behälter verschließen, damit die Teigoberflächen nicht austrocknen.
  5. Teiglinge temperieren

    Die Teiglinge 2 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur entspannen lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge lassen sich ohne starken Widerstand ausziehen.

    • Die Teiglinge erst kurz vor dem Formen aus den Behältern nehmen.

Sauce und Belag vorbereiten

  1. Sauce und Belag vorbereiten

    Die Knoblauchzehe schälen und mit den passierten Tomaten, Oregano und 2 g Salz verrühren. Die roten Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Sardellen abtropfen lassen und die Oliven halbieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist gleichmäßig verrührt und alle Belagzutaten sind vorbereitet.

    • Die Sauce wird nicht vorgekocht, sondern direkt aus den passierten Tomaten angerührt.

Pizzen formen und backen

  1. Backofen und Backfläche vorheizen

    Einen umgedrehten, schweren Backofenrost oder ein dickes Backblech auf der untersten Schiene platzieren. Den Backofen mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Währenddessen können Sauce und Belag vorbereitet werden.

    45 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Backofen und schwere Backfläche sind vollständig durchgeheizt.

    • Die Backfläche muss bereits heiß sein, bevor die Pizza daraufgezogen wird.

    Wichtig: Das Blech oder der umgedrehte Rost wird sehr heiß; zum Umsetzen hitzebeständige Ofenhandschuhe verwenden.

  2. Erste Pizza formen und belegen

    Einen Teigling auf leicht bemehltem Backpapier mit den Fingerspitzen vorsichtig zu einem 28 cm großen Kreis drücken und einen schmalen Rand stehen lassen. Die Hälfte der Tomatensauce darauf verteilen, dann die Hälfte der Zwiebeln, Sardellen und Oliven auflegen und mit 5 ml Olivenöl beträufeln.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist rund ausgezogen, der Rand bleibt sichtbar und der Belag ist gleichmäßig verteilt.

    • Den Rand nicht mit Sauce bedecken, damit er beim Backen kräftig aufgehen und bräunen kann.
  3. Erste Pizza backen

    Die Pizza samt Backpapier auf das vorgeheizte Blech ziehen und 7 Minuten backen. Die Hälfte der Robiola in kleinen Stücken darauf verteilen und weitere 3 bis 5 Minuten backen, bis der Rand kräftig gebräunt ist.

    11 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist kräftig gebräunt und die Robiola ist weich und cremig.

    • Die Robiola erst nach den ersten 7 Minuten auflegen, damit sie cremig bleibt.

    Wichtig: Beim Einschieben und Herausnehmen auf die sehr heiße Backfläche achten.

  4. Pizza kurz ruhen lassen

    Die fertige Pizza kurz ruhen lassen, bevor sie angeschnitten und serviert wird.

    Daran erkennst du es: Der Belag ist etwas gesetzt und die Pizza lässt sich sauber anschneiden.

    Wichtig: Die Pizza vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen, da Belag und Käse sehr heiß sind.

  5. Zweite Pizza formen und backen

    Den zweiten Teigling ebenso auf Backpapier zu einem 28 cm großen Kreis formen, mit der restlichen Sauce, den restlichen Zwiebeln, Sardellen und Oliven belegen und mit 5 ml Olivenöl beträufeln. Die Pizza 7 Minuten backen, anschließend mit der restlichen Robiola belegen und weitere 3 bis 5 Minuten backen, bis der Rand kräftig gebräunt ist.

    11 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist kräftig gebräunt und die Robiola ist weich und cremig.

    • Die zweite Pizza nach demselben Ablauf wie die erste backen.

    Wichtig: Backpapier und Backfläche sind sehr heiß; beim Herausnehmen vorsichtig arbeiten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Lange Teigruhe: Die Teiglinge ruhen 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank und anschließend 2 Stunden bei Raumtemperatur. Diese Ruhephasen sind fester Bestandteil des Rezepts.
  • Sehr heißes Blech: Das schwere Blech oder der umgedrehte Backofenrost muss mindestens 45 Minuten bei 250 °C vorheizen, bevor die Pizza daraufgezogen wird.
  • Robiola zum Schluss auflegen: Die Robiola kommt erst nach den ersten 7 Minuten Backzeit auf die Pizza. So kann sie cremig werden, ohne während der gesamten Backzeit auszutrocknen.

Zutatenwissen

Robiola erst spät auflegen

Die Robiola wird in kleinen Stücken erst nach den ersten 7 Minuten Backzeit auf der Pizza verteilt und anschließend kurz fertiggebacken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Boden bleibt blass oder weich.

Die Backfläche mindestens 45 Minuten bei 250 °C vorheizen.

Die Pizza kurz weiterbacken, bis der Rand kräftig gebräunt ist.

Die Pizza wird in der Mitte weich und backt ungleichmäßig.

Sauce, Zwiebeln, Sardellen, Oliven und Öl jeweils halbieren und gleichmäßig verteilen.

Die Pizza auf der heißen Backfläche weiterbacken, bis der Rand kräftig gebräunt ist.

Die Robiola trocknet aus oder verliert ihre cremige Textur.

Robiola erst nach 7 Minuten Backzeit in kleinen Stücken verteilen.

Die Pizza nur noch so lange backen, bis der Käse weich ist und der Rand fertig gebräunt ist.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Teiglinge können nach dem Rundwirken bis zu 18 Stunden im Kühlschrank gehen. Zwei Stunden vor dem Backen bei Raumtemperatur entspannen lassen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 0.
  • Fisch: enthält · Das Rezept enthält Sardellenfilets.
  • Milch: enthält · Robiola ist ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange muss der Pizzateig ruhen?

Die Teiglinge gehen 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank und entspannen anschließend 2 Stunden bei Raumtemperatur.

Bei welcher Temperatur wird die Pizza gebacken?

Der Backofen wird mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt.

Warum wird ein umgedrehter Rost oder ein schweres Blech verwendet?

Die vorgeheizte, schwere Backfläche liefert beim Einschieben sofort starke Hitze und unterstützt einen knusprigen Boden.

Wann kommt die Robiola auf die Pizza?

Die Robiola wird nach den ersten 7 Minuten Backzeit in kleinen Stücken verteilt und anschließend weitere 3 bis 5 Minuten mitgebacken.

Aus unserer Küche

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