Was sind Missoltini?
Missoltini sind gesalzene und getrocknete Agoni aus dem Comer See. Sie sind am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Fischgeschäften mit Spezialitäten aus Seenregionen oder im Versandhandel erhältlich.
Lombardisches Fischantipasto
Ein lombardisches Antipasto mit gesalzenen, getrockneten Agoni, goldbraun gegrillter Polenta und einem milden Öl-Essig-Dressing.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Polenta e missoltini verbindet die kräftige Würze der traditionellen Missoltini mit schlicht gegrillter Maispolenta. Die Polentaschnitten werden außen goldbraun und bleiben innen weich, während das Dressing aus Olivenöl, Weißweinessig, Lorbeer und Petersilie dem herzhaften Seefischaroma Frische gibt.
Außen knusprig geröstete, innen weiche Polenta trifft auf warmen, kräftig salzigen Seefisch. Das Dressing bringt eine milde Säure, fruchtige Öligkeit und eine feine Kräuternote.
Schritt für Schritt
Wasser und Salz in einem Topf aufkochen. Das grobe Maismehl unter ständigem Rühren langsam einrieseln lassen, damit keine Klümpchen entstehen.
Daran erkennst du es: Die Mischung soll klumpenfrei verbunden sein.
Die Polenta bei niedriger Hitze etwa 35 Minuten garen und regelmäßig rühren, bis sie dick und glatt ist. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett oder in eine flache Form streichen, etwa 1,5 cm dick verteilen und vollständig abkühlen lassen. Die Kühlzeit beträgt etwa 45 Minuten; währenddessen kann das Dressing vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist dick, glatt und lässt sich verstreichen.
Weißweinessig und Lorbeerblatt in einem kleinen Topf kurz erwärmen, aber nicht sprudelnd kochen lassen. Nach 2 Minuten vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Das Lorbeerblatt entfernen, den Essig mit Olivenöl und Petersilie verrühren.
Daran erkennst du es: Der Essig ist warm und aromatisiert, aber nicht sprudelnd gekocht.
Die Missoltini kurz unter lauwarmem Wasser abspülen und sorgfältig trocken tupfen. So wird überschüssiges Salz entfernt, ohne das kräftige Aroma auszuwaschen.
Daran erkennst du es: Die Fische sind abgespült und äußerlich trocken.
Die abgekühlte Polenta in 12 rechteckige Stücke schneiden. Eine Grillpfanne oder einen Grill auf mittlere bis hohe Hitze vorheizen. Die Polentastücke auf jeder Seite 3–4 Minuten grillen, bis deutliche Röststellen entstanden sind.
Daran erkennst du es: Auf beiden Seiten sind deutliche goldbraune Röststellen sichtbar.
Anschließend die Missoltini in der heißen Grillpfanne auf jeder Seite etwa 2–3 Minuten erwärmen und leicht bräunen.
Daran erkennst du es: Die Missoltini sind heiß und leicht gebräunt, aber noch saftig und nicht ausgetrocknet.
Jeweils drei Polentastücke und zwei Missoltini auf einem Teller anrichten. Das Öl-Essig-Dressing darüberträufeln und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist geröstet, die Missoltini sind warm und das Dressing verteilt.
Gut zu wissen
Missoltini sind gesalzene und getrocknete Agoni aus dem Comer See. Sie sind am ehesten in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Fischgeschäften mit Spezialitäten aus Seenregionen oder im Versandhandel erhältlich.
Grobes Maismehl für Polenta sorgt für die gewünschte kräftige, schnittfeste Struktur nach dem Abkühlen.
Das Aroma wird kräftiger und maritimer; die typische Lario-Note fehlt.
Gesalzene Sardinen kurz abspülen, sorgfältig trocken tupfen und wie die Missoltini in der heißen Grillpfanne auf jeder Seite kurz erwärmen.
Das Maismehl langsam einrieseln lassen und währenddessen ständig rühren.
Die Polenta bei niedriger Hitze weiter rühren, bis sich die Klümpchen möglichst weit auflösen.
Die ausgestrichene Polenta die vollständigen 45 Minuten abkühlen lassen.
Die Polenta länger kühlen und besonders vorsichtig schneiden.
Die Fische kurz unter lauwarmem Wasser abspülen, trocken tupfen und nur etwa 2–3 Minuten pro Seite erwärmen.
Die Fische mit etwas zusätzlichem Dressing und Polenta servieren, um die Würze auszugleichen.
Häufig gefragt
Missoltini sind gesalzene und getrocknete Agoni aus dem Comer See. Sie geben dem Antipasto sein charakteristisches, kräftiges Seefischaroma.
Die Polenta muss nach dem Garen etwa 1,5 cm dick ausgestrichen und vollständig abgekühlt werden. Danach die Stücke auf mittlerer bis hoher Hitze auf beiden Seiten 3–4 Minuten grillen.
Als Ersatz eignen sich gesalzene Sardinen. Ihr Aroma ist kräftiger und maritimer, während die typische Lario-Note der Missoltini fehlt.
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