Semola rimacinata
Semola rimacinata ist fein gemahlener Hartweizen. Sie prägt die goldgelbe Krume, den festen Biss und das charakteristische Aroma des Laibs.
Apulisches Hartweizenbrot
Kräftiger apulischer Brotlaib aus reiner Semola rimacinata, aktivem Weizensauerteig, Wasser und Meersalz. Die lange Führung, das manuelle Formen und das Backen mit Dampf ergeben eine dunkelgoldene, krosse Kruste und eine elastische, goldgelbe Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pane di Altamura ist ein charaktervoller Brotlaib aus Apulien. Fein gemahlene Hartweizengrießmehl verleiht ihm seine goldgelbe Krume und den typischen Biss, während der aktive Weizensauerteig für Aroma und eine elastische Struktur sorgt. Dieses Hausrezept orientiert sich an der Brotkultur rund um Altamura, ist aber kein zertifiziertes DOP-Produkt.
Die Kruste wird dunkelgoldbraun, fest und deutlich kross. Im Inneren erwartet dich eine goldgelbe, elastische Krume mit kräftigem Hartweizenaroma und leicht zähem Biss.
Schritt für Schritt
Gib 320 ml Wasser und den aktiven Weizensauerteig in die große Schüssel und rühre ihn kurz glatt. Füge die Semola hinzu und verknete alles von Hand oder mit dem Knethaken etwa 8 Minuten, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Decke die Schüssel ab und lasse den Teig anschließend 10 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermischt und enthält keine trockenen Stellen mehr.
Löse das Meersalz in den restlichen 40 ml Wasser auf. Arbeite die Salzlösung nach und nach in den Teig ein und knete ihn weitere 10 bis 12 Minuten, bis er glatt, elastisch und zusammenhängend ist. Der Teig bleibt etwas fester als ein Weizenbrotteig.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und hält zusammen.
Decke die Schüssel mit einem Tuch oder Deckel ab und lasse den Teig bei etwa 24–26 °C rund 90 Minuten ruhen. Er soll sichtbar aufgehen und sich luftiger anfühlen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und fühlt sich luftiger an.
Stürze den Teig auf eine leicht mit Semola bestreute Arbeitsfläche. Forme ihn vorsichtig zu einer runden Pagnotta, ohne die entstandenen Gärgase vollständig herauszudrücken. Decke den Laib ab und lasse ihn 30 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Der Laib bleibt rund und entspannt sich sichtbar.
Forme den Laib erneut. Drücke die Ränder leicht nach innen und flache die Oberfläche nur wenig ab, sodass ein kompakter, hoher Brotlaib entsteht. Setze ihn mit dem Schluss nach unten auf Backpapier und schneide die Oberfläche mit einem scharfen Messer viermal kreuzweise ein.
Daran erkennst du es: Der Laib ist kompakt und hoch geformt; die vier Einschnitte sind klar sichtbar.
Wichtig: Beim Einschneiden das Messer vom Körper wegführen.
Heize während der letzten Ruhephase den Backofen mit Backstein, Backstahl oder einem schweren umgedrehten Backblech auf 250 °C Ober-/Unterhitze vor. Stelle ein leeres, hitzefestes Blech auf die unterste Schiene und heize den Ofen mindestens 30 Minuten vollständig durch.
Daran erkennst du es: Backfläche und Ofen sind vollständig aufgeheizt.
Wichtig: Backfläche und Blech werden sehr heiß; beim Öffnen des Ofens hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Schiebe den Laib samt Backpapier auf die heiße Backfläche. Gieße vorsichtig 100 ml kochendes Wasser in das untere Blech und schließe die Ofentür sofort. Backe das Brot 15 Minuten bei 250 °C.
Daran erkennst du es: Der Laib beginnt sichtbar aufzugehen und die Kruste setzt an.
Wichtig: Vorsicht: Beim Eingießen entsteht sofort sehr heißer Dampf. Gesicht und Hände vom Dampfstoß fernhalten und die Ofentür schnell schließen.
Entferne das Dampfblech vorsichtig, senke die Temperatur auf 230 °C und backe den Laib weitere 35 Minuten. Öffne für die letzten 10 Minuten die Ofentür einen Spalt und backe bei 210 °C weiter. Die Kruste soll dunkel goldbraun und fest sein.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist dunkel goldbraun und fest.
Wichtig: Das Dampfblech kann noch heißes Wasser enthalten; beim Herausnehmen besonders vorsichtig arbeiten.
Nimm das Brot aus dem Ofen und lasse es auf einem Gitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen, bevor du es anschneidest. So kann sich die feuchte, elastische Krume stabilisieren.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und die Krume hat sich stabilisiert.
Gut zu wissen
Semola rimacinata ist fein gemahlener Hartweizen. Sie prägt die goldgelbe Krume, den festen Biss und das charakteristische Aroma des Laibs.
Der Sauerteig sollte aktiv und backbereit sein. Ein träge aufgefrischter Starter kann zu einem dichter gebliebenen Laib führen.
Dieses Wasser gehört nicht in den Teig, sondern wird beim Einschießen in das vorgeheizte untere Blech gegossen.
Die Krume kann etwas gröber und der Teig geringfügig weniger elastisch werden.
Ersetze die Semola rimacinata im gleichen Gewicht durch sehr fein gemahlenen Hartweizengrieß und verfahre ansonsten wie im Rezept beschrieben.
Aktiven Sauerteig verwenden, die 90-minütige Teigruhe bei 24–26 °C einhalten und beim Formen vorsichtig arbeiten.
Wenn der Teig noch nicht im Ofen ist, gib ihm mehr Zeit, bis er sichtbar aufgegangen und luftiger ist.
Den Ofen mit Backfläche mindestens 30 Minuten vorheizen und die angegebenen Temperaturwechsel einhalten.
Backe den Laib bei 210 °C noch einige Minuten weiter, bis die Kruste dunkel goldbraun und fest ist.
Den Laib mindestens 2 Stunden auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Schneide den restlichen Laib erst nach vollständiger Abkühlung weiter auf.
Die Oberfläche nur wenig abflachen und die Ränder vorsichtig nach innen drücken.
Vor dem Einschneiden den Laib nochmals sanft nachformen, ohne die Gärgase vollständig herauszudrücken.
Häufig gefragt
Ja. Das Rezept sieht ausdrücklich Handarbeit oder eine Küchenmaschine mit Knethaken vor. Knete den Teig zunächst etwa 8 Minuten mit Semola, Wasser und Sauerteig und arbeite anschließend die Salzlösung nach und nach ein.
Die Salzlösung lässt sich gleichmäßig in den bereits entwickelten Teig einarbeiten. So verteilt sich das Meersalz besser, ohne dass trockene Salzkörner im Teig bleiben.
Die feuchte, elastische Krume stabilisiert sich erst beim Auskühlen. Wird der Laib zu früh angeschnitten, kann das Innere klebrig oder noch instabil wirken.
Sehr fein gemahlener Hartweizengrieß eignet sich als Ersatz. Die Krume kann dann etwas gröber und der Teig geringfügig weniger elastisch werden.
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