Eine weich-streichfähige kampanische Feigen-Confettura aus reifen weißen Cilento-Feigen, Zucker, Zitronensaft und Wasser. Die Früchte mazerieren zunächst, werden anschließend langsam eingekocht und grob-cremig püriert.
Von Italien auf dem TellerVeröffentlicht am 28. September 2026
Gerichtsform und GerichtsartKonfitüren, Gelees und eingekochte Fruchtzubereitungen
Prägende ZutatenfamilieObst, Zucker und Süßungsmittel
Prägende ZubereitungsverfahrenPürieren und Mixen, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-EignungVegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das Mazerieren mit Zucker und Zitronensaft zieht Saft aus den Feigen und verteilt die Süße gleichmäßig.
Das langsame offene Einkochen konzentriert Fruchtaroma und Flüssigkeit, ohne die weiche Struktur zu verlieren.
Kurzes Anmixen verbindet die Frucht zu einer cremigen Masse, während kleine Feigenstücke sichtbar bleiben dürfen.
Weiße Feigen aus dem Cilento, besonders die Sorte Dottato, verleihen dieser Confettura eine natürliche Süße und ein zartes, blumiges Aroma. Durch das Mazerieren mit Zucker und Zitronensaft geben die Früchte Saft ab, bevor sie langsam zu einer weichen, streichfähigen Zubereitung einkochen. Die Confettura passt auf Brot ebenso wie zu mildem Käse.
Weich, glatt und streichfähig mit einzelnen kleinen Fruchtstücken. Die Confettura schmeckt intensiv fruchtig und natürlich süß, mit einem hellen Zitronenton und einem zarten, blumigen Feigenaroma.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Confettura zubereiten
1
Feigen vorbereiten
Die Feigen vorsichtig waschen, trocken tupfen und die Stiele entfernen. Die Früchte vierteln. Bei sehr dünner, zarter Schale kann die Schale dranbleiben; dicke Schalen entfernen.
Reife Früchte behutsam behandeln, damit sie nicht unnötig zerdrückt werden.
2
Mazerieren
Feigen, Zucker, Zitronensaft und Wasser in der großen, schweren Kasserolle vermengen. Die Kasserolle abdecken und die Mischung 1 Stunde bei Raumtemperatur ziehen lassen, damit die Früchte Saft abgeben.
60 Minuten
Daran erkennst du es: Die Früchte haben Saft abgegeben und die Zuckermischung ist deutlich feuchter.
Die Mazerierzeit nicht überspringen, da sie das anschließende Einkochen unterstützt.
3
Langsam einkochen
Die Mischung bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen, bis sie deutlich köchelt. Die Hitze auf niedrig stellen und die Confettura 45–60 Minuten offen einkochen. Dabei regelmäßig über den Boden rühren und anhaftende Frucht lösen.
60 Minuten
Daran erkennst du es: Die Frucht ist weich und die Masse wirkt deutlich konzentrierter.
Die Confettura offen einkochen, damit überschüssige Flüssigkeit entweichen kann.
Während des Einkochens gelegentlich umrühren, damit die Frucht nicht am Topfboden ansetzt.
Wichtig: Die Masse kann beim Köcheln spritzen; vorsichtig rühren.
4
Konsistenz prüfen
Sobald die Frucht weich ist und die Masse bei etwa 104 °C langsam vom Kochlöffel läuft, die Kasserolle vom Herd nehmen. Ohne Thermometer einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller geben. Die Confettura soll beim Abkühlen langsam stehen bleiben und nicht dünn auseinanderlaufen.
104 °C
Daran erkennst du es: Die Masse läuft langsam vom Kochlöffel und bleibt auf dem kalten Teller beim Abkühlen stehen.
Die Tellerprobe erst nach kurzem Abkühlen beurteilen, da die Masse heiß flüssiger wirkt.
Wichtig: Die Kasserolle vorsichtig vom Herd nehmen; die Confettura ist sehr heiß.
5
Cremig anmixen
Für eine cremigere Struktur die Masse kurz mit dem Stabmixer anmixen. Einige kleine Feigenstücke dürfen sichtbar bleiben. Die fertige Confettura soll weich, glatt und streichfähig, aber nicht flüssig sein.
Daran erkennst du es: Die Confettura ist grob-cremig, weich und streichfähig.
Nur kurz anmixen, wenn kleine sichtbare Feigenstücke erhalten bleiben sollen.
Wichtig: Beim Mixen in der heißen Masse vorsichtig arbeiten, um Spritzer zu vermeiden.
6
Heiß abfüllen
Die heiße Confettura vorsichtig in zwei saubere, hitzebeständige Gläser füllen. Kurz abkühlen lassen und anschließend vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Confettura ist vollständig ausgekühlt und streichfähig.
Die Gläser gleichmäßig füllen, sodass die angegebene Ausbeute von etwa 700 g auf zwei Gläser verteilt wird.
Wichtig: Nur hitzebeständige Gläser verwenden und beim Abfüllen vorsichtig mit der heißen Masse umgehen.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Die Konsistenz ist maßgeblich: Die Kochzeit kann je nach Frucht und Flüssigkeitsabgabe zwischen 45 und 60 Minuten liegen. Entscheidend ist die beschriebene Konsistenz: Die Confettura soll beim Abkühlen langsam stehen bleiben, aber weich streichfähig bleiben.
Schale nach Beschaffenheit verwenden: Sehr dünne, zarte Schalen können an den Feigen bleiben. Bei dicken Schalen verbessert das Entfernen die weiche, cremige Struktur.
Zutatenwissen
Weiße Feigen aus dem Cilento
Die Sorte Dottato gilt als passende Wahl für diese Confettura. Frische Früchte sind vor allem während der Feigensaison auf gut sortierten Wochenmärkten, in italienischen Feinkostläden oder bei spezialisierten Obstständen zu finden.
Sinnvolle Alternativen
Vollreife weiße Feigen einer anderen Sorte
Die Confettura wird meist etwas weniger blumig und weniger regional charakteristisch.
Die andere weiße Feigensorte in gleicher Menge verwenden und die Konsistenz während des Einkochens anhand der Tellerprobe prüfen.
Typische Fehler und ihre Lösung
Die Confettura bleibt auf dem kalten Teller dünn und läuft auseinander.
Die Confettura weitere Zeit bei niedriger Hitze einkochen und regelmäßig vom Topfboden lösen, bis sie langsam vom Kochlöffel läuft.
Die Confettura wirkt nach dem Abkühlen zu fest oder nicht mehr weich streichfähig.
Die Tellerprobe rechtzeitig durchführen und die Kasserolle vom Herd nehmen, sobald die Masse beim Abkühlen langsam stehen bleibt.
Fruchtmasse setzt am Boden der Kasserolle an.
Regelmäßig rühren und die Masse dabei besonders vom Topfboden lösen.
Servieren und kombinieren
Auf Brot: Die weich-streichfähige Confettura auf Brot geben und direkt servieren.
Zu mildem Käse: Die Confettura als süß-fruchtige Ergänzung zu mildem Käse servieren.
Lebensmittelsicherheit
Heiße Confettura abfüllen: Die heiße Confettura vorsichtig in saubere, hitzebeständige Gläser füllen und beim Umgang mit der heißen Masse Spritzer vermeiden.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Muss die Schale der weißen Feigen entfernt werden?
Bei sehr dünner, zarter Schale kann sie an den Feigen bleiben. Dicke Schalen sollten entfernt werden, damit die Confettura weich und cremig wird.
Woran erkenne ich, dass die Confettura fertig ist?
Bei etwa 104 °C soll die Masse langsam vom Kochlöffel laufen. Ohne Thermometer hilft die Tellerprobe: Ein Klecks soll beim Abkühlen langsam stehen bleiben und nicht dünn auseinanderlaufen.
Kann ich eine andere weiße Feigensorte verwenden?
Ja. Vollreife weiße Feigen anderer Sorten eignen sich ebenfalls. Das Ergebnis wird meist etwas weniger blumig und weniger regional charakteristisch als mit weißen Cilento-Feigen der Sorte Dottato.
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