Wildfenchel einkaufen
Wildfenchel findest du am ehesten auf gut sortierten Wochenmärkten, bei Kräuterhändlern oder in italienischen Feinkostläden. Sein Aroma ist intensiver und kräuteriger als das von Knollenfenchel.
Cremiges Risotto · Sizilien
Cremiges sizilianisches Risotto mit anisfrischem Wildfenchel und samtiger Mandelbutter. Der Vialone-Nano-Reis wird nach und nach mit heißem Fenchelsud gegart und all’onda serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses cremige Risotto verbindet den anisfrischen Duft von Wildfenchel mit der milden, samtigen Tiefe einer Mandelbutter. Der Reis wird nach und nach mit heißem Fenchelsud gegart und bleibt dabei weich, cremig und leicht fließend. Eine eigenständige sizilianische Variante für alle, die Kräuteraromen und nussige Würze lieben.
Weich und cremig, aber nicht breiig: Das Risotto bewegt sich all’onda auf dem Teller. Dazu kommen anisfrische, kräuterige Fenchelaromen, eine milde Nussigkeit und eine dezente Zitronensäure.
Schritt für Schritt
Das Wasser in einem großen Topf aufkochen. Den geputzten Wildfenchel hineingeben und 5 Minuten blanchieren. Den Fenchel abgießen und 800 ml Kochwasser auffangen. Zwei Drittel des Fenchels fein schneiden, den Rest grob zerkleinern.
Daran erkennst du es: Der Wildfenchel ist blanchiert und lässt sich schneiden, bleibt aber aromatisch und strukturiert.
Mandeln, Sonnenblumenöl, Sojadrink, Zitronensaft und 1 g Salz im Mixer zu einer möglichst glatten, cremigen Masse pürieren. Falls nötig, den Mixer zwischendurch stoppen und die Masse mit einem Spatel lösen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist möglichst glatt und cremig.
Das aufgefangene Fenchelwasser mit der Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt warm halten. Während des Garens sollte der Sud heiß bleiben, damit der Reis nicht abkühlt.
Daran erkennst du es: Der Sud ist heiß, ohne stark zu kochen.
30 ml Olivenöl in einer breiten Kasserolle erhitzen. Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 6 bis 7 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Den fein geschnittenen Wildfenchel hinzufügen und 2 Minuten mitgaren.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und nur leicht gefärbt.
Den Reis einrühren und 2 Minuten unter Rühren rösten, bis die Körner an den Rändern glasig wirken. Eine Kelle heißen Fenchelsud angießen und unter regelmäßigem Rühren einkochen lassen. Sobald die Flüssigkeit fast aufgenommen ist, die nächste Kelle hinzufügen. So den Reis insgesamt etwa 10 Minuten garen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner wirken an den Rändern glasig, während der Sud nach und nach aufgenommen wird.
Den grob zerkleinerten Fenchel mit 100 ml heißem Sud und 10 ml Olivenöl fein pürieren. Die Fenchelcreme zum Risotto geben und weiter portionsweise Sud angießen. Nach insgesamt etwa 18 bis 22 Minuten soll der Reis weich, aber im Kern noch leicht bissfest sein und sich cremig-fließend bewegen.
Daran erkennst du es: Der Reis ist weich, im Kern noch leicht bissfest und bewegt sich cremig-fließend.
Die Kasserolle vom Herd nehmen. Mandelbutter, Hefeflocken, Apfelessig, die übrigen 5 ml Olivenöl und den schwarzen Pfeffer gründlich unterrühren. Mit dem restlichen Salz abschmecken. Das Risotto 2 Minuten ruhen lassen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist cremig gebunden und fließt langsam zurück, wenn die Kasserolle leicht bewegt wird.
Gut zu wissen
Wildfenchel findest du am ehesten auf gut sortierten Wochenmärkten, bei Kräuterhändlern oder in italienischen Feinkostläden. Sein Aroma ist intensiver und kräuteriger als das von Knollenfenchel.
Hefeflocken gibt es meist im Bioladen, Reformhaus oder in größeren Supermärkten. Sie geben der Mandelbutter eine würzige, runde Note.
Das Risotto schmeckt milder und etwas weniger wild, behält aber eine erkennbare Fenchelnote.
Den Wildfenchel durch Fenchelgrün ersetzen und zusätzlich eine kleine Prise Fenchelsaat verwenden. Das Fenchelgrün wie im Rezept blanchieren, aufteilen und pürieren.
Das Risotto wird nussiger und weniger herzhaft.
Die Hefeflocken durch 15 g fein gemahlene geröstete Mandeln ersetzen und beim Vollenden unter das Risotto rühren.
Die Zwiebeln bei mittlerer Hitze weich dünsten und nur leicht färben lassen.
Mit dem Reis und dem Fenchel fortfahren; die stärkere Röstnote bleibt erhalten, kann aber durch die Mandelbutter etwas abgerundet werden.
Den Fenchelsud in einem zweiten Topf knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
Den Sud wieder erhitzen und mit kleinen heißen Mengen weiterarbeiten.
Sud portionsweise nachgießen und die Garprobe nach 18 bis 22 Minuten durchführen.
Noch etwas heißen Fenchelsud unterrühren und kurz weitergaren.
Den Mixer bei Bedarf stoppen und die Masse mit einem Spatel von den Seiten lösen.
Die Masse erneut kurz mixen und bei Bedarf mit einem kleinen Teil des Sojadrinks geschmeidiger machen.
Fenchelgrün und eine kleine Prise Fenchelsaat ersetzen den Wildfenchel. Die Kräuternote bleibt erhalten, fällt aber milder und weniger intensiv aus.
Die Hefeflocken werden durch fein gemahlene geröstete Mandeln ersetzt. Dadurch erhält das Risotto eine deutlich nussigere und weniger herzhafte Note.
Häufig gefragt
Ja. Verwende Fenchelgrün und eine kleine Prise Fenchelsaat. Das Ergebnis schmeckt milder und etwas weniger intensiv kräuterig.
All’onda beschreibt ein Risotto, das weich, cremig und leicht fließend ist. Es bleibt nicht fest auf dem Teller stehen, soll aber auch nicht suppig wirken.
Ja. Die Mandelbutter und die Fenchelcreme lassen sich mit einem Stabmixer oder einem Standmixer zubereiten.
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