Semola rimacinata
Fein gemahlener Hartweizengrieß verleiht dem Brot eine goldene Farbe und einen aromatisch kräftigen Biss. Er ist in italienischen Feinkostgeschäften, gut sortierten Supermärkten und Onlineshops erhältlich.
Sardinien · Sauerteigbrot
Weiches, rundes sardisches Sauerteigbrot aus fein gemahlenem Hartweizengrieß, Weizenmehl, aktivem Weizensauerteig, Wasser und Salz. Der Teig wird lange geführt, rund geformt und heiß mit Dampf gebacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Moddizzosu verbindet fein gemahlenen Hartweizengrieß mit Weizenmehl und einer langen Sauerteigführung. Nach Autolyse, Falten und zwei Gehzeiten entstehen zwei runde Laibe mit goldener, kräftiger Kruste und lockerer Krume.
Die Laibe haben eine kräftig gebräunte, aromatische Kruste und eine weiche, lockere Krume. Der Hartweizengrieß bringt eine goldene Farbe und einen leicht kräftigen Biss, während der Sauerteig eine milde Säurenote ergänzt.
Schritt für Schritt
Semola rimacinata und Weizenmehl in der großen Schüssel vermischen. 600 ml des Wassers dazugießen und alles verrühren, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Mehlmischung ist vollständig befeuchtet und enthält keine trockenen Stellen.
Den aktiven Sauerteig zum Teig geben und 8–10 Minuten langsam kneten. Das Salz in den restlichen 50 ml Wasser auflösen und nach und nach einarbeiten. Weitere 8–12 Minuten kneten, bis der Teig glatt, elastisch und noch leicht klebrig ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch, bleibt aber leicht klebrig.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei etwa 24–26 °C insgesamt 4–6 Stunden gehen lassen. Nach 60 und 120 Minuten den Teig jeweils einmal von allen Seiten zur Mitte falten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und hat durch die Faltungen Spannung aufgebaut.
Den aufgegangenen Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in zwei gleich große Stücke teilen. Jedes Stück rundwirken und 20 Minuten entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigstücke lassen sich nach der Ruhephase ohne starkes Zurückziehen weiterformen.
Jedes Teigstück mit Spannung zu einem runden Laib formen. Die Laibe mit dem Schluss nach oben in gut bemehlte Gärkörbe oder mit einem bemehlten Tuch ausgelegte Schüsseln legen. Abdecken und weitere 2–3 Stunden gehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist und auf leichten Fingerdruck langsam zurückfedert.
Daran erkennst du es: Die Laibe sind sichtbar aufgegangen und federn auf leichten Fingerdruck langsam zurück.
Während der letzten Gehzeit den Backofen mit Backstein oder umgedrehtem Backblech auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Laibe vorsichtig auf die heiße Backfläche setzen und je einmal längs oder kreuzweise einschneiden.
Daran erkennst du es: Die Laibe liegen stabil auf der heißen Backfläche und haben einen klaren Einschnitt.
Wichtig: Beim Umsetzen auf die heiße Backfläche vorsichtig arbeiten, um Verbrennungen zu vermeiden.
Die Laibe mit Dampf 15 Minuten bei 250 °C backen. Dafür eine kleine hitzefeste Schale mit heißem Wasser auf den Ofenboden stellen. Danach die Schale vorsichtig entfernen, die Temperatur auf 220 °C reduzieren und weitere 25–30 Minuten backen, bis die Kruste kräftig gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und die Laibe sind vollständig durchgebacken.
Wichtig: Beim Einsetzen und Entfernen der Schale besteht Verbrennungsgefahr durch heißes Wasser, Dampf und Ofenwände.
Die Brote auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Erst nach mindestens 2 Stunden anschneiden, damit sich die Krume stabilisiert.
Daran erkennst du es: Die Brote sind vollständig ausgekühlt und die Krume ist beim Anschneiden stabil.
Gut zu wissen
Fein gemahlener Hartweizengrieß verleiht dem Brot eine goldene Farbe und einen aromatisch kräftigen Biss. Er ist in italienischen Feinkostgeschäften, gut sortierten Supermärkten und Onlineshops erhältlich.
Verwende einen backfähigen Weizensauerteig, der sichtbar aufgegangen ist und mild säuerlich riecht. Er kann in manchen Bäckereien erhältlich sein oder aus Weizenmehl und Wasser selbst geführt werden.
Das Brot bleibt grundsätzlich backbar, kann aber etwas anders aromatisch und in der Teigkonsistenz leicht abweichend ausfallen.
Das Weizenmehl Type 0 durch die gleiche Menge Weizenmehl Type 550 ersetzen. Die Teigentwicklung während des Knetens und der Gehzeiten beobachten.
Nur sichtbar aufgegangenen, mild säuerlich riechenden Sauerteig verwenden.
Die erste Gehzeit verlängern und die Teigentwicklung anhand des Volumens beurteilen, statt ausschließlich nach der angegebenen Zeit zu gehen.
Den Fingerdrucktest verwenden und die Laibe backen, sobald sie langsam zurückfedern.
Die Laibe vorsichtig neu formen, erneut kurz entspannen lassen und anschließend backen; die Krume kann dennoch dichter ausfallen.
In der ersten Backphase eine kleine hitzefeste Schale mit heißem Wasser einsetzen und 15 Minuten im Ofen lassen.
Nachträglicher Dampf kann den fehlenden Ofentrieb nicht vollständig ausgleichen; das Brot vollständig ausbacken.
Die Brote vollständig auf dem Gitter auskühlen lassen.
Die angeschnittenen Stücke weiter auskühlen lassen; die bereits veränderte Krume wird dadurch nicht vollständig rückgängig gemacht.
Häufig gefragt
Moddizzosu ist in diesem Hausrezept ein weiches, rundes sardisches Sauerteigbrot aus Hartweizengrieß, Weizenmehl, Weizensauerteig, Wasser und Salz.
Dabei handelt es sich um fein gemahlenen Hartweizengrieß. Er verleiht dem Brot eine goldene Farbe und einen aromatisch kräftigen Biss.
Der Sauerteig sollte sichtbar aufgegangen sein und mild säuerlich riechen, bevor er in den Teig eingearbeitet wird.
Die Abkühlzeit gibt der Krume Gelegenheit, sich zu stabilisieren. Wird das Brot zu früh angeschnitten, kann die Krume noch feucht und instabil wirken.
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