Moffoletta di San Martino

Herzhaftes Hefebrot aus Sizilien

Flache, runde sizilianische Hefebrote aus feinem Hartweizengrieß mit Fenchelsamen, goldbraun gebacken und noch warm mit Olivenöl, Ricotta und Caciocavallo serviert.

Zum Rezept
Moffoletta di San Martino: Siziliens Fenchelbrot
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 35 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Std. 25 Min.
Menge Moffolette
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der feine Hartweizengrieß verleiht den Broten eine angenehme Bissfestigkeit und ein deutliches Getreidearoma.
  • Die zwei Gehzeiten geben dem Hefeteig Volumen und eine lockere, weiche Krume.
  • Fenchelsamen, Olivenöl, Ricotta und Caciocavallo verbinden sich zu einem typisch würzigen und cremigen Serviererlebnis.

Moffoletta di San Martino ist ein weiches, flaches Hefebrot aus der sizilianischen Küche. Feiner Hartweizengrieß sorgt für eine aromatische, leicht kernige Krume, während Fenchelsamen dem Brot seine charakteristische Würze geben. Nach zwei Gehzeiten werden die runden Teiglinge goldbraun gebacken und warm mit Olivenöl, Ricotta und frisch geriebenem Caciocavallo serviert.

Die Moffolette haben eine leicht knusprige, goldbraune Oberfläche und eine weiche, elastische Krume. Fenchelsamen bringen eine warme, anisartige Würze ein; Olivenöl, Ricotta und Caciocavallo ergänzen das Brot mit fruchtiger, cremiger und herzhaft-würziger Note.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig ansetzen

    Hartweizengrieß, Fenchelsamen und die zerbröselte frische Hefe in der Rührschüssel mischen. Das zimmerwarme Wasser nach und nach zugießen und 5–7 Minuten kneten, bis ein zusammenhängender Teig entsteht.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist vollständig verbunden und weist keine trockenen Grießstellen mehr auf.

    • Das Wasser portionsweise einarbeiten, damit der Grieß gleichmäßig quellen kann.
  2. Öl, Salz und erste Gehzeit

    20 ml Olivenöl und anschließend das Salz einarbeiten. Den Teig weitere 5 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Die Schüssel abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 2–3 Stunden gehen lassen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch; nach der Gehzeit hat er sein Volumen ungefähr verdoppelt.

    • Die Gehzeit richtet sich nach der Raumtemperatur; entscheidend ist die sichtbare Volumenverdopplung.
  3. Teiglinge formen

    Den aufgegangenen Teig auf die Arbeitsfläche geben und in 6 gleich große Stücke von jeweils etwa 150 g teilen. Jedes Stück rund wirken und mit der Hand zu einem flachen, runden Brot von etwa 1,5–2 cm Höhe drücken.

    Daran erkennst du es: Alle sechs Teiglinge sind rund, flach und ungefähr gleich groß.

    • Die Teiglinge nicht zu dünn drücken, damit die Krume weich bleibt.
  4. Zweite Gehzeit und Vorheizen

    Die Teiglinge auf das mit Backpapier belegte Backblech legen und abdecken. 45–60 Minuten ruhen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen sind. Währenddessen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    60 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen und wirken luftiger.

    • Das Vorheizen während der zweiten Gehzeit erledigt sich parallel und spart Zeit.
  5. Backen

    Die Moffolette auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind. Anschließend vorsichtig aus dem Ofen nehmen.

    25 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht goldbraun und die Brote fühlen sich beim Anheben fest, aber nicht hart an.

    • Die Brote nicht zu dunkel backen, damit die Krume saftig und weich bleibt.

    Wichtig: Das heiße Blech und die Moffolette nur mit geeignetem Hitzeschutz aus dem Ofen nehmen.

  6. Abkühlen und servieren

    Die Brote auf ein Kühlgitter legen und 10 Minuten abkühlen lassen. Anschließend waagerecht aufschneiden, mit Olivenöl beträufeln, Ricotta daraufgeben und mit frisch geriebenem Caciocavallo bestreuen. Noch warm servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brote sind noch warm, lassen sich aber ohne Zerdrücken aufschneiden.

    • Die Moffolette erst nach der kurzen Abkühlzeit aufschneiden, damit die Krume nicht zerreißt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Auf das Volumen achten: Die Gehzeiten sind Richtwerte. Entscheidend ist, dass sich der Teig bei der ersten Gehzeit ungefähr verdoppelt und die Teiglinge bei der zweiten Gehzeit sichtbar aufgehen.
  • Semola rimacinata bevorzugen: Feiner Hartweizengrieß beziehungsweise Semola rimacinata lässt sich für diese flachen Hefebrote besonders gut verarbeiten und unterstützt die weiche, elastische Krume.
  • Noch warm genießen: Die Moffolette schmecken am besten, wenn sie nach der kurzen Abkühlzeit noch warm aufgeschnitten und mit Olivenöl, Ricotta und Caciocavallo serviert werden.

Zutatenwissen

Hartweizengrieß

Möglichst feine Semola rimacinata verwenden. Die feinere Mahlung eignet sich gut für einen geschmeidigen Hefeteig und eine zarte Krume.

Charakteristisches Fenchelaroma

Die Fenchelsamen prägen das Aroma der Moffolette. Ihre warme, leicht anisartige Würze verteilt sich während des Knetens und Backens im gesamten Brot.

Bezugsquellen für Caciocavallo

Caciocavallo ist meist in italienischen Feinkostläden, an gut sortierten Käsetheken oder in spezialisierten Käsereien erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

junger Provolone

Der Geschmack wird milder und etwas weniger würzig als mit Caciocavallo.

Den Caciocavallo durch die gleiche Menge jungen Provolone ersetzen und den Käse frisch über die noch warmen Brote reiben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig bleibt bröselig und verbindet sich nicht.

Das Wasser nach und nach zugießen und den Teig mehrere Minuten kneten, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.

Den Teig kurz ruhen lassen und anschließend weiterkneten. Falls er danach noch trocken ist, sehr wenig zusätzliches Wasser einarbeiten.

Die Moffolette bleiben flach und kompakt.

Die Gehzeit nach dem Volumen und nicht nur nach der Uhr beurteilen; der Teig sollte sich ungefähr verdoppeln und die Teiglinge sichtbar aufgehen.

Die Teiglinge vor dem Backen noch etwas länger abgedeckt ruhen lassen.

Die Oberfläche wird dunkel, bevor die gewünschte weiche Krume erreicht ist.

Die Moffolette ab der angegebenen Backzeit kontrollieren und nur bis zu einer leichten Goldfärbung backen.

Die Brote aus dem Ofen nehmen, sobald sie durchgebacken wirken, und auf dem Gitter abkühlen lassen.

Die Brote lassen sich nicht sauber waagerecht aufschneiden.

Die Moffolette vor dem Aufschneiden etwa 10 Minuten auf dem Gitter abkühlen lassen.

Mit einem scharfen Messer vorsichtig schneiden und die Brote bei Bedarf etwas länger abkühlen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Ricotta und Caciocavallo: Die noch warmen, waagerecht aufgeschnittenen Moffolette mit Olivenöl beträufeln, mit Ricotta bestreichen und mit frisch geriebenem Caciocavallo bestreuen.
  • Pur genießen: Die Moffolette schmecken auch ohne Belag warm oder vollständig abgekühlt und lassen das Fenchelaroma besonders deutlich hervortreten.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Hartweizengrieß wird aus Weizen hergestellt und enthält Gluten.
  • Milch: enthält · Ricotta und Caciocavallo sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Semola rimacinata?

Semola rimacinata ist besonders fein gemahlener Hartweizengrieß. Für die Moffoletta eignet er sich gut, weil er einen geschmeidigen Teig und eine weiche, elastische Krume unterstützt.

Kann ich Caciocavallo ersetzen?

Ja. Junger Provolone eignet sich als Alternative und schmeckt milder und etwas weniger würzig. Verwende die gleiche Menge.

Woran erkenne ich, dass der Teig ausreichend gegangen ist?

Nach der ersten Gehzeit sollte sich das Volumen des Teigs ungefähr verdoppelt haben. Nach der zweiten Gehzeit wirken die sechs Teiglinge sichtbar luftiger und aufgegangen.

Wie werden Moffolette traditionell serviert?

In dieser Variante werden die noch warmen Brote waagerecht aufgeschnitten, mit Olivenöl beträufelt, mit Ricotta belegt und mit geriebenem Caciocavallo bestreut.

Aus unserer Küche

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