Visciole finden
Die kleinen, säuerlichen Sauerkirschen gibt es saisonal auf Bauernmärkten oder bei Obstbaubetrieben. Tiefgekühlte Visciole sind auch im italienischen Feinkosthandel erhältlich.
Fruchtsirup aus Umbrien
Alkoholfreier Fruchtsirup aus reifen Visciole und Zucker. Die Früchte ziehen Saft, werden sanft gekocht, abgeseiht und zu einem dickflüssigen Konzentrat reduziert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Sciroppo di visciole bringt die herb-säuerliche Note kleiner Sauerkirschen aus Umbrien ins Glas. Die Zubereitung aus der Gegend um Pietralunga bleibt hier bewusst alkoholfrei: Visciole und Zucker werden zunächst im Kühlschrank mazeriert, anschließend sanft gekocht, abgeseiht und eingekocht. Mit stillem oder sprudelndem Wasser verdünnt, entsteht eine fruchtige Erfrischung.
Dunkelrot bis rubinfarben, mit intensivem Sauerkirschduft und einer herb-säuerlichen Fruchtnote. Der Sirup ist dickflüssig, süß und konzentriert; mit Wasser wird er klarer, saftig und erfrischend.
Schritt für Schritt
Die Visciole waschen, gut abtropfen lassen und entsteinen. Das Fruchtfleisch mit dem Zucker in der großen Schüssel gründlich vermengen.
Daran erkennst du es: Die Früchte sind sauber vorbereitet und gleichmäßig mit Zucker vermengt.
Die Schüssel abdecken und die Mischung 8–12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, bis sich reichlich Fruchtsaft gebildet hat.
Daran erkennst du es: Am Boden der Schüssel hat sich deutlich Fruchtsaft gesammelt.
Visciole und Saft in den breiten Topf geben. Alles bei mittlerer Hitze langsam erwärmen und anschließend 15 Minuten leise köcheln lassen. Regelmäßig umrühren, damit der Zucker nicht am Topfboden ansetzt.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig gelöst und die Fruchtmasse köchelt nur sanft.
Wichtig: Beim Umrühren vorsichtig arbeiten, da die heiße Fruchtmasse spritzen kann.
Die heiße Fruchtmasse durch ein feines Sieb oder ein sauberes Passiertuch gießen. Die Früchte nur leicht ausdrücken, damit der Sirup klarer bleibt und nicht zu viel Fruchtfleisch enthält.
Daran erkennst du es: Der aufgefangene Saft ist weitgehend frei von Kernen und größeren Fruchtstücken.
Wichtig: Die heiße Masse langsam und vorsichtig durch das Sieb gießen, um Verbrühungen zu vermeiden.
Den aufgefangenen Saft zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze weitere 10–15 Minuten einkochen, bis etwa 700–800 ml dickflüssiges Konzentrat übrig sind.
Daran erkennst du es: Der Sirup ist dickflüssig und die Ausbeute liegt ungefähr bei 700–800 ml.
Den heißen Sirup in eine saubere, hitzebeständige Flasche füllen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Sirup ist vollständig abgekühlt.
Wichtig: Nur eine saubere, hitzebeständige Flasche verwenden und die heiße Flüssigkeit vorsichtig einfüllen.
Gut zu wissen
Die kleinen, säuerlichen Sauerkirschen gibt es saisonal auf Bauernmärkten oder bei Obstbaubetrieben. Tiefgekühlte Visciole sind auch im italienischen Feinkosthandel erhältlich.
Der Sirup wird runder und weniger herb als mit Visciole.
Schattenmorellen gut abtropfen lassen, entsteint abwiegen und wie die Visciole mit dem Zucker vermengen.
Die Fruchtmasse nur leicht ausdrücken und den Saft langsam durch das feine Sieb oder Passiertuch laufen lassen.
Bei mittlerer Hitze langsam erwärmen und während des Köchelns regelmäßig umrühren.
Während der Reduktion auf die Zielausbeute von etwa 700–800 ml achten.
Häufig gefragt
Für ein Glas 50 ml Sirup mit 150 ml stillem oder sprudelndem Wasser verrühren und gut gekühlt servieren.
Ja. Schattenmorellen eignen sich als Alternative. Der Sirup wird damit runder und weniger herb.
Nein. Diese Fassung ist ein alkoholfreies Fruchtsirup-Konzentrat.
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