Weitere Merkmale

Coccoi a pitzus

Sardisches Hartteigbrot

Sardisches Hartteigbrot aus Hartweizengrieß mit kompakter Krume, kräftiger Kruste und dekorativ eingeschnittenen Spitzen.

Zum Rezept
Coccoi a pitzus aus Sardinien
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 40 Min.
Gesamtzeit ca. 5 Stunden
Menge 2 Laibe, etwa 10–12 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Kombination aus fein gemahlenem und gröberem Hartweizengrieß sorgt für ein kräftiges Weizenaroma und eine kompakte, elastische Krume.
  • Die lange Knetung entwickelt einen festen, glatten Teig, der sich gut zu dekorativen Laiben formen lässt.
  • Dampf am Anfang der Backzeit unterstützt eine kräftige Kruste, bevor die Brote ohne Dampf fertig gebacken werden.
  • Die dreieckigen Einschnitte geben den Laiben ihre charakteristische Oberfläche und lassen sie kontrolliert aufreißen.

Coccoi a pitzus ist ein sardisches Hartteigbrot aus Hartweizengrieß. Die kompakte Krume und die kräftige Kruste gehören ebenso dazu wie die von Hand eingeschnittenen Spitzen auf der Oberfläche. Diese Hausversion ergibt zwei dekorative Laibe für den Haushaltsbackofen.

Außen kräftig goldbraun und fest, innen kompakt, elastisch und leicht rustikal. Das Brot duftet intensiv nach Hartweizen und hat eine markante, knusprige Kruste.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten und gehen lassen

  1. Hefe auflösen

    Die beiden Hartweizenmehle in der großen Schüssel mischen. 120 ml Wasser auf etwa 25–28 °C erwärmen, die frische Hefe darin auflösen und 5 Minuten stehen lassen.

    5 Minuten 27 °C
    • Das Wasser nur lauwarm erwärmen, damit die Hefe nicht unnötig belastet wird.
  2. Teig kneten

    450 ml Wasser zum Mehl geben und kurz vermischen. Die Hefelösung dazugießen und den Teig 8 Minuten kräftig kneten. Das Salz im restlichen Wasser auflösen, nach und nach einarbeiten und weitere 8–10 Minuten kneten. Der Teig soll fest, glatt und elastisch sein.

    18 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist fest, glatt und elastisch.

    • Das Salz erst nach dem ersten Vermischen mit Wasser einarbeiten.
    • Die lange Knetung ist wichtig, damit der feste Teig elastisch wird.
  3. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei Raumtemperatur etwa 90 Minuten gehen lassen. Er soll sichtbar aufgehen, muss sein Volumen aber nicht zwingend verdoppeln.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.

    • Den Teig vor Zugluft geschützt bei Raumtemperatur stehen lassen.

Laibe formen und Stückgare

  1. Teig teilen und entspannen lassen

    Den Teig auf eine leicht mit Semola bestäubte Arbeitsfläche geben und in zwei gleich große Stücke teilen. Beide Stücke rundwirken, abdecken und 10 Minuten entspannen lassen.

    10 Minuten
    • Die Teigstücke nur so stark bearbeiten, dass sie eine glatte Oberfläche bekommen.
  2. Laibe formen und einschneiden

    Aus jedem Teigstück einen kompakten ovalen Laib von etwa 22–24 cm Länge formen und auf Backpapier legen. Mit der kleinen Küchenschere an den Längsseiten vorsichtig dreieckige Spitzen in die Oberfläche schneiden, ohne den Laib durchzutrennen. In die Mitte jedes Laibs drei bis vier kurze Längsschnitte setzen.

    Daran erkennst du es: Die Laibe behalten ihre kompakte ovale Form und die Einschnitte öffnen die Oberfläche, ohne den Teig zu durchtrennen.

    • Die Schere nur flach und vorsichtig ansetzen.
    • Die Einschnitte sollen dekorativ bleiben und den Laib nicht teilen.
  3. Stückgare und Ofen vorbereiten

    Die geformten Laibe abdecken und 45–60 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen mit dem Backblech oder Backstein auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine leere, hitzefeste Form für Dampf auf den Ofenboden stellen.

    60 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Laibe sind sichtbar aufgegangen und der Ofen ist vollständig vorgeheizt.

    • Das Vorheizen kann während der Stückgare erfolgen.
    • Die Dampf-Form muss hitzefest und für den Ofenboden geeignet sein.

    Wichtig: Die leere Form wird später mit kochendem Wasser befüllt; sie muss sicher stehen und darf nicht aus dünnem oder ungeeignetem Material bestehen.

Backen und abkühlen

  1. Mit Dampf anbacken

    Die Laibe in den Ofen schieben und 100 ml kochendes Wasser in die Dampf-Form gießen. Die Ofentür sofort schließen und 10 Minuten bei 230 °C backen.

    10 Minuten 230 °C
    • Das Wasser erst eingießen, wenn die Laibe bereits im Ofen sind.
    • Die Ofentür nach dem Eingießen sofort schließen, damit der Dampf im Garraum bleibt.

    Wichtig: Beim Eingießen des kochenden Wassers Gesicht und Hände vor dem heißen Dampf schützen.

  2. Ohne Dampf fertig backen

    Die Dampf-Form vorsichtig herausnehmen, die Temperatur auf 200 °C senken und die Laibe weitere 35–40 Minuten backen. Sie sollen kräftig goldbraun sein und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen.

    40 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Brote sind kräftig goldbraun und klingen beim Klopfen auf die Unterseite hohl.

    • Die Dampf-Form vorsichtig herausnehmen, bevor die Temperatur gesenkt wird.
    • Die Backzeit kann sich je nach Ofen und Laibgröße leicht unterscheiden.

    Wichtig: Die Dampf-Form und der Ofen sind sehr heiß; beim Herausnehmen geeignete Ofenhandschuhe verwenden.

  3. Brote auskühlen lassen

    Die Brote auf ein Gitter setzen und mindestens 60 Minuten auskühlen lassen, bevor du sie anschneidest. So kann sich die Krume setzen und bleibt beim Schneiden kompakt.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brote sind vollständig ausgekühlt, bevor sie angeschnitten werden.

    • Die Brote mit Abstand auf das Gitter legen, damit die Kruste rundum ausdampfen kann.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Dampf für die Kruste: Der Dampf am Anfang der Backzeit unterstützt die kräftige Krustenbildung. Danach wird die Form entfernt, damit die Brote ohne Dampf fertig backen und goldbraun werden.
  • Fester Teig braucht Knetzeit: Die lange Knetung ist bei diesem festen Hartweizenteig besonders wichtig. Erst wenn der Teig glatt und elastisch ist, lässt er sich gut formen und behält seine dekorativen Einschnitte.
  • Vor dem Anschneiden auskühlen: Das Brot mindestens 60 Minuten auf dem Gitter auskühlen lassen. Wird es zu früh angeschnitten, kann die kompakte Krume beim Schneiden noch klebrig oder instabil wirken.

Zutatenwissen

Hartweizengrieß auswählen

Semola rimacinata di grano duro ist fein gemahlener Hartweizengrieß mit kräftigem Weizenaroma. Er ist häufig in italienischen Supermärkten, gut sortierten Supermärkten, Mühlenläden oder im italienischen Lebensmittelhandel erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Grober Hartweizengrieß

Die Krume wird etwas rustikaler; der Teig braucht meist einige Minuten länger beim Kneten.

Falls keine fein gemahlene Semola rimacinata erhältlich ist, kannst du groben Hartweizengrieß im Rezept verwenden. Knete den Teig so lange, bis er fest, glatt und elastisch ist.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig bleibt unelastisch und lässt sich nur schwer formen.

Die im Rezept vorgesehene lange Knetung einhalten und auf eine glatte, elastische Teigoberfläche achten.

Den Teig noch einige Minuten weiterkneten und anschließend kurz entspannen lassen, bevor du ihn erneut formst.

Die dekorativen Spitzen lösen sich ab oder der Laib wird durchtrennt.

Die dreieckigen Spitzen nur vorsichtig in die Oberfläche schneiden und den Laib nicht durchtrennen.

Die Oberfläche vorsichtig wieder zusammendrücken und den Laib ohne weitere tiefe Einschnitte backen.

Die Krume wirkt beim Schneiden klebrig oder instabil.

Die Brote mindestens 60 Minuten auf dem Gitter auskühlen lassen.

Das angeschnittene Brot vollständig auskühlen lassen und anschließend mit einem scharfen Brotmesser schneiden.

Die Kruste bleibt hell und klingt beim Klopfen nicht hohl.

Die Dampf-Form nach der ersten Backphase herausnehmen und die Brote ohne Dampf kräftig goldbraun fertig backen.

Die Brote ohne Dampf noch einige Minuten weiterbacken und anschließend erneut die Unterseite prüfen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Beide Hartweizenmehle enthalten Weizen und damit glutenhaltiges Getreide.

Lebensmittelsicherheit

  • Heißer Dampf und kochendes Wasser: Das kochende Wasser vorsichtig in die heiße Dampf-Form gießen und Gesicht sowie Hände vor dem aufsteigenden Dampf schützen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viele Brote ergibt das Rezept?

Das Rezept ergibt zwei kompakte Laibe, insgesamt etwa 10–12 Portionen.

Kann ich groben Hartweizengrieß verwenden?

Ja. Die Krume wird dann etwas rustikaler, und der Teig braucht meist einige Minuten länger beim Kneten.

Wann darf ich das Brot anschneiden?

Die Brote sollten mindestens 60 Minuten auf einem Gitter auskühlen, bevor du sie anschneidest.

Aus unserer Küche

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