Kaktusfeigenlikör

Ansatzlikör aus Sizilien

Fruchtiger sizilianischer Likör aus passierten Kaktusfeigen, Lebensmittelalkohol, Wasser und Zucker. Nach sieben Tagen Ziehzeit wird der Ansatz gefiltert, mit kaltem Zuckersirup vermischt und mindestens 30 Tage zur Reifung beiseitegestellt.

Zum Rezept
Fruchtig, leuchtend, langsam gereift
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Wochen 2 Tage
Gesamtzeit ca. 5 Wochen 2 Tage 40 Min.
Menge etwa 1,5 l Likör
Gerichtsform und Gerichtsart Alkoholische Getränke
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Obst, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Ziehenlassen und Aufgießen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Passieren und Filtern reduziert den Einfluss der vielen kleinen Kaktusfeigenkerne und macht den Likör klarer und runder.
  • Der Ansatz mit Lebensmittelalkohol extrahiert das süß-aromatische Fruchtfleisch über mehrere Tage.
  • Vollständig abgekühlter Zuckersirup bewahrt möglichst viel Alkohol und Fruchtaroma.
  • Die mindestens 30-tägige Ruhezeit verbindet Frucht, Süße und Alkohol zu einem harmonischeren Geschmack.

Liquore di fichi d’India bringt die leuchtende Farbe und das süß-aromatische Fruchtfleisch der Kaktusfeige ins Glas. Die Frucht wird zunächst von den kleinen Kernen getrennt und anschließend mit Lebensmittelalkohol angesetzt. Nach dem Filtern und Süßen entwickelt der Likör während einer langen Ruhezeit ein rundes Fruchtaroma.

Leuchtend fruchtig, süß-aromatisch und weich mit einem klaren Kaktusfeigenprofil. Gut gekühlt wirkt der Likör besonders rund und eignet sich als kleiner Abschluss eines Essens.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kaktusfeigen vorbereiten

    Wenn du ganze Kaktusfeigen verwendest, spüle sie vorsichtig ab und entferne Schale und Stacheln mit dicken Handschuhen oder einer Zange. Wiege anschließend 500 g Fruchtfleisch ab.

    15 Minuten
    • Arbeite vorsichtig, weil an Kaktusfeigen feine Stacheln sitzen können.

    Wichtig: Schale und Stacheln nur mit dicken Handschuhen oder einer Zange entfernen.

  2. Fruchtfleisch passieren

    Streiche das Fruchtfleisch durch ein feines Sieb oder eine Passiermühle, damit die kleinen Kerne weitgehend entfernt werden. Püriere die Kerne nicht mit, weil sie den Likör trüber und leicht bitter machen können.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fruchtfleisch ist möglichst kernarm und gleichmäßig passiert.

    • Drücke das Fruchtfleisch gründlich durch das Sieb, ohne die Kerne zu zerreiben.
  3. Frucht ansetzen

    Gib das passierte Fruchtfleisch in ein sauberes, trockenes Glasgefäß mit dicht schließendem Deckel. Gieße den Lebensmittelalkohol dazu, verschließe das Gefäß und stelle es 7 Tage an einen kühlen, dunklen Ort. Schüttle es einmal täglich vorsichtig.

    1 Woche

    Daran erkennst du es: Der Ansatz hat 7 Tage an einem kühlen, dunklen Ort gezogen.

    • Das tägliche Schütteln sollte vorsichtig erfolgen, damit möglichst wenig Flüssigkeit am Deckel austritt.

    Wichtig: Nur trinkbaren, klar gekennzeichneten Lebensmittelalkohol verwenden und den Ansatz von offenen Flammen fernhalten.

  4. Ansatz filtern

    Filtere den Ansatz nach 7 Tagen durch ein sauberes Baumwolltuch oder eine feine Lebensmittelgaze. Für einen klareren Likör kannst du anschließend noch einmal durch einen Kaffeefilter filtern.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Fruchtansatz ist möglichst klar und frei von größeren Kern- oder Fruchtteilchen.

    • Ein langsamer Durchlauf durch den Kaffeefilter ergibt einen klareren Likör.
  5. Zuckersirup zubereiten

    Erwärme das Wasser in einem Topf und löse den Zucker darin vollständig auf. Der Sirup muss nicht sprudelnd kochen. Lass ihn anschließend vollständig auf Raumtemperatur abkühlen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig gelöst und der Sirup anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt.

    • Während der Sirup abkühlt, kann der gefilterte Fruchtansatz im Auffanggefäß bereitstehen.
  6. Likör mischen

    Vermische den kalten Zuckersirup mit dem gefilterten Fruchtansatz. Arbeite nicht mit heißem Sirup, damit möglichst wenig Alkohol verdunstet und das Fruchtaroma erhalten bleibt.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Sirup und Fruchtansatz sind gleichmäßig miteinander verbunden.

    • Erst mischen, wenn der Sirup vollständig abgekühlt ist.
  7. Abfüllen und ruhen lassen

    Fülle den Likör in saubere, trockene Glasflaschen und verschließe sie gut. Lass ihn mindestens 30 Tage an einem kühlen, dunklen Ort ruhen.

    4 Wochen 2 Tage

    Daran erkennst du es: Der Likör hat mindestens 30 Tage geruht und ist servierbereit.

    • Die Flaschen während der Ruhezeit möglichst nicht unnötig bewegen.

    Wichtig: Die Flaschen sauber und trocken befüllen und gut verschließen.

  8. Bei Bedarf nachfiltern und servieren

    Falls sich während der Ruhezeit ein Bodensatz bildet, filtere den Likör vor dem Servieren noch einmal. Gut gekühlt in kleinen Gläsern ausschenken.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Likör ist klar genug für den gewünschten Servierstil und gut gekühlt.

    • Für besonders klare Portionen den Likör langsam durch einen Kaffeefilter laufen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Stacheln sicher entfernen: Ganze Kaktusfeigen vorsichtig mit dicken Handschuhen oder einer Zange schälen und von Stacheln befreien.
  • Kerne nicht zerreiben: Die kleinen Kerne sollen weitgehend entfernt werden. Werden sie mitpüriert, kann der Likör trüber und leicht bitter werden.
  • Sirup vollständig abkühlen lassen: Der Zuckersirup darf erst mit dem Fruchtansatz vermischt werden, wenn er auf Raumtemperatur abgekühlt ist.
  • Nur trinkbaren Alkohol verwenden: Für den Ansatz ausschließlich klar gekennzeichneten Lebensmittelalkohol verwenden, niemals Brennspiritus oder vergällten Alkohol.

Zutatenwissen

Kaktusfeigen auswählen

Reife Kaktusfeigen sind meist im Spätsommer und Herbst auf Wochenmärkten, in gut sortierten Obstabteilungen sowie in italienischen oder mediterranen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Manchmal werden sie bereits geschält angeboten.

Lebensmittelalkohol

Verwende ausschließlich klar gekennzeichneten, trinkbaren Alkohol für Lebensmittel und Getränke. Brennspiritus und vergällter Alkohol sind nicht geeignet.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Likör wird trüb oder schmeckt leicht bitter.

Das Fruchtfleisch vorsichtig durch ein feines Sieb oder eine Passiermühle streichen und die Kerne nicht mitpürieren.

Den Ansatz nach dem Reifen erneut langsam durch ein Baumwolltuch und anschließend bei Bedarf durch einen Kaffeefilter geben.

Das Fruchtaroma wirkt schwächer oder Alkohol geht verloren.

Den Zuckersirup vollständig auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Den Likör mindestens 30 Tage ruhen lassen und vor dem Servieren nochmals filtern.

Der Ansatz ist nicht für den Verzehr geeignet.

Nur klar gekennzeichneten Lebensmittelalkohol für Lebensmittel und Getränke kaufen.

Der Likör schmeckt unausgewogen oder der Alkohol tritt stark hervor.

Den Likör mindestens 30 Tage an einem kühlen, dunklen Ort ruhen lassen.

Die verschlossene Flasche weiter ruhen lassen und erst danach erneut verkosten.

Servieren und kombinieren

  • Gut gekühlt im kleinen Glas: Den Likör gut kühlen und in kleinen Gläsern ausschenken. So kommt das süß-aromatische Kaktusfeigenprofil als kleiner Abschluss eines Essens zur Geltung.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Likör benötigt mindestens 30 Tage Ruhezeit und kann deshalb weit im Voraus angesetzt werden. Nach dem Abfüllen die verschlossenen Flaschen an einem kühlen, dunklen Ort ruhen lassen.

Aufbewahren

Den abgefüllten Likör an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. Vor dem Servieren gut kühlen.

Lebensmittelsicherheit

  • Geeigneter Alkohol: Ausschließlich klar gekennzeichneten, trinkbaren Lebensmittelalkohol verwenden. Brennspiritus und vergällter Alkohol dürfen nicht verwendet werden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich ganze Kaktusfeigen verwenden?

Ja. Spüle die Früchte vorsichtig ab und entferne Schale und Stacheln mit dicken Handschuhen oder einer Zange. Wiege danach 500 g Fruchtfleisch ab.

Warum muss das Fruchtfleisch passiert und gefiltert werden?

Kaktusfeigen enthalten viele kleine Kerne. Durch Passieren und Filtern werden sie weitgehend entfernt, damit der Likör klarer und weniger bitter wird.

Warum darf der Zuckersirup nicht heiß sein?

Der Sirup soll vollständig auf Raumtemperatur abkühlen, bevor er mit dem Fruchtansatz vermischt wird. So verdunstet möglichst wenig Alkohol und das Fruchtaroma bleibt besser erhalten.

Welcher Alkohol eignet sich für den Ansatz?

Verwende ausschließlich klar gekennzeichneten, trinkbaren Lebensmittelalkohol mit 90 Vol.-%. Brennspiritus und vergällter Alkohol sind nicht geeignet.

Aus unserer Küche

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