Pizza Margherita aus Kampanien

Pizza napoletana · Kampanien

Klassische runde Pizza aus der neapolitanischen Küche mit langer Teigruhe, geschälten Tomaten, Fior di latte, Basilikum und Olivenöl.

Zum Rezept
Pizza Margherita aus Kampanien
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Stunden
Gesamtzeit ca. 21 Std. 35 Min.
Menge 2 runde Pizzen à 28–30 cm
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Teigruhe verbessert Aroma, Elastizität und Bekömmlichkeit des Teigs.
  • Sehr kräftige Oberhitze lässt den Rand schnell aufgehen und hält den Belag saftig.
  • Das Abtropfen des Fior di latte verhindert, dass die Pizza unnötig wässrig wird.
  • Der zurückhaltende Belag lässt Tomate, Milchkäse, Basilikum und Olivenöl klar hervortreten.

Diese Pizza Margherita wird mit einem direkt geführten Teig zubereitet, der über viele Stunden reift. Der Belag bleibt bewusst schlicht: fruchtige Tomate, milder Fior di latte, frisches Basilikum und etwas Olivenöl. Im sehr heißen Haushaltsbackofen gelingt sie auf Backstein oder Backstahl mit weichem Rand und saftigem Mittelpunkt.

Am Rand ist die Pizza luftig, weich und goldbraun, während die Mitte dünn und saftig bleibt. Die Tomate schmeckt fruchtig und leicht salzig, der Fior di latte mild und cremig; Basilikum und Olivenöl setzen frische, aromatische Akzente.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten, belegen und backen

  1. Salzwasser ansetzen

    275 ml Wasser in eine große Schüssel geben und das Salz für den Teig darin vollständig auflösen. Etwa 50 g Mehl einrühren. Die Hefe im restlichen Wasser auflösen und unterrühren.

    5 Minuten
    • Das Salz zuerst im Wasser auflösen, damit es sich gleichmäßig im Teig verteilt.
  2. Teig kneten und ruhen lassen

    Das übrige Mehl nach und nach einarbeiten. Den Teig zunächst in der Schüssel, anschließend auf der Arbeitsfläche 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und nur noch leicht klebrig ist. Abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nur noch leicht klebrig.

    • Nicht zusätzlich viel Mehl einarbeiten; ein leicht klebriger Teig bleibt später luftiger.
  3. Teig reifen lassen

    Den Teig nochmals kurz durchkneten, zu einer Kugel formen und abgedeckt 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen. Danach 16 Stunden im Kühlschrank bei etwa 4–6 °C reifen lassen.

    17 Stunden 5 °C

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar gereift und entspannt.

    • Die Schüssel gut abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  4. Teig portionieren und entspannen lassen

    Den Teig 3 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen und in zwei gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer glatten Kugel schleifen, mit Abstand in eine leicht bemehlte Dose oder Schüssel legen und abgedeckt bei Raumtemperatur entspannen lassen.

    3 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Teigkugeln sind weich und lassen sich ohne starken Widerstand ausbreiten.

    • Die Teigkugeln mit ausreichend Abstand einsetzen, da sie sich noch entspannen und ausdehnen.
  5. Ofen und Belag vorbereiten

    Einen Backstein oder Backstahl auf einem Rost im oberen Drittel des Ofens platzieren und den Ofen mindestens 45–60 Minuten auf höchster Stufe vorheizen. Währenddessen die geschälten Tomaten mit den Händen zerdrücken und mit 2 g Salz verrühren. Den Fior di latte in dünne Streifen schneiden und mindestens 30 Minuten abtropfen lassen.

    60 Minuten 275 °C

    Daran erkennst du es: Backstein oder Backstahl ist vollständig aufgeheizt.

    • Die Tomaten nicht zu stark vorab einkochen; der Belag soll dünn und saftig bleiben.
    • Das Abtropfen des Fior di latte reduziert überschüssige Flüssigkeit auf der Pizza.

    Wichtig: Beim Öffnen des heißen Ofens und beim Umgang mit Backstein oder Backstahl vorsichtig arbeiten.

  6. Teig ausformen

    Eine Teigkugel vorsichtig auf die bemehlte Arbeitsfläche setzen. Von der Mitte nach außen mit den Fingerspitzen ausbreiten, dabei einen etwa 1–2 cm breiten Rand stehen lassen. Den Teig auf etwa 28–30 cm Durchmesser ziehen; keinen Teigroller verwenden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Rand bleibt sichtbar dicker und die Teigscheibe ist gleichmäßig dünn.

    • Den Rand nicht plattdrücken, damit die typische luftige Kruste entstehen kann.
  7. Pizza belegen

    Die Hälfte der Tomaten dünn bis knapp an den Rand verstreichen. Die Hälfte des Fior di latte und vier Basilikumblätter darauf verteilen. Mit 5 ml Olivenöl spiralförmig beträufeln. Die belegte Pizza auf eine bemehlte Pizzaschieberfläche ziehen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Belag ist dünn und gleichmäßig verteilt, der Rand bleibt frei.

    • Die Pizza erst unmittelbar vor dem Einschießen belegen, damit der Teig nicht durchweicht.

    Wichtig: Den belegten Teig vorsichtig bewegen, damit er nicht reißt oder vom Schieber rutscht.

  8. Pizza backen

    Die Pizza direkt auf den heißen Stein oder Stahl gleiten lassen. Bei 275 °C etwa 6–8 Minuten, bei 250 °C etwa 9–10 Minuten backen, bis der Rand aufgegangen und goldbraun ist. Für stärkere Bräunung am Ende 1–2 Minuten die Grillfunktion zuschalten und dabei aufmerksam beobachten.

    275 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist aufgegangen und goldbraun, der Käse geschmolzen und die Mitte noch saftig.

    • Die Backzeit hängt stark von der tatsächlichen Ofentemperatur und der aufgeheizten Backfläche ab.
    • Die Grillfunktion am Ende nur unter ständiger Beobachtung verwenden.

    Wichtig: Beim Einschießen und Herausnehmen besteht Verbrennungsgefahr durch den sehr heißen Stein oder Stahl.

  9. Ruhen lassen und zweite Pizza backen

    Die Pizza sofort aus dem Ofen nehmen und die zweite Teigkugel ebenso verarbeiten. Vor dem Anschneiden etwa 1 Minute ruhen lassen.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Pizza lässt sich nach kurzer Ruhezeit sauber anschneiden, ohne dass der Belag vollständig abläuft.

    • Die zweite Pizza erst belegen, wenn der Ofen wieder vollständig bereit ist.

    Wichtig: Die Pizza und der Belag bleiben unmittelbar nach dem Backen sehr heiß.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Lange Teigruhe: Die rund 20 Stunden lange Geh- und Ruhezeit ist ein zentraler Bestandteil des Rezepts. Sie sollte nicht ohne Anpassung der Hefemenge stark verkürzt werden.
  • Haushaltsbackofen: Ein Haushaltsbackofen erreicht meist nicht die Bedingungen eines professionellen Pizzaofens. Deshalb sind eine vollständig aufgeheizte Backfläche und die höchstmögliche geeignete Temperatur besonders wichtig.
  • Vorbereitung während des Vorheizens: Während der Backstein oder Backstahl aufheizt, können Tomaten und Fior di latte vorbereitet werden.

Zutatenwissen

Fior di latte gut abtropfen lassen

Fior di latte ist eine milde Kuhmilch-Mozzarella. Durch gründliches Abtropfen wird der Belag weniger wässrig und die Pizza bleibt in der Mitte stabiler.

Mehl zum Ausformen zurückbehalten

Das Mehl zum Ausformen stammt aus der angegebenen Gesamtmenge von 500 g und wird nicht zusätzlich eingerechnet.

Sinnvolle Alternativen

Gut abgetropfter Mozzarella

Der Belag wird meist etwas saftiger und kräftiger im Geschmack.

Mozzarella ebenso in dünne Streifen schneiden und mindestens 30 Minuten abtropfen lassen, bevor er auf die Pizza kommt.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Mitte der Pizza bleibt sehr wässrig.

Käse mindestens 30 Minuten abtropfen lassen und Tomaten sowie Käse nur dünn verteilen.

Die Pizza einige Minuten länger backen, bis der Rand ausreichend gebräunt ist; eine vollständig trockene Mitte lässt sich nachträglich jedoch nicht herstellen.

Der Rand geht kaum auf und bleibt dicht.

Den Rand beim Ausbreiten stehen lassen und die lange Reifezeit einhalten.

Die ungebackene Teigkugel nochmals abgedeckt entspannen lassen, bevor sie erneut ausgeformt wird.

Die belegte Pizza klebt am Pizzaschieber fest.

Die Pizza erst kurz vor dem Einschießen belegen und vor dem Aufnehmen prüfen, ob sie frei gleitet.

Den Rand vorsichtig anheben und wenig Mehl unter die klebenden Stellen geben, ohne den Teig zu zerreißen.

Belag oder Rand verbrennen, bevor der Teig fertig ist.

Die Grillfunktion höchstens kurz und unter ständiger Beobachtung einsetzen.

Die Pizza sofort herausnehmen und stark verbrannte Stellen vor dem Servieren entfernen.

Varianten

Pizza mit alternativem Mozzarella

Fior di latte kann durch gut abgetropften Mozzarella ersetzt werden.

Zubereitung auf Backstahl

Backstahl kann anstelle eines Backsteins verwendet werden.

Servieren und kombinieren

  • Sofort servieren: Die Pizza nach etwa 1 Minute Ruhezeit in Stücke schneiden und direkt servieren, solange Rand und Mitte warm sowie der Käse noch weich sind.
  • Schlicht begleiten: Die Pizza kann ohne umfangreiche Beilagen serviert werden; ein einfacher grüner Salat passt geschmacklich zu Tomate, Basilikum und Olivenöl.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Teig wird im Rezept ohnehin am Vortag angesetzt und reift insgesamt etwa 20 Stunden. Die Teigkugeln können bis zum vorgesehenen Backzeitpunkt abgedeckt im Kühlschrank beziehungsweise in der anschließenden Raumtemperaturphase geführt werden.

Aufbewahren

Gebackene Pizza möglichst frisch essen. Übrig gebliebene Stücke vollständig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren.

Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen; vor dem Essen vollständig durcherhitzen.

Aufwärmen

  • Backofen: Die Pizza auf einer heißen Backfläche oder einem Blech kurz im gut vorgeheizten Ofen aufbacken, bis der Rand wieder knusprig und der Belag vollständig heiß ist.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weizenmehl ist eine zentrale Zutat des Teigs.
  • Milch: enthält · Fior di latte ist eine Kuhmilch-Mozzarella.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Backstein oder Backstahl: Backstein oder Backstahl vollständig vorheizen und beim Einschießen sowie Herausnehmen vorsichtig arbeiten, da die Oberfläche und der Ofen sehr heiß sind.
  • Sehr heißer Belag: Die Pizza nach dem Backen kurz ruhen lassen und beim Anschneiden vorsichtig vorgehen, da Käse und Tomatenbelag sehr heiß bleiben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was kann ich statt Fior di latte verwenden?

Gut abgetropfter Mozzarella ist eine passende Ersatzmöglichkeit. Der Belag wird dadurch meist etwas saftiger und kräftiger im Geschmack.

Kann ich Backstahl statt Backstein verwenden?

Ja. Backstahl kann anstelle eines Backsteins verwendet werden und sollte ebenso mindestens 45–60 Minuten auf höchster Stufe vorgeheizt werden.

Warum soll ich keinen Teigroller verwenden?

Beim Ausformen mit den Fingerspitzen bleibt mehr Luft im Rand erhalten. Ein Teigroller würde den Teig stärker entgasen und den Rand dichter machen.

Aus unserer Küche

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