Kaffeeprofil
Das lösliche Espressopulver aromatisiert die Gelato-Basis direkt; der Espresso im Bad ergänzt das Kaffeearoma im Biskuit.
Gefrorenes Dessert aus Bari
Ein apulisches Dessert aus Bari mit Kaffee-Gelato zwischen Pan di Spagna und einer kurz gebräunten italienischen Baiserhaube. Die einzelnen Quadrate werden gefroren und erst unmittelbar vor dem Servieren unter dem Grill überbacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gelato al forno verbindet einen heißen, goldbraunen Baiserüberzug mit einem gefrorenen Kern aus kräftigem Kaffee-Gelato. Dünne Schichten Pan di Spagna halten die Portionen zusammen und nehmen das Espressobad auf. Durch das kurze Finish bei hoher Hitze bräunt die Haube, während die Mitte kalt bleibt.
Außen leicht knusprig und goldbraun, darunter weich-glänzendes Baiser, ein zarter, espressoaromatischer Biskuit und sehr kaltes, cremiges Kaffee-Gelato. Der Geschmack reicht von kräftigem Kaffee über milde Milch- und Honignoten bis zu süßem Karamell.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech von etwa 30 × 40 cm mit Backpapier auslegen.
Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Herausnehmen des Blechs Ofenhandschuhe verwenden.
Eier, Zucker und Salz 8–10 Minuten mit dem Handmixer hell und sehr luftig aufschlagen. Das Mehl sieben, in zwei Portionen vorsichtig unterheben und den Teig gleichmäßig auf dem Blech verstreichen. 12–15 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist. Den Pan di Spagna anschließend vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldgelb und der Biskuit ist vollständig ausgekühlt, bevor er geschnitten wird.
400 ml Milch mit Sahne, 150 g Zucker, Honig und Salz in einem Topf erhitzen, bis die Mischung dampft, aber nicht kocht. Die restlichen 100 ml Milch mit Eigelb und Speisestärke glatt verrühren.
Daran erkennst du es: Die Milch-Sahne-Mischung dampft deutlich, ohne sprudelnd zu kochen.
Wichtig: Die heiße Milchmischung vorsichtig handhaben und nicht unbeaufsichtigt erhitzen.
Die heiße Milchmischung langsam unter ständigem Rühren zur Eigelb-Mischung geben. Alles zurück in den Topf gießen und bei mittlerer Hitze unter Rühren auf 82–84 °C erhitzen, bis die Creme leicht bindet. Nicht kochen lassen. Das Espressopulver einrühren, die Basis durch ein feines Sieb gießen und rasch abkühlen lassen. Abgedeckt mindestens 4 Stunden im Kühlschrank kühlen.
Daran erkennst du es: Die Creme bindet leicht, bleibt glatt und kocht nicht.
Wichtig: Die Ei-Milch-Mischung nicht kochen lassen; beim Umgießen mit heißer Flüssigkeit besonders vorsichtig arbeiten.
Die kalte Gelato-Basis in der Eismaschine nach Geräteanleitung gefrieren, bis sie fest und cremig ist. Ohne Eismaschine die Basis in eine flache Gefrierdose füllen, 3 Stunden einfrieren und alle 30 Minuten kräftig durchrühren. Anschließend noch 1 Stunde fest gefrieren.
Daran erkennst du es: Das Gelato ist fest, aber noch cremig und formbar.
Espresso und Zucker für das Espressobad verrühren, bis sich der Zucker löst, und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist vollständig gelöst und das Espressobad ist kalt.
Aus dem ausgekühlten Pan di Spagna zwölf Quadrate von etwa 8 × 8 cm schneiden. Sechs Quadrate dünn mit dem Espressobad bestreichen.
Daran erkennst du es: Es liegen zwölf möglichst gleich große Quadrate vor, davon sechs dünn bestrichen.
Auf jedes bestrichene Quadrat etwa 90 g Kaffee-Gelato setzen. Mit den übrigen sechs Biskuitquadraten bedecken und leicht andrücken. Die sechs Portionen auf ein mit Backpapier belegtes, kühles Blech setzen und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, vollständig durchfrieren lassen.
Daran erkennst du es: Die Sandwiches sind vollständig fest und lassen sich mit Baiser überziehen, ohne dass das Gelato ausweicht.
Zucker und Wasser in einem kleinen Topf auf 118 °C erhitzen. Währenddessen das Eiweiß aufschlagen, bis es schaumig ist. Den heißen Sirup in dünnem Strahl unter ständigem Schlagen einlaufen lassen und die Masse 6–8 Minuten weiterschlagen, bis sie glänzt und standfest ist.
Daran erkennst du es: Die Baiserhaube ist glänzend, standfest und bildet stabile Spitzen.
Wichtig: Heißer Zuckersirup kann schwere Verbrennungen verursachen; langsam gießen und Hautkontakt vermeiden.
Den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze mit zugeschaltetem Grill vorheizen. Die gefrorenen Gelato-Quadrate rundum vollständig mit Baiserhaube überziehen. Auf der kalten Platte 2–3 Minuten backen, bis die Baiserhaube goldbraune Spitzen bekommt. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Baiserhaube zeigt goldbraune Spitzen, während die Portionen noch vollständig gefroren sind.
Wichtig: Das Blech und die Baiserhaube sind sehr heiß; Ofenhandschuhe verwenden und sofort servieren.
Gut zu wissen
Das lösliche Espressopulver aromatisiert die Gelato-Basis direkt; der Espresso im Bad ergänzt das Kaffeearoma im Biskuit.
Die Eier werden für Biskuit, Gelato-Basis und Baiser in unterschiedlichen Zubereitungen eingesetzt. Die angegebenen ungefähren Schalenmengen dienen als Orientierung.
Honig ergänzt die Süße und unterstützt eine geschmeidige, cremige Gelato-Textur.
Die Speisestärke unterstützt das leichte Binden der Gelato-Basis zusammen mit dem Eigelb.
Das Gelato kann weniger vollmundig und je nach Produkt etwas weicher oder kristalliner werden.
Eine ungesüßte, möglichst fettreiche Pflanzenalternative in gleicher Menge verwenden und die Basis weiterhin auf 82–84 °C binden.
Das Kaffeearoma kann kräftiger oder bitterer ausfallen.
Nur ein vollständig lösliches Produkt verwenden und gründlich in die heiße, gesiebte Basis einrühren.
Die Süße wird etwas neutraler; die cremige Textur bleibt ähnlich.
Glukosesirup in gleicher Menge zusammen mit Milch, Sahne und Zucker erhitzen.
Die Portionen mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, einfrieren und erst unmittelbar vor dem Baiser-Finish herausnehmen.
Die noch nicht überzogenen Portionen erneut vollständig durchfrieren lassen; bereits stark geschmolzene Portionen lassen sich nicht zuverlässig retten.
Die heiße Flüssigkeit langsam unter ständigem Rühren einarbeiten und die Basis nur auf 82–84 °C erhitzen.
Die warme Basis sofort durch ein feines Sieb gießen; grobe Ei-Klümpchen können dadurch entfernt werden.
Eier, Zucker und Salz 8–10 Minuten luftig schlagen und das gesiebte Mehl vorsichtig in zwei Portionen unterheben.
Das Finish auf 2–3 Minuten begrenzen und die Baiserhaube währenddessen aufmerksam beobachten.
Bei nur einzelnen dunklen Spitzen die Portionen sofort herausnehmen; verbrannte Stellen vorsichtig abheben.
Den Sirup auf 118 °C erhitzen und die Baisermasse 6–8 Minuten weiterschlagen, bis sie glänzt und standfest ist.
Ein zurückhaltenderes Kaffeeprofil für Gäste, die weniger Bitterkeit wünschen.
Eine schokoladigere Variante mit Kaffee-Schokoladenkombination.
Die Portionen werden ohne Baiserhaube serviert und bleiben vollständig gefroren.
Pan di Spagna, Gelato-Basis und gefrorene Sandwiches können am Vortag vorbereitet werden. Die Baiserhaube erst kurz vor dem Überbacken herstellen.
Die ungebackenen Gelato-Sandwiches bis zum Finish im Gefrierfach aufbewahren. Nach dem Überbacken sofort servieren; längere Lagerung im Kühlschrank verschlechtert die Struktur.
Aufgetaute Portionen nicht wiederholt einfrieren.
Die zusammengesetzten Gelato-Quadrate auf einem kalten, mit Backpapier belegten Blech vollständig durchfrieren und anschließend luftdicht verpacken.
Nicht auftauen. Die Portionen direkt aus dem Gefrierfach mit Baiser überziehen und kurz überbacken.
Für die beste Baiser- und Gelato-Textur innerhalb kurzer Zeit verwenden.
Häufig gefragt
Ja. Die kalte Gelato-Basis in eine flache Gefrierdose füllen, 3 Stunden einfrieren und währenddessen alle 30 Minuten kräftig durchrühren. Danach noch 1 Stunde fest gefrieren.
Die gefrorenen Portionen sollen möglichst wenig antauen. Eine frisch geschlagene, standfeste Baiserhaube lässt sich außerdem leichter vollständig auftragen und bräunt unter dem Grill schnell.
Die Sandwiches müssen mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, vollständig durchfrieren. Das Finish dauert nur 2–3 Minuten und dient hauptsächlich dazu, die Baiserhaube zu bräunen.
Ja. Vollständig ausgekühlt kann er abgedeckt bis zum Zusammensetzen aufbewahrt werden. Für stabile Quadrate sollte er nicht warm geschnitten werden.
Die Baiserhaube ist direkt nach dem Grillen am schönsten gebräunt und der Kern bleibt dann am zuverlässigsten gefroren.
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