Sapa oder Mosto cotto
Sapa ist konzentrierter, dunkelbrauner Traubenmost und wird auch Mosto cotto genannt. Für diese Füllung wird sie mit Hartweizengrieß eingedickt.
Sardisches Festtags-Hefegebäck
Pistiddu ist ein sardisches Festtagsgebäck aus dünnem Hefeteig mit einer aromatischen Füllung aus Sapa, Orangen- und Zitronenschale, Zimt und Nelke. Diese Hausversion wird gebacken und ergibt 10 gefüllte Teigstücke.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pistiddu verbindet zwei dünne, weich gebackene Hefeteigscheiben mit einer dichten Sapa-Füllung. Der sardische Traubenmost verleiht dem Gebäck eine tiefe Fruchtnote, während Zitrusschalen und warme Gewürze das Aroma abrunden. In dieser Hausversion wird der Teig mit Schweineschmalz zubereitet und als rundes, gefülltes Festtagsgebäck gebacken.
Außen ist Pistiddu hell goldbraun und weich, mit einer zarten, leicht elastischen Hefeteigstruktur. Die Füllung schmeckt intensiv nach eingekochtem Traubenmost, ergänzt von frischer Zitrusschale sowie warmen Zimt- und Nelkennoten.
Schritt für Schritt
Sapa, Orangen- und Zitronenschale, Zimt und Nelke in den kleinen Topf geben und bei niedriger Hitze erwärmen. Dabei mit dem Kochlöffel oder Schneebesen verrühren.
Daran erkennst du es: Die Sapa ist warm und die Gewürze sind gleichmäßig verteilt.
Den Hartweizengrieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen. Die Mischung 5–7 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie dick und streichfähig ist.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist deutlich eingedickt und lässt sich verstreichen, ohne zu verlaufen.
Die dicke Füllung in eine flache Schale füllen und etwa 30 Minuten abkühlen lassen. Sie soll vor dem Füllen nur noch lauwarm oder vollständig abgekühlt sein.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist dick, streichfähig und nicht mehr heiß.
Mehl, Zucker und Salz in der Rührschüssel mischen. Die frische Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und zusammen mit dem geschmolzenen, abgekühlten Schweineschmalz zur Mehlmischung geben.
Alles zunächst mit dem Kochlöffel vermengen, danach mit den Händen oder den Knethaken 8–10 Minuten zu einem glatten, weichen Teig verkneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich und zusammenhängend.
Die Schüssel abdecken und den Teig an einem zugfreien Ort etwa 90 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich sichtbar vergrößert.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bei Umluft genügen 170 °C. Das Backblech mit Backpapier auslegen.
Den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 20 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel formen und zu einem dünnen Kreis von etwa 10–12 cm Durchmesser ausrollen.
Daran erkennst du es: Die Teigkreise sind dünn und möglichst gleich groß.
Auf zehn Teigkreise jeweils etwa 35–40 g der abgekühlten Sapa-Füllung setzen. Mit den übrigen Teigkreisen bedecken und die Ränder rundum fest zusammendrücken. Die Teiglinge mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech legen.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind geschlossen und die Füllung tritt nicht aus.
Die Pistiddu zugedeckt weitere 20 Minuten ruhen lassen. Danach die Ränder nochmals kontrollieren und gegebenenfalls fest zusammendrücken.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge wirken leicht entspannt und die Verschlüsse sind geschlossen.
Die Pistiddu im vorgeheizten Ofen 15–18 Minuten backen, bis der Hefeteig hell goldbraun ist. Nicht zu dunkel backen, damit die Sapa-Füllung aromatisch bleibt.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist hell goldbraun, aber nicht dunkel gebacken.
Das Gebäck 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen und anschließend auf ein Kuchengitter legen. Pistiddu schmeckt lauwarm oder vollständig ausgekühlt.
Daran erkennst du es: Die Teighülle ist stabil genug zum Umsetzen auf das Kuchengitter.
Gut zu wissen
Sapa ist konzentrierter, dunkelbrauner Traubenmost und wird auch Mosto cotto genannt. Für diese Füllung wird sie mit Hartweizengrieß eingedickt.
Für den Hefeteig eignet sich Weizenmehl Type 405 oder 00.
Für die Zitronenschale eine unbehandelte Zitrone verwenden und nur die äußere Schale fein abreiben.
Die Füllung wird süßer und schmeckt weniger tief nach eingekochtem Traubenmost.
Die Sapa durch 320 g dunklen Traubensirup ersetzen und wie beschrieben mit Hartweizengrieß, Zitrusschalen und Gewürzen eindicken.
Die Füllung 5–7 Minuten sanft köcheln lassen und vor dem Füllen etwa 30 Minuten abkühlen lassen.
Die Füllung vollständig abkühlen lassen. Ist sie weiterhin zu weich, nochmals vorsichtig erwärmen und unter Rühren weiter eindicken.
Die Füllung in der Mitte platzieren, etwas Rand frei lassen und die Teighälften sorgfältig verschließen.
Vor dem Backen alle sichtbaren Öffnungen nochmals fest zusammendrücken.
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 170 °C Umluft backen und auf eine hell goldbraune Oberfläche achten.
Bereits stark gebräunte Stücke aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen; die Füllung bleibt meist dennoch verwendbar.
Häufig gefragt
Sapa ist eingekochter Traubenmost und wird auch Mosto cotto genannt. Sie bildet die kräftige, fruchtige Grundlage der Pistiddu-Füllung.
Sapa ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten mediterranen Lebensmittelgeschäften und spezialisierten Online-Fachgeschäften erhältlich.
Ja. Als Ersatz eignen sich 320 g dunkler Traubensirup. Die Füllung wird dadurch süßer und weniger tief im Traubenaroma.
Pistiddu schmeckt lauwarm oder vollständig ausgekühlt.
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