Knusprige Hefecialde aus dem Piemont

Piemont · Hefecialde aus der Val di Susa

Dünne piemontesische Hefecialde mit markantem Wabenmuster, die in der heißen Goffriera goldbraun und knusprig ausgebacken werden. Warm serviert schmecken sie besonders gut mit Honig oder Konfitüre.

Zum Rezept
Knusprige Hefecialde aus dem Piemont
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 50 Min.
Menge etwa 12 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Pfannkuchenartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Garen auf heißer Platte
Verzehrkontext Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Gehzeit entwickelt ein lockeres Inneres und sorgt für kleine Bläschen im Teig.
  • Das Backen in der sehr heißen Goffriera prägt das Wabenmuster und macht die Ränder knusprig.
  • Lardo fettet die Platten dünn und verleiht den Gofri ein mildes, typisches Aroma.
  • Honig und Konfitüre ergänzen die schlichte Hefecialda mit Süße und Fruchtigkeit.

Gofri della Val di Susa sind eine einfache Spezialität aus dem Piemont. Der dickflüssige Hefeteig aus Weizenmehl, Wasser, Hefe und Salz ruht 2–3 Stunden und wird anschließend portionsweise in der heißen Goffriera ausgebacken. Die fertigen Cialde kommen warm mit Honig oder Konfitüre auf den Tisch.

Außen sind die Gofri goldbraun, an den Rändern knusprig und durch das Wabenmuster leicht geröstet. Innen bleiben sie dünn, weich und locker. Honig bringt eine fließende, aromatische Süße, während Konfitüre für fruchtige Säure sorgt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hefe auflösen

    100 ml vom lauwarmen Wasser abnehmen und die frische Hefe darin vollständig auflösen.

    5 Minuten
  2. Teig anrühren

    Weizenmehl und Salz in der großen Rührschüssel mischen. Das übrige Wasser nach und nach einrühren, dann die aufgelöste Hefe dazugeben. Den Teig etwa 5 Minuten glatt und dickflüssig verrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, dickflüssig und gleichmäßig vermischt.

    • Das Wasser nach und nach einarbeiten, damit der dickflüssige Teig gleichmäßig wird.
  3. Teig gehen lassen

    Die Schüssel mit dem Küchentuch abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 2–3 Stunden gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist und kleine Bläschen zeigt.

    2 Std. 30 Min.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und zeigt kleine Bläschen.

    • Die Gehzeit kann je nach Raumtemperatur leicht variieren.
  4. Goffriera vorheizen

    Die Goffriera gründlich vorheizen. Die heißen Platten dünn mit Lardo bestreichen. Bei einer elektrischen Waffelplatte nach Herstellerangabe vorheizen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Platten sind vollständig heiß und dünn gefettet.

    • Nur dünn fetten, damit die Gofri nicht zu fettig werden.

    Wichtig: Die Platten werden sehr heiß. Beim Öffnen und Fetten vorsichtig arbeiten.

  5. Teig portionieren

    Den gegangenen Teig vorsichtig durchrühren. Pro Gofri etwa 70–80 g Teig in die Mitte der heißen Platte geben und die Goffriera schließen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig liegt mittig auf der Platte und verteilt sich beim Schließen gleichmäßig.

    • Die Teigmenge möglichst mittig aufsetzen, damit das Wabenmuster gleichmäßig entsteht.

    Wichtig: Beim Schließen und Öffnen der heißen Goffriera auf austretenden Dampf achten.

  6. Gofri ausbacken

    Die Gofri in der traditionellen Goffriera 2–3 Minuten pro Seite backen, bis sie goldbraun und an den Rändern knusprig sind. In einer elektrischen Waffelplatte nach Herstellerangabe backen, bis die Oberfläche gleichmäßig gebräunt ist.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig gebräunt, die Ränder sind knusprig.

    • Die genaue Backzeit hängt von der verwendeten Goffriera oder Waffelplatte ab.

    Wichtig: Die Goffriera während des Backens nicht unbeaufsichtigt in Reichweite von Kindern lassen.

  7. Ausdampfen lassen

    Die fertigen Gofri auf dem Kuchengitter kurz ausdampfen lassen und den restlichen Teig auf dieselbe Weise ausbacken. Die Platten bei Bedarf zwischendurch erneut dünn mit Lardo fetten.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gofri sind außen knusprig und nicht mehr dampfend heiß.

    • Das Kuchengitter verhindert, dass die Unterseite durch eingeschlossene Feuchtigkeit weich wird.
  8. Warm servieren

    Honig und Konfitüre in kleinen Schälchen anrichten und die Gofri noch warm dazu servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gofri sind warm und die Beilagen angerichtet.

    • Honig und Konfitüre getrennt anbieten, damit jeder nach Geschmack wählen kann.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Nicht nur nach der Uhr gehen: Die Gehzeit beträgt 2–3 Stunden. Entscheidend ist, dass der Teig sichtbar aufgegangen ist und kleine Bläschen zeigt.
  • Kuchengitter nutzen: Die fertigen Gofri kurz auf dem Kuchengitter ausdampfen lassen, während der restliche Teig ausgebacken wird.

Zutatenwissen

Lardo finden

Ungewürzter italienischer Rückenspeck ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder beim Metzger erhältlich. Er sorgt beim Fetten der Platten für ein mildes, typisches Aroma.

Geeignete Mehltypen

Weizenmehl Type 405 oder 550 eignet sich für den dickflüssigen Hefeteig.

Sinnvolle Alternativen

Neutrales Öl

Die Gofri schmecken etwas weniger würzig und bräunen geringfügig anders.

Die Goffriera oder Waffelplatte mit etwa 30 ml neutralem Öl dünn fetten und bei Bedarf zwischen den Backdurchgängen erneut bestreichen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Gofri bleiben kompakt und zeigen kaum Bläschen.

Den Teig 2–3 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen und auf sichtbares Aufgehen sowie kleine Bläschen achten.

Die Gofri kleben an oder bräunen ungleichmäßig.

Die Platten vollständig vorheizen und vor dem ersten Backen dünn mit Lardo bestreichen.

Die Platten erneut vollständig vorheizen, vorsichtig reinigen und wieder dünn fetten, bevor der nächste Teig portioniert wird.

Teig tritt beim Schließen der Goffriera aus.

Pro Gofri etwa 70–80 g Teig in die Mitte der Platte geben.

Servieren und kombinieren

  • Mit Honig: Die warmen Gofri mit Honig servieren. Er läuft in die Vertiefungen des Wabenmusters und bringt eine aromatische Süße.
  • Mit Konfitüre: Die warmen Gofri mit Konfitüre anrichten. Die fruchtige Süße ergänzt die schlichte Hefecialda.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält

Lebensmittelsicherheit

  • Heiße Goffriera: Goffriera und Waffelplatte werden beim Vorheizen und Backen sehr heiß. Beim Öffnen, Fetten und Entnehmen der Gofri vorsichtig arbeiten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viel Teig kommt in eine Gofri?

Pro Gofri etwa 70–80 g dickflüssigen Hefeteig in die Mitte der heißen Platte geben.

Wie lange muss der Gofri-Teig gehen?

Der Teig geht bei Zimmertemperatur 2–3 Stunden, bis er sichtbar aufgegangen ist und kleine Bläschen zeigt.

Womit kann ich die Goffriera statt mit Lardo fetten?

Als Alternative etwa 30 ml neutrales Öl verwenden. Die Gofri schmecken dann etwas weniger würzig und bräunen geringfügig anders.

Aus unserer Küche

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